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Sicherheitskonferenz in München Ein Wochenende im Ausnahmezustand

Ab Freitag wird die Münchner Innenstadt wieder zur Hochsicherheitszone. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie weitere Experten treffen sich zur alljährlichen Sicherheitskonferenz. Für Anwohner und München-Besucher bringt das einiges an Einschränkungen mit sich.

Von: Lena Deutsch

Stand: 16.02.2017

 Ein Polizist untersucht zusammen mit einem Bombenspürhund während eines offiziellen Fototermins vor Beginn der 52. Sicherheitskonferenz am 12.02.2016 in München (Bayern) den Bereich vor dem Bayerischen Hof. Die 52. Sicherheitskonferenz dauerte bis zum 14.02.2016.  | Bild: picture-alliance/dpa/Andreas Gebert

Eine neue Sicherheitsvorkehrung werden die Bürger vielleicht aus der Ferne sehen – und riechen: Rund um die Zufahrtswege beim Bayerischen Hof sind nämlich große Blumenkübel aufgestellt worden. Die sollen einen Terrorangriff mit einem Lastwagen wie in Nizza oder Berlin verhindern. Ansonsten gilt wie üblich: Der Tagungsort ist seit heute Morgen weiträumig abgesperrt, in und um diesen Sicherheitsbereich gilt Halteverbot, außerdem wurde die Tram 19 zwischen Stachus und Maxmonument eingestellt und über den Sendlinger Tor Platz umgeleitet.

Der Sperrbereich

Innenstadt meiden

Die Sicherheitsvorkehrungen werden aber nicht nur um das Hotel Bayerischer Hof, sondern auch im weiteren Innenstadtbereich für Behinderungen sorgen. Wenn die hochrangigen Regierungsvertreter  durch die Stadt fahren, werden temporär ganze Straßen gesperrt. Wer es vermeiden kann, sollte deshalb  nicht mit dem Auto in die Innenstadt fahren.

Mehr Aktionen, mehr Polizisten

Die Sicherheitskonferenz selbst ist das eine, die vielen Veranstaltungen im Umfeld dazu sind das andere – und dieses Jahr gibt es besonders viele. 34 Versammlungen mit Bezug zur Sicherheitskonferenz sind bei der Polizei angemeldet worden. Deshalb sind mit bis zu 4.000 Polizisten heuer auch rund 300 mehr im Einsatz als 2016.

Die größten Demonstrationen starten ab Samstagmittag am Rindermarkt und am Stachus. Die Teilnehmer ziehen durch die Innenstadt bis zum Gärtnerplatz. Entlang des Zugweges gibt es zum Teil Halteverbote, außerdem werden an Kreuzungen Straßen gesperrt.

Alle Infos kompakt

Der Sperrbereich umfasst folgende Straßen: Promenadeplatz – Kardinal-Faulhaber-Straße – Karmeliterstraße – Hartmannstraße, sowie Teile der Pacellistraße – Prannerstraße – Maffeistraße. Von Freitag, 17.2., um 6 Uhr bis einschließlich Sonntag, 19.2., um 15 Uhr haben nur akkreditierte bzw. Personen mit einem berechtigten Interesse Zugang zum Sperrbereich. Die Münchner Polizei empfiehlt allen Münchnern und Touristen, vor allem am Samstag nicht mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, sondern die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Die Münchner Polizei wird den Einsatz auch auf ihren Social-Media-Plattformen auf Facebook und Twitter aktuell begleiten. Bei Fragen können sich die Bürger auch an das Bürgertelefon der Münchner Polizei unter 089 / 2910-1910 wenden.


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Karl-Heinz aus Bruckmühl, Sonntag, 19.Februar, 09:54 Uhr

5. Demo zur SiKo

ungefähr 3.000 bis 4.000 Demonstranten demonstrierten friedlich gegen die Sicherheitskonferenz und die NATO. Es war eine sehr friedliche Demo die auch von sehr intelligenten Menschen wie z.B. Eugen Drewermann als Redner unterstützt wurden. Wieso wird diese Demo in den öffentlichen Medien totgeschwiegen? Dürfen die Amerikaner nicht erfahren, wie die Stimmung in Deutschland ist? Dürfen die Amerikaner nicht erfahren, daß gegen die agressive Nato-Ost-Erweiterung sich Widerstand in Deutschland bildet?
Deutschland hat mit allen Nachbarstaaten zu einer friedlichen und respektvollen Koexistenz gefunden. Wir haben keine Feinde rings um uns herum. Gegen welchen Feind sollen wir aufrüsten? Auf welchen Feind wollen wir schießen?
Nur weil wir leider immer noch mit einer schießwütigen Nation wie den USA anscheinend verpflichtet sind, sollen wir für ein Feindbild herhalten, das es bei uns schon lange nicht mehr gibt.

  • Antwort von B.Dieter, Sonntag, 19.Februar, 16:24 Uhr

    @Karl Heinz
    Diese Diskussion um die 2% ist nur eine große Show für diejenigen, die es am Ende ja zahlen sollen. Dazu hat man sich systematisch den neuen Feind im Osten herbeigeredet und tut so, als sei man verlassen, wenn man den amerikanischen Forderungen nicht Folge leistet. Als ob die USA jemals freiwillig ihre Hegemonie über Europa aufgeben würden, wo sie doch dabei sind, neue Vasallen zu akquirieren (Georgien). Denjenigen, die immer lauter darüber klagen, dass die EU Lände
    "viel zuwenig" Geld in die Rüstung stecken, seien doch mal einfach verständliche Daten gezeigt:
    Ausgaben 2015 in Milliarden US-Dollar:
    USA: 600, China: 215, EU-Hauptgruppe (D/E/F/I): 170, Saudi-Arabien: 89, Russland: 66.
    Und welcher dieser Militärblöcke ist nun die grösste Gefahr für die Welt und der Anlass dafür, dass wir mehr Geld in Waffen stecken müssen? Richtig: Russland.
    Sind die obergenannten Zahlen am Ende Fake-News?
    M.f.G.

