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Klage gegen den Freistaat Bayern Starnberger klagen für saubere Luft

Acht Starnberger ziehen heute vor das Bayerische Verwaltungsgericht, um für bessere Luft zu klagen. Gegner: Der Freistaat Bayern. Die Kläger wollen erreichen, dass der "Luftreinhalteplan" für die Stadt Starnberg geändert wird.

Von: Eva Limmer und Matthias Lauer

Stand: 12.10.2017

Staufalle Starnberg: Bringt ein Tunnel durch die Stadt Entlastung? | Bild: picture-alliance/dpa

Die acht Kläger aus Starnberg haben ein Problem: Sie wohnen alle an der vielbefahrenen Hauptstraße. Dort ist die Stickoxid-Belastung zu hoch.

Bessere Luft durch Änderung des "Luftreinhalteplans"

Die betroffenen Starnberger wollen den Freistaat dazu verpflichten, den "Luftreinhalteplan" zu ändern, um für bessere Luft zu sorgen. Der Plan wurde 2012 vom Freistaat Bayern beschlossen und ist ein Maßnahmen-Katalog der EU für den Großraum München.

Tunnel und Westumfahrung sollen kommen

Für Starnberg sieht der Plan schon zwei Luftverbesserungs-Maßnahmen vor: Da ist einmal ein Tunnel für die B2 unter der Stadt. Damit sollen knapp die Hälfte der prognostizierten 40.000 Fahrzeuge täglich auf der Bundesstraße 2 unter der Erde verschwinden. Denn in Starnberg endet die Autobahn A952 - ein Wurmfortsatz der A95 aus München und Garmisch-Partenkirchen. Der ganze Durchgangsverkehr zum und vom Westufer des Starnberger Sees quält sich zu Stoßzeiten durch dieses Nadelöhr - Pendler genau wie Ausflügler. Der Tunnel wird jedoch frühestens in acht Jahren in Betrieb gehen. Außerdem ist eine Westumfahrung geplant, die voraussichtlich nächstes Jahr fertig wird.

Die Kläger wollen wissen, was bis dahin in Sachen saubere Luft getan wird. Eine Möglichkeit wäre den Lkw-Verkehr für die Innenstadt zu beschränken.


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