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Terrorwarnung in der Silvesternacht Münchner Justiz fehlen Fakten für Anklage

Die Hintergründe der Terrorwarnung in der Silvesternacht in München bleiben vermutlich ungeklärt. Laut einem Medienbericht hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Aus Angst vor Anschlägen waren der Hauptbahnhof und der Pasinger Bahnhof gesperrt worden.

Stand: 18.02.2016

Die Erkenntnisse reichten nicht aus, um eine Anklage vorzubereiten, sagte die stellvertretende Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Judith Henkel, der Funke Mediengruppe. "Zu den mitgeteilten Namen konnten - auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Schreibweisen - keine Übereinstimmungen zu in Deutschland wohnhaften oder registrierten Personen ermittelt werden." Das Ermittlungsverfahren wurde laut Henkel bereits Ende Januar eingestellt.

Herrmann: "Fünf bis sieben Attentäter"

Die Polizei hatte den Hauptbahnhof weiträumig abgeriegelt.

Wegen eines drohenden Terroranschlags der Terrormiliz IS hatte die Polizei am Silvesterabend den Hauptbahnhof und den Pasinger Bahnhof evakuiert und mehrere Stunden gesperrt. "Die Hinweise, die wir vom Bundeskriminalamt erhalten haben, bezogen sich auf geplante Selbstmordanschläge", sagte Innenminister Joachim Herrmann am Neujahrstag. "Es gab Hinweise auf konkret fünf bis sieben Attentäter." Diese stammten angeblich aus dem Irak und aus Syrien. Die Sicherheitsbehörden waren mit mehr als 550 Kräften im Einsatz.


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