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Wiesn-Schausteller klagen Anfangs war sie mau - langsam steigt die Schau

Vergraulen die Einlasskontrollen die Besucher? Die Schausteller auf der Wiesn sind unzufrieden mit den ersten Tagen. Daran sei nicht das schlechte Wetter schuld, sondern das Sicherheitskonzept der Stadt mit Zaun und Einlasskontrolle.

Von: Matthias Morgenroth

Stand: 22.09.2016

Manche Ordner seien zu kleinlich, kontrollieren sogar Kindergruppen, andere ließen die Schausteller mit ihren Einkäufen nicht durch die allgemeinen Eingänge, sondern verweisen streng auf den Personaleingang.

Schlechte Stimmung wegen der Kontrollen

Für den Sprecher der Schausteller auf der Wiesn, Edmund Radlinger, ist der Stil der Kontrollen ein Ärgernis, die Feierlaune ist verdorben durch die Einlasskontrollen.

Am Dienstag war eine Gruppe sogar bei Münchens zweitem Bürgermeister Josef Schmid, dem Wiesnchef. Aus seinem Büro heißt es, man versuche ständig nachzubessern, wo einzelne Ordner vielleicht zu streng oder gar unfreundlich wären. Allerdings: Es gebe auch sehr viel positives Feedback zu den Kontrollen von den Besuchern, heißt es im Rathaus. Und, auch darauf wurden die Schausteller hingewiesen: ein größeres Problem wäre doch, wenn die Leute sich nicht sicher fühlen würden.

"Licht aus - Protest" entfällt - es bleibt hell am Karussell

Bei dem Wiesnwirten hört man übrigens nichts von Unzufriedenheit, und so liegt es nahe, dass der missglückte Start draußen bei den Fahrgeschäften und Schaustellern vor allem dem Regen am ersten Wiesnwoche geschuldet ist.

Das Gerücht, dass am Abend die Schausteller aus Protest kurzzeitig ihre Lichter ausgehen lassen, hat sich aber nicht bestätigt. Edmund Radlinger sagte dem Bayerischen Rundfunk:

Edmund Radlinger im BR-Interview

"Heute abend wird kein Protest stattfinden. Wir schauen, ob die zugesagten Änderungen greifen. Wenn Kinder mit ihren Rucksäcken durchgelassen werden, dann hilft uns das. Damit konnte ich meine Kollegen besänftigen."

Edmund Radlinger


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Kommentare

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PeterZä, Freitag, 23.September, 09:26 Uhr

7. Woran es wohl liegen mag?

Freie Hotelzimmer zur Wiesnzeit? Logisch, der Bierpreis ist schuld, hat zwar zuvor auch keinen gestört , aber irgendwann ist es mal soweit.
Kellner haben keine Arbeit? Logisch, der Bierpreis ist schuld, hat zwar zuvor auch keinen gestört , aber irgendwann ist es mal soweit.
Fahrgeschäfte haben keine Kunden? Logisch, der hohe Preis ist schuld, hat zwar zuvor auch keinen gestört , aber irgendwann ist es mal soweit.
Aber mal ernsthaft: Vielleicht hat das "dunkeldeutsche Pack" einfach keine Lust mehr den Sigifinger gezeigt zu bekommen und bleibt deshalb daheim?
Vielleicht haben mittlerweile die Bürger auch einfach Angst sich öffentlich zu Schweinefleisch, Alkohol und unverhüllten Frauen zu bekennen?

Kein Bavarian-Ballermann-Besucher, Donnerstag, 22.September, 22:58 Uhr

6. Angesichts der Einzäunung ("Zoo"-feeling) und dieser immensen Kontrollmaßnahmen

wird mich die Wiesn dieses Jahr erneut nicht sehen.
Diese sehr spezielle Art von "liberalitas Bavariae" ist nicht mehr meins, und will ich somit auch nicht stillschweigend unterstützen.
Es wird aber leider immer noch genügend Besucher geben, die keine Probleme mit diesem Sicherheits-und Kontrollwahn unserer Administrative haben werden, und die da total locker damit umgehen...

G k, Donnerstag, 22.September, 20:58 Uhr

5. Dammische Preise

Von wegen Wetter! Bei den Preisen vergeht dir alles. Eine Runde mit den Kindern und fast pleite ist man bei den Preisen! Da fahre ich lieber in einen Kinderpark. Von dem Eintritt haben die den ganzen Tag was. Und dazu sieht man auch noch weniger besoffene wildbisler

Doris, Donnerstag, 22.September, 20:14 Uhr

4. Ruhige Wiesn

Ich bin heute Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein über die Wiesn gebummelt. Es war vergleichsweise ruhig trotz des guten Wetters. An den Standln wurde wenig gekauft, in den Zelten waren überall freie Plätze zu haben. Die Sicherheitsleute am Eingang hätte man auch weglassen können, sehr genau schauen die nicht hin. Die Stimmung ist eine andere als sonst, weniger ausgelassen.

Wieland der Schmied, Donnerstag, 22.September, 20:09 Uhr

3. mau - Schau

Bahnhofsklatschen war letztesJahr( Merkelsches Jubeljahr). Dieses Jahr ist Terrorjahr mit noch glimpflichen Folgen. Es folgt wieder Jubel oder die Entscheidung - bitte wählen!