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Tausende betroffen Störung von Funknetz und Telefon legte Polizei und Bahn lahm

Nach der massiven Störung des Telefonnetzes, von der unter anderem die Deutsche Bahn und die Polizei in Niederbayern und der Oberpfalz betroffen waren, geht der Netzbetreiber Vodafone davon aus, dass das Problem im Laufe der Nacht behoben ist.

Von: Gerhard Brack, Guido Fromm

Stand: 05.11.2017

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Polizist telefoniert in einer Polizeidienststelle, aufgenommen am 11.10.2011 in Straubing (Niederbayern). (zu dpa "Telefonstörung bei Polizei in Niederbayern und Oberpfalz" vom 05.11.2017) Foto: Armin Weigel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Armin Weigel

Am frühen Montagmorgen soll alles wieder laufen, so ein Sprecher des Netzbetreibers Vodafone. Aktuell dauern die Arbeiten an der Behebung der Störung noch an. Seit Mittag tauschen Spezialisten defekte Hardware an einer Verteilerstation aus, an der es laut Vodafone zuvor ein Spannungsproblem gegeben hatte. Ein Stromausfall war demnach nicht die Ursache.

Bahn und Polizei betroffen

Von der Störung war vor allem die Deutsche Bahn und die Polizei betroffen. Die Umleitung der Züge sei "eine reine Sicherheitsmaßnahme", versicherte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Mittlerweile funktioniert aber der Bahnverkehr wohl wieder. Die Störung hatte am späten Vormittag das bahninterne sogenannte GSMR-Netz getroffen. Über dieses Netz verständigen sich Lokführer und Fahrdienstleitungen.

"Die Lokführer waren aber über das öffentliche Mobilfunknetz jederzeit erreichbar."

Eine Bahnsprecherin

Zwischen Ingolstadt und Nürnberg wurde zeitweise ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Tausende Fahrgäste des Regional- und Fernverkehrs waren betroffen. Viele mussten auf Busse und Taxis ausweichen. Züge des Fernverkehrs wurden vorerst über Treuchtlingen umgeleitet - nicht die erste Störung bei der Bahn in jüngster Zeit.

Mancherorts geht nur der Notruf

Die Störung betraf auch die Telefone zahlreicher Dienststellen der Polizei in Niederbayern und in der Oberpfalz. Seit dem Vormittag komme es zu einer erheblichen Einschränkung der Erreichbarkeit der Dienststellen über die öffentlichen Telefonnummern, teilte die Polizei mit. Nicht betroffen sei die Notrufnummer 110.

Betroffen: Postleitzahlen 92, 93, 94

Betroffen seien Gebiete, deren Postleitzahlen mit 94, 93 und 92 beginnen - also die Regionen um Passau, Deggendorf, Straubing, Regensburg, Weiden und Neumarkt in der Oberpfalz, Amberg und Schwandorf. Damit trifft die Störung Bezirke, in denen in den letzten Tagen mit verschiedenen Unfällen, Feuer, einem Großbrand und auch sonst polizeilich viele Einsätze geboten waren.

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J.M., Dienstag, 07.November, 20:39 Uhr

9.

Die Telekom ist der größte Sauhaufen Hauptsache sie können kassieren.

Logic Analyzer, Sonntag, 05.November, 21:40 Uhr

8. Häppchen und Eigendynamik

Klasse Beispiel in diesem Bericht.

Schmeisse den Leuten ein paar Nachrichtenhäppchen hin und schon beginnen die wildesten Speukaltionen! Ja, sogar ein zwei Verschwörungstheoretiker haben sich eingefunden, die gleich die Russen oder NSA mit einem "Anschlag" vermuten.

Man sollte sich mal fragen, ob das Internet mit seiner Nachrichtenflut noch gesund und zumutbar für die meisten Leute sind?

Nein, das wir hinterfragen welche übrigen Kommunikationsmöglichkeiten verbleiben, interessiert nicht. Auch dass die Notrufnummern davon nicht betroffen waren spielt keine Rolle. Es ist nicht mehr belustigend, eher erschreckend.

Dabei sollten gerade die Stänkerer sich mal überlegen, welche Gerätschaften bei denen selbst mal kaputt gegangen sind. Sonst gäbe es nur die Empfehlung: Finger weg von Technik - sie könnte mal kaputt gehen. Von Software reden wir mal lieber gleich gar nicht.

  • Antwort von HP, Montag, 06.November, 06:03 Uhr

    @Logic Analyzer, na Sie scheinen mir ja ein ganz G'scheiter zu sein. Aber dass in jüngerer
    Vergangenheit hunderttausende Router, ganze Betriebsnetze (Kliniken in GB z.B) durch Hacker lahm gelegt wurden, scheint für Sie auch den "Verschwörungstheoretikern" und deren wirrem Gedankenspiel entsprungen zu sein. Es müssen ja nicht ausschließlich die Russen solche IT-Spielchen zu spielen, es gibt ja auch sonst noch genug Spinner, deren Spieltrieb keine Grenzen kennt. Von der Hand zu weisen ist diese Möglichkeit auf alle Fälle nicht.

