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Störche in Gefahr Kälte bedroht Jungvögel in Schrobenhausen

Der Wettersturz platzt nicht nur mitten in die Kirsch- und Apfelblüte hinein: Sie könnte auch kritisch werden für viele Störche, die gerade ausbrüten. BR-Reporter Tobias Betz war in Schrobenhausen unterwegs.

Von: Tobias Betz

Stand: 22.04.2017

Besonders in Schrobenhausen sind die Naturschützer auf der Hut.

Denn Schrobenhausen ist nicht nur Spargelland, sondern auch eine beliebte Brutstätte für Störche. Sechs Paare sind gerade dort und haben ihre Nester hoch oben auf die Schornsteine gebaut. Um dann zu überprüfen, ob die Störche wirklich schon Eier gelegt haben, hat Tobias Betz eine Naturschützerin begleitet.

Riskante Brut auf dem Kirchturm

Und zwar auf einen Kirchturm - auf gut 130 Meter Höhe. Und dort stellte Brigitte Streber vom Bund Naturschutz fest: Ja, eindeutig! In allen sechs Nestern liegen Eier. Doch wenn das Aprilwetter so herbstlich bleibt, dann wird es wohl dramatisch für die Küken:

"Die haben zwar alle unterschiedliche Schlüpfzeitpunkte, aber alle kommen bestimmt nicht durch. Wenn's anhält, dann verhungern und erfrieren die, des geht ganz schnell. Solange sie in den Eiern sind, gibt's kein Problem, sobald sie aber geschlüpft sind, kann man nichts machen, das ist traurig, aber es ist so."

Storchenschützerin Brigitte Streber

Nichts machen - das ist das Stichwort. Denn als Natürschützerin kann Brigitte Streber auch nicht einschreiten. Sich den Nestern überhaupt zu nähern, während der Brutzeit ist auch streng verboten. Zum Schutz der Tiere. Und so wiederholt sich das Drama der sterbenden Störche. In Kalt- und Regenperioden tun sich die Storchenküken immer schwer.

Einziger Hoffnungsschimmer: Störche können mehrmals im Jahr Eier brüten.

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