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Polizei und Stadt stellen endgültiges Konzept vor Mehr Sicherheit auf der Wiesn 2017

Die angedachten Verschärfungen des Sicherheitskonzepts für die Münchner Wiesn sind nun amtlich. Denn Anschläge wie in Berlin oder Nizza sollen sich in München auf keinen Fall wiederholen - vor allem durch eine Verschiebung der Öffnungszeiten.

Von: Henning Pfeifer und Christoph Dicke

Stand: 13.09.2017

Oktoberfest | Bild: BR

Polizei und Münchner Kreisverwaltungsreferat haben ihr Sicherheitskonzept für das Münchner Oktoberfest weiterentwickelt: So wird erstmals eine Lautsprecheranlage auf der gesamten Theresienwiese die Besucher im Bedarfsfall informieren. Die Lautsprecher lassen sich auch lokal schalten, etwa in einzelnen Festzelten.

Einlass erst nach Ende des Lieferverkehrs um 9 Uhr früh

Wie Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle ausführte, wurde der Lieferverkehr nun definfitiv neu geregelt. Bisher durