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Spektakel am Sylvenstein-Stausee Versunkenes Dorf zieht Besucher magnetisch an

Nicht nur für die Menschen im Landreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist der Sylvenstein-Stausee momentan eine Attraktion. Denn für Revisionsarbeiten wurde der Pegel um 15 Meter abgesenkt. Das geflutete Dorf Alt-Fall ist wieder sichtbar.

Von: Elmar Voltz

Stand: 21.12.2015

Inzwischen ist der abgelassene Stausee mit dem aufgetauchten Dorf der reinste Besuchermagnget:

Die Revisionsarbeiten finden im sogenannten Einlaufbauwerk statt. In den vergangenen Wochen ließ das Wasserwirtschaftsamt Weilheim den Wasserspiegel senken. In einigen Bereichen gleicht der See momentan einer Mondlandschaft mit Hügeln, Kratern und kleinen Schluchten.

Für die vielen Schaulustigen sind aber die Überreste des Dorfes Alt-Fall die eigentliche Attraktion. Alt-Fall wurde Mitte der 50er-Jahre geflutet. Auffahrten, Grundmauern, Wände mit Fensterrahmen und alte Baumstümpfe sind im Moment zu erkennen - und teilweise sogar zu Fuß zu erreichen.

Arbeit am See mit dem 200-Tonnen-Kran

In der Nacht auf Mittwoch hat das Wasserwirtschaftsamt den neuen, 21 Tonnen schweren Revisionsverschluss, den sogenannten Schütz, am Grundablass des Stausees mit einem 200 Tonnen schweren Autokran eingesetzt.

"Das war tolle Technik, die man sich in den 50er-Jahren überlegt hat. Aber wir könnten mit dem alten Schütz gar keinen Wasserstand, wie wir ihn im Sommer haben, beherrschen. Hinter diesem Schütz dürfte man nicht arbeiten. Deshalb mussten wir bisher ab einer bestimmten Pegelhöhe absenken. Und das neue Schütz ist so gebaut, man könnte den Stausee bis zur Krone hin füllen und das Schütz hält das aus, ohne dass wir Bedenken haben müssten."

Tobias Lang, Projektleiter des Wasserwirtschaftsamtes Weilheim zum BR

Erst mit der Schneeschmelze im Februar wird sich der Stausee wieder füllen. Im kommenden Jahr sind weitere Revisionsarbeiten am Einlaufbauwerk geplant.


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Ebert, Donnerstag, 10.Dezember, 12:29 Uhr

1. Randbemerkungen

Welch ein Glück, liebe Leser, dass diese Einrichtung vor 60 Jahren gebaut wurde!

Heute würde die Realisierung durch mindestens 1000 Einsprüchen locker 15 Jahre brauchen bis zur Genehmigung ( siehe 3. Startbahn ) oder würde durch Volksentscheid durch von 3. Stelle aufgehetzter Bevölkerung ( Olympiade Hamburg ) ganz blockiert.

Toll dass das Fortschritt - Bremsen früher noch nicht so in Mode war.

Ebert

  • Antwort von Rasul Khalidov, Donnerstag, 10.Dezember, 19:25 Uhr

    Großes Glück - JAWOLL!
    Stimmt genau Naturschutz, Volksentscheide usw. alles fürchterliche Fortschrittsbremsen.
    Früher war die deutsche Bevölkerung viel folgsamer und hat immer schön brav die Vorgaben ihrer Führer umgesetzt - ohne Wenn und Aber.
    Mittlerweile sind das richtige autoritätsungläubige Rebellen u. Revolutionäre geworden.
    Und was Olympia, Startbahnen, Inbetriebnahme von AKW's usw. angeht, möchte ich einen Satz der Merkel zweckentfremden: "Wir schaffen das!"