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Insolvenz vorerst abgewendet Verschnaufen in der Reptilienauffangstation

50.000 Euro hat der Deutsche Tierschutzbund der Auffangstation für Reptilien München e.V. in Aussicht gestellt. Außerdem soll bei Großfirmen, Stiftungen und Privatleuten um Unterstützung geworben werden. Damit ist die Gefahr einer Insolvenz vorerst abgewendet.

Von: Birgit Grundner

Stand: 19.02.2016

Eine Bartagame sitzt in einem Terrarium in der Reptilienauffangstation in München; auf dem Glas steht "Futter in Einzelportionen im Kühlschrank. Vielen Dank!". | Bild: picture-alliance/dpa/Matthias Balk

Die finanzielle Lage der Auffangstation für Reptilien München e.V. ist äußerst angespannt.

"Wenn jeder Einwohner Münchens nur zehn Cent spenden würde, wäre unser Problem auf einen Schlag gelöst!"

Markus Baur, Leiter der Reptilienauffangstation München

In der Auffangstation in der Kaulbachstraße ist es zu eng geworden

Die Station war in Finanznot geraten, weil der Freistaat im Nachtragshaushalt 2016 noch kein Geld für den geplanten Neubau in Neufahrn bei Freising vorgesehen hat. Damit hatte der Verein nach den vorherigen Gesprächen nicht gerechnet. Er will auf dem gleichen Grundstück wie der Tierschutzverein Freising bauen. Es ist vereinbart, die Erschließungskosten zu teilen. Die ersten Zahlungen werden bald fällig.

Geld für die Zufahrt schon da

Zumindest die spätere gemeinsame Grundstückszufahrt kann die Auffangstation inzwischen mitfinanzieren - die Verlegung der Strom- und Wasserleitungen wird aufgeschoben. Und im nächsten Haushaltsplan des Freistaats, so die Hoffnung, wird das Neubauprojekt dann doch mit berücksichtigt. Die Station nimmt im Jahr gut 1.200 Reptilien, Spinnen, Schlangen und exotische Tiere auf, die in Südbayern ausgesetzt, abgegeben oder von Behörden beschlagnahmt werden.


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