4

Aktionstag "Zu Fuß zur Schule" Heute bleibt das Auto stehen

Am heutigen Aktionstag werden Kinder aufgefordert, sich mehr zu bewegen - zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Roller zur Schule zu kommen. Das Auto sollte also nicht benutzt werden. Denn das "Elterntaxi" kann negative Folgen haben.

Stand: 22.09.2016

Wer sein Kind mit dem Auto in die Schule oder in den Kindergarten fährt, der will es beschützen - oder ihm den Fußmarsch ersparen. Sinnvoll ist das oft nicht.

Das Kind verpasst was

Wer selbst zu Fuß zur Schule ging, kennt das: Man trifft Freunde, unterhält sich und redet auf dem Heimweg über den Schultag oder die Pläne für den Nachmittag. "Der Schulweg ist auch für die Pflege der sozialen Kontakte wichtig", sagt Isolde Kulzer-Seewald, als Schulrätin und bei Staatlichen Schulamt in München für die Verkehrssicherheit zuständig. Wer immer gebracht und abgeholt wird, verpasst diesen Teil des Schultags.

Sicherheit im Straßenverkehr muss ein Kind lernen

Ein sicherer Verkehrsteilnehmer, der weiß worauf er achten muss, wird man nicht von selbst - sondern durch Übung. "Wer sein Kind täglich zur Schule bringt, verzögert die Entwicklung", sagt Andreas Hölzel, Verkehrssicherheitsexperte beim ADAC. Natürlich gebe es Ausnahmen, wenn der Weg etwa sehr weit ist oder besonders gefährlich. Mit ein bisschen Übung können aber die viele Kinder den Weg zu Fuß oder mit dem Bus meistern. "Im zweiten Schuljahr müsste jedes Kind das schaffen", sagt Schulrätin Kulzer-Seewald.

Andere Kinder werden weniger gefährdet

Je mehr Eltern ihren Nachwuchs mit dem Auto in die Schule bringen, desto unübersichtlicher wird die Verkehrslage. "Kinder, die zu Fuß unterwegs sind, werden durch dieses Chaos gefährdet", sagt Isolde Kulzer-Seewald. In einer Studie der Bergischen Universität Wuppertal im Auftrag des ADAC stellten Forscher außerdem fest, dass Kinder deutlich häufiger auf dem Schulweg zu Schaden kamen, wenn sie mit dem Auto unterwegs waren, als wenn sie zu Fuß gingen.


4

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Gert, Donnerstag, 22.September, 11:09 Uhr

3.

Frau Kulzer-Seewald ist Schulrätin in München. Vielleicht sollte sie einfach mal sich eine Woche in ländlichen Gebieten Oberfrankens oder der Oberpfalz umsehen, dann würde sie vielleicht einsehen, dass es nicht immer möglich ist, auf den Schulweg mit Auto zu verzichten. Schulwege erstrecken sich zum Teil über 10 Kilometer (soll ein Kind das zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen?) und die Busverbindungen, naja... Gerade bei Unterrichtsausfällen warten die Kinder dann wirklich über eine Stunde auf den Bus.

Birgit, Donnerstag, 22.September, 10:02 Uhr

2. Zu Fuß zur Schule

Mein Sohn (12) hat heute um 12.15 Schule aus. Der nächste Bus fährt um 13.30. Ankunft zu Hause wäre dann 14.25. Sobald auch auf dem Land eine ordentliche Busverbindung angeboten wird spare ich mir gerne die Zeit die ich für das Abholen benötige.
Das gleich gilt auch für Morgen. Unterrichtsende 11.15. Nächster Bus 13.30. Ankunft zu Hause 14.25.

Fritz Rauschmayer, Donnerstag, 22.September, 09:00 Uhr

1. Zu Fuß zur Schule

Mein Sohn (13) hat heute 8 Unterrichtsstunden mit jeweils verschiedenen Fächern. Für jedes Fach braucht er ein dickes Buch, Hefte und Federmäppchen,
außerdem eine Brotzeit und ein Getränk. Der Schulatlas hatte in der Schultasche keinen Platz mehr. Die Schultasche ist für die Fahrt mit dem Fahrrad bereits viel zu schwer. Ein spezielles Lastenfahrrad haben wir nicht.