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Pasinger Bombenalarm Polizei findet keinen Sprengstoff

Fehlalarm am Bahnhof München-Pasing: Ein Polizist entdeckte dort ein eigenartig präpariertes Telefon. Der Bahnhof und angrenzende Häuser wurden daraufhin geräumt. Eine Bombe hat die Polizei aber nicht gefunden, dafür eine versteckte Kamera.

Stand: 04.01.2016

In Gang gekommen war der Alarm kurz vor Mitternacht, als einem Streifenbeamten der Bundespolizei ein Münztelefon verdächtig vorkam. Das Gerät war offensichtlich manipuliert worden. Daraufhin wurden Sprengstoffexperten der Bundespolizei und der Münchner Polizei alarmiert.

Sprengstoffhund schlug an

Die Polizei rückte mit einem Sprengstoffsuchhund an, der beim Beschnüffeln des Telefons sogar anschlug. Allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass einige Chemikalien und Plastikteile mit besonderer Zusammensetzung bei Sprengstoffsuchhunden zu ähnlichen Reaktionen führen wie eine echte Bombe. Aus Sicherheitsgründen wurde daraufhin die gesamte Bahnhofshalle gesperrt - anschließend auch ein Teil des Bahnhofsvorplatzes. In zwei gegenüberliegenden Gebäuden mussten dreizehn Bewohner mitten in der Nacht ihre Wohnungen verlassen und wurden vorübergehend von der Polizei in einem Bus einquartiert. Der Zugverkehr lief weiter; allerdings passierten die Züge den Bahnhof ohne Halt.

Sprengstoffexperten geben Entwarnung

Anschließend machten sich die Sprengstoffexperten an die Arbeit. Mit einer Miniladung sprengten sie den Öffnungsmechanismus des Telefons in die Luft. Danach stellte sich heraus, dass in dem Gerät keine Bombe angebracht worden war. Etwa fünf Stunden nach Beginn des Alarms konnte daraufhin die Sperre des Bahnhofsgebäudes und des Vorplatzes wieder aufgehoben werden. Die Manipulation des Gerätes entpuppte sich als hinter der Abdeckung montierte Kamera. Die Münchner Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.


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