  • Antwort von Logic Analyzer, Montag, 06.November, 11:18 Uhr

    @HP

    Beispiel: Wenn bei ihnen zu Hause eine Glühlampe kaputt geht, rufen sie doch auch nicht gleich den Entstörungsdienst der Stadtwerke, sondern prüfen zuerst mal den Sicherungskasten und messen nach der Ursache?

    Es steht ja nichts im Artikel, dass es Anhaltspunkte für eine Fremdverursachung gab.

    Na klar stimme ich ihnen zu, dass es Hacker und andere Spinner gibt, die die Infrastruktur angreifen. Allerdings bliebe das nicht unbemerkt. Die Telekom und andere Netzüberwacher betreiben eine "Armee" an sog. honeypots und stellen Manipulation schnell fest.
    Deshalb gibt es keinen Grund für Überreaktion, nur weil mal ein elektronisches Bauteil hops gegangen ist.

    Kommentatoren neigen schnell zu völlig überdrehten Interpretationen. Das wollte ich damit anprangern.

Peter M., Sonntag, 05.November, 21:12 Uhr

7. Privatisierung

Ja, das war ja so politisch und auch von großen Teilen der Bevölkerung gewünscht. Weg von dem unflexiblen Beamtenapparat, hin zur vermeintlich günstigen Marktwirtschaft im Bereich Telekommunikation. Da kann dann schon mal Zugunsten des "billigeren" Wettbewerbs die teuere, staatliche Zuverlässigkeit auf der Strecke bleiben. Ist ja bei der Bahn nicht anders. Man muss sich schon entscheiden, was Priorität hat. Trockenduschen war schon immer schwierig. ;)

Frank Cebulla, Sonntag, 05.November, 21:04 Uhr

6. Wo sind die millarden e der Frequenzverkäufe geblieben??

Deutschlands Infrastruktur seit Jahren durch unterlassene Instandhaltung(Nichtstun nicht auf aktuellem sicheren Stand.
Es wird auch im Komminikationsbereich immer schlimmer, mittlerweile hat Rumänien D überholt.
Z.B. Len... a.d. Autobahn tw. keinen Empfang bei bestimmtem Anbieter!
Wo sind die hunderte millarden € vom Frequenzenverkauf geblieben Frau Merkel?
Das Geld wurde in den nicht öffentlichen BRD-Bundeshaushalt überführt und weiter geleitet an wen in D/EU??
D vernachlässigt in allen Bereichen bis es jetzt nicht mehr durch Political Correktnis unterdrückbar ist.
Da sind viele Medien merkwürdig still.
Heute in Presseklub, Freitag, SWR 22.00Uhr wurde das Merkelsche Staatsversagen, politisch kontrolliert, sichtbar (Spitze vom Eisberg).
Nur das Merkelklientel (Jamaika) sitzt da wie drei Affen und es wird schlimmer..

  • Antwort von Truderinger, Sonntag, 05.November, 22:05 Uhr

    Gönnen Sie sich noch einen Schnaps! Scheint eh schon egal zu sein!

  • Antwort von peter, Sonntag, 05.November, 22:59 Uhr

    in den steuerparadisen!
    so lange nicht mal einer hart, aber wirklich hart, bestraft wird, geht das Spielchen weiter. unglaublich!

Stefan Bächer, Sonntag, 05.November, 20:02 Uhr

5. Verwundbarkeit

Hier sehen wir wie verwundbar die viel gepriesene Digitalisierung des Behördenfunks ist. Die konservativen Funkanlagen sind alle entsorgt. Wir haben in Köln an der besagten Silversternacht gesehen wie hilflos Polizisten mit dem Digitalfunk umgegangen sind. Sie waren damit völlig überfordert. Wenn die Antifa weis an welchen Stellen die verwundbaren Verteiler stehen würde mir als Sicherheitsbeauftragter der Kamm schwellen. Es schien wohl auch keine Notfall- bzw. Not-Kommunikations-Konzepte zu geben. Das offenbart diese Medienmeldung. Ich bin erschüttert über unsere Sicherheitslage.

  • Antwort von Hrdlicka, Montag, 06.November, 08:34 Uhr

    @ Stefan Bächer: ich bin erschüttert über soviel Ignoranz oder Dummheit.
    Von Behördenfunk, geschweige denn seiner Digitalisierung ist hier keine Rede, es geht um das Telefonnetz des privaten Betreibers "Vodafone". Mindestens zwei völlig verschieden Paar Stiefel