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Angst vor Pferdeseuche Über zehn Reitställe in Oberbayern gesperrt

Tierärzte in Oberbayern schlagen Alarm: Die seltene und ansteckende "Equine Infektiöse Anämie“ (EIA) ist bei drei Pferden in Bad Feilnbach (Lkr. Rosenheim) diagnostiziert worden. Die Tiere mussten eingeschläfert werden.

Stand: 05.08.2015

Pferde im Nebel | Bild: pa/dpa

Inzwischen wurde festgestellt, dass eines der erkrankten Pferde im vergangenen Jahr bei einem Reitturnier im Landkreis Ebersberg teilgenommen hat und dort mit anderen Pferden in Kontakt gekommen ist.

Erste Testergebnisse negativ

Da sich die Krankheit auf andere Tiere übertragen haben könnte, wurden von den Veterinärämtern Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Pferde, die sich möglicherweise angesteckt haben, werden untersucht, und deren Reitställe werden bis auf weiteres gesperrt. Das heißt von dort aus dürfen keine Pferde mehr an Turnieren, Ausritten und Veranstaltungen teilnehmen, bis es eine endgültige Entwarnung gibt. Im Umfeld der erkrankten Tiere in Bad Feilnbach konnte das Landratsamt Rosenheim inzwischen teilweise Entwarnung geben. Bisher waren alle Testergebnisse der Kontakttiere negativ. Die Untersuchungen gehen allerdings weiter, in drei Monaten müssen die Tiere erneut untersucht werden.

Gefahr in mehreren Landkreisen in Oberbayern

Bisher sind im Landkreis Ebersberg schon über zehn Reitställe gesperrt, im Landkreis München ein Stall. Zu den gefährdeten Gebieten gehört auch der Landkreis Miesbach.

Erster Fall auch in der Oberpfalz

Auf einem Reiterhof in Reisach im Landkreis Schwandorf sind am Morgen zwei mit der Pferdeseuche Equine Infektiöse Anämie (EIA) infizierte Tiere eingeschläfert worden. Die zehn anderen Pferde auf dem Reiterhof hätten bei einer Untersuchung keinen Befund gezeigt. Das hat ein Sprecher des Landratsamtes in Schwandorf bestätigt. Der Hof und die Umgebung von einem Kilometer sind jetzt für den Zeitraum von drei Monaten gesperrt. Dadurch ist jetzt auch ein weiterer Reiterhof in der Region von der Quarantäne betroffen. Zwei der im Landkreis Rosenheim erkrankten Tiere stammen nach Angaben der Hofbesitzer aus dem Stall in Reisach. Deswegen war der Bestand in der Oberpfalz jetzt von Amtstierärzten untersucht worden. Die Amtstierärzte in Schwandorf gehen derzeit nicht davon aus, dass weitere EIA-Infektionen im Landkreis auftreten, wie der Sprecher weiter sagte.

Anzeichen für eine Erkrankung

Die Symptome der Pferdeseuche EIA sind unter anderem Fieber, Schwäche und Schwellungen der Gliedmaßen. Die Krankheit verläuft häufig tödlich, ist aber nur für Einhufer gefährlich. Andere Tiere und Menschen können sich nicht anstecken.

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