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Arbeit auf Hochtouren Ruhpolding im Biathlon-Weltcup-Fieber

Am Abend wird der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding eröffnet. Die letzen Arbeiten sind fast erledigt: die kleinen Scheiben im Schießstand bekommen einen schwarzen Anstrich, Absperrgitter werden aufgebaut und Helfer bekommen letzte Tipps.

Von: Christine Haberlander und Matthias Lauer

Stand: 09.01.2018

Ruhpolding steht Kopf - der Biathlon-Weltcup steht an - die Vorbereitungen laufen | Bild: BR/Christine Haberlander

Was wäre der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding ohne seine vielen Ehrenamtlichen. Im Hauptberuf sind sie Vertriebsleiter, beim Landratsamt beschäftigt oder Rentner. Rund 1.400 Menschen arbeiten daran, dass die sportliche Großveranstaltung  auch heuer wieder ein voller Erfolg wird. Einige kommen von weit her und mieten sich auf eigene Kosten ein.

"Biathlon ist für mich eine Pflichtveranstaltung. Es sind prima Kollegen, mit denen wir hier zusammenarbeiten. Es ist einfach eine prima Truppe. Da kommt man gerne wieder."

Siegfried Glatz, ehrenamtlicher Helfer aus Thüringen

Stimmungsmacher beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding

Hermann Hipf ist verantwortlich dafür, dass die Fans aus nah und fern mit flotten Sprüchen, Musik und lnformation bei Laune gehalten werden. Er ist gerne mit dabei und als Ruhpoldinger stolz darauf, wie sich der Biathlonsport hier seit den Anfängen entwickelt hat:

"Früher hat´s das Stadion hinten noch nicht gegeben. Da ist sogar noch im Ort selber geschossen worden und da waren die Luftballons auf einem Seil der Reihe nach aufgehängt. Da hat´s das schon mal gegeben, dass jemand das Seil getroffen hat und dann sind die Luftballons umeinander geflogen."

Hermann Hipf, Leiter des Stadion-Unterhaltungsprogramms

Später habe sich das dann gewandelt, dann seien die Luftballons auf einer Scheibe postiert worden. Vor über vierzig Jahren sei das noch ganz normal gewesen in Ruhpolding.

Sticker und Glühwein für Biathlon-Fans in Ruhpolding

Auch im Dorf rüstet man sich für den Ansturm. Seit gestern trudeln nach und nach die ersten Fans ein. Sie machen erst einmal halt beim Fan-Shop. Dort gibt es alles, was man so braucht: vom Sticker, über den Schal bis zum roten Plüschhut mit Deutschlandfahne. Beim Schmausei im Ort ist der Hotspot für Glühwein und Jagatee, an dem sich jeder Fan mindestens einmal am Tag in Stimmung bringt. Freie Betten gibt es für das Event schon lange nicht mehr.

"Wir sind schon seit über einem Jahr ausgebucht, aber vielleicht, wenn noch jemand kurzfristig storniert, könnte es sein, dass es dann noch ein Zimmer gibt."

Bernadette Maier, Rezeptionistin im Ruhpoldinger Hof  

Der Biathlon-Weltcup soll zum 40-jährigen Jubiläum spitzenmäßig werden. Davon gehen alle aus, denn die Ruhpoldinger legen sich dafür auch heuer wieder so richtig ins Zeug.

"Wir freuen uns. Home auf Biathlon in Ruhpolding, das feiern wir richtig und wir sind echt happy, dass das dieses Jahr wieder so funktioniert."

Hermann Hipf, Leiter des Stadion-Unterhaltungsprogramms


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