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CO-Alarm in Rosenheimer Shisha-Bars Eigentlich nur mit Atemschutz

Die Rosenheimer Polizei hat fünf Shishabars kontrolliert – mit erschreckendem Ergebnis. In zwei Bars wurden Kohlenmonoxidwerte (CO) von bis zu 170 ppm gemessen. Der Grenzwert liegt laut Polizei bei 30 ppm. Die Feuerwehr arbeitet ab 80 ppm nur noch mit Atemschutz.

Von: Dagmar Bohrer-Glas und Günther Rehm

Stand: 07.03.2017

Ein junger Mann raucht in einer Bar in Hamburg eine Shisha-Pfeife (Symbolbild). | Bild: picture-alliance/dpa/Patrick Lux

Anlass für die Kontrollen war ein Vorfall in einer Rosenheimer Shishabar Mitte Februar, bei dem ein Jugendlicher eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten hatte.

Die extrem hohen Werte bei ihren Kontrollen führt die Polizei auf das Fehlen einer Be- und Entlüftung zurück. Um weiteren Unfällen vorzubeugen, wird die Stadt Auflagen erlassen, die etwa die Installation von Lüftungsanlagen und die Anschaffung von CO-Warnmeldern vorsehen.

Mindestens 18 Jahre

Zudem wurden Verstöße gegen das Gesundheitsschutzgesetz in Sachen Nichtraucherschutz und gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt. "Das Rauchen von Wasserpfeifen und Shishas mit tabakhaltigen Substanzen in geschlossenen Gasträumen sowie die Nutzung von E-Shishas durch unter 18-Jährige ist generell nicht gestattet", betont die Polizei Rosenheim.

In zwei Bars gab es Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz. Das Hauptzollamt Rosenheim, das die Kontrollen begleitete, hat gegen einen Betreiber ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.

Shisha, CO und ppm

Tabak kommt in den Kopf einer Shisha-Pfeife.

Shishas, ausgesprochen "Schischa", kommen aus dem arabischen Raum. Der altmodische Begriff dafür ist Wasserpfeife, weil der Rauch durch ein mit Wasser gefülltes Gefäß gezogen wird.

Der – oft aromatisierte – Tabak wird auf den sogenannten Kopf gelegt und abgedeckt (meistens mit Alufolie mit kleinen Löchern). Auf die Abdeckung kommt die glühende Kohle. Entscheidend ist, dass der Tabak nicht anbrennt.

Beim Verbrennen der Kohle entsteht unter anderem Kohlenmonoxid. Die Konzentration in der Luft wird mit der Maßeinheit ppm (parts per million) angegeben. Kohlenmonoxid behindert den Sauerstofftransport im Blut, was zum Tod durch Ersticken führen kann. Das Tückische: Das Gas ist farb-, geruch- und geschmacklos und nicht reizend und wird kaum wahrgenommen. Als Alternative zur Kohle werden deshalb elektrisch beheizte Shishas angeboten.


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websaurier, Mittwoch, 08.März, 16:17 Uhr

1. Ein ppm verschluckt.....


Wenn ich meine Kneipennächte denke...
Gut, dass es keine entsprechenden Messgeräte gab.
Und schon gar keine hysterischen Kontrolleure.