Wolfgang Schönfelder, Samstag, 18.Februar, 09:05 Uhr

4. Sicherheit für die Menschen in Deutschland, wie?

Hallo,
endlich wirklich Frieden wie 1990 begonnen mit Russland. Russland ist weder Gegner noch Feind, das Gegenteil wäre möglich. Eine solidrische EU MIT Russland, eine EU-Verteidigungsgemeinschaft ohne USA, Canada und dem Brexitland., aber mit Russland.

Eine Eu mit Russland wäre reich an fleissigen tüchtigen Menschen, genügend fruchbaren Ackerland und hätte alle Rohstoffe. Und groß genug um alle Technologie selbst zu erforschen, entwickeln und in genügend großen Stückszahlen wirtschaftlich zu produzieren.

So eine EU brachte sich um "Verteidigung am Hindukusch" oder andere Militärabenteuer nicht zu kümmern.

Russland ist Teil Europas, kulturell bis Cita, UlanUde und Wladiwostok...

EinBürger, Freitag, 17.Februar, 15:02 Uhr

3. Verwunderung

Man reibt sich die Augen bei den Aussagen:
Ein CSU-Minister - kein Grünen o. Linken-Minister- fordert mehr Entwicklungshilfe für Afrika anstatt für Militärausgaben.

Eine CDU-Ministerin gibt unumwunden zu dass der Natobeitrag von Deutschland zu gering ist.

Fehlt gerade noch dass Merkel in Peking einen Beitrittsgesuch von D in die Volksrepublik China stellt, da China unser neuer Partner im Kampf gegen Protektionismus ist, und Schulz sich in Dubai beraten lässt wie die Soziale Gerechtigkeit in D endlich erreicht wird.
Irgendwie verkehrte Welt. Die spinnen die ..... Römer oder .....

Michael D., Freitag, 17.Februar, 11:41 Uhr

2.

Hätten wir den Kieni noch, brauchte es keine solchen Absicherungen. Da ständen Tausende Fähnchen schwingend und jubelnd an den Straßen. Na, ja. Rucksäcke und Lkw sollten trotzdem verboten sein, wie generell Vermummte, denn wir haben leider jetzt zwei Spezies unter uns, die es eben vor 100 Jahren hier nicht gab...

B.Dieter, Freitag, 17.Februar, 10:02 Uhr

1. UNSICHERHEITS-KONFERENZ

Die Münchner Friedenskonferenz war die Wiege für den Syrienkrieg vor 6 Jahren. Perfektioniert wurde der Plan anschließend hinter geschlossenen Nato Türen. Die EU Politiker haben sich aber verkalkuliert und jetzt haben die Folgen der EU fast den Todesstoß gegeben. Aber die EU Politiker haben wieder volles Vertrauen in USA/CIA/Obama Pläne, trotz allen vorherigen Fehl- Kriege: Irak, Afghanistan, Somalien, usw. Man kann sagen dass die EU Nato Minister das ganze Flüchtlingschaos wissentlich verursacht haben um Europa zu spalten. Sie sollten sofort entlassen werden, und die Nato in eine EU Organisation verändert, um nur EU Belangen zu dienen, die USA gehören nicht rein, die haben ganz andere Interessen die durch ihre dominante US Position i/d Nato immer durchgesetzt und durch den neuen Präsidenten auch offensichtlicher werden.
M.f.G.

  • Antwort von Hans Holtz, Freitag, 17.Februar, 11:43 Uhr

    Was Sie alles wissen! Ich Naivling dachte bisher, der IS wolle ein weltweites Kalifat errichten und führe deswegen so verbittert Krieg. Man lernt eben nie aus...

  • Antwort von Holtz-Beantworter, Freitag, 17.Februar, 14:42 Uhr

    @Hans Holtz: Sie wären ein Naivling, wenn Sie nicht wüssten, dass die CIA den Aufbau des IS maßgeblich gefördert und unterstützt hat...In einer interessanten ZDF-Doku war zu erfahren, dass das brutale Regime des damaligen US-Zivil-Statthalters im Irak, Paul Bremer, viele über Nacht entlassene Militärangehörige, beraubt jeglicher beruflicher und sonstiger Perspektive, in die Arme des sich gerade entwickelten IS getrieben hat.
    Der IS scheint ein künstlich geschaffenes Feindbild im Rahmen der sog. "pax americana" der US-Amerikaner zu sein, der als Unruhestifter in den failed states gebraucht wurde und evtl.noch wird.
    Und irgendwann scheint die komplette Kontrolle den Amerikanern entglitten zu sein...
    Ein umfassendes Trockenlegen des IS scheinen die Amerikaner aber nicht wirklich zu wollen, denn sonst wären sie Saudi-Arabien als Hauptfinanzier des IS und ideolog.Rückzugsort gehörig reingegrätscht. Das Welt-Kalfat ist vor diesem Hintergrund nur eine leere Drohung, es geht nur um's Geld.