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Viele neue Maßnahmen Neuer Vertrag für die S-Bahn München

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft will die Bedingungen des neuen Verkehrsvertrages für die S-Bahn München bekannt geben. Die Neuvergabe soll in mehreren Schritten erfolgen.

Von: Anton Rauch

Stand: 06.07.2017

Ein stehender Zug der Münchner S-Bahn | Bild: picture-alliance/dpa/Sven Hoppe

Im sogenannten zweijährigen Übergangsvertrag ab 2018 soll es laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft (BEG) "Maßnahmen geben, wie den akuten Kapazitätsengpässen begegnet werden soll".

Mit rund 850.000 Fahrgästen in dem stetig wachsenden Großraum München ist die S-Bahn auf vielen Linien im Berufsverkehr allmorgendlich überfüllt. Verspätungen, Gedränge und schlechte Information bemängeln Pendler und Politiker. Stichwort: Kapazitätsgrenze. Hier galt es bei den Verhandlungen zum neuen S-Bahnvertrag für die BEG, die "den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert", Verbesserungen heraus zu holen.

Mehr Beinfreiheit

Weil nicht mehr Züge durch die Stammstrecke fahren können, sind kaum dichtere Takte möglich. Was geht, sind mehr Plätze durch längere Züge. Außerdem wird die S-Bahn die bekannten Fahrzeuge vom Typ ET 423 so umbauen, dass mehr Menschen darin stehen können. Wer sitzt, soll mehr Beinfreiheit bekommen. Auch bei der Information über Störungen will und muss die S-Bahn besser werden.

Ab Anfang 2018 folgt dem heutigen S-Bahn-Vertrag zunächst ein zweijähriger Übergangsvertrag, dem sich danach der erste Münchner S-Bahn-Vertrag mit einer Laufzeit von voraussichtlich zwölf Jahre anschließen wird.

Anfang der 2030er Jahre sollen die Verkehrsleistungen der S-Bahn München in einem zweiten Münchner S-Bahn-Vertrag vergeben werden.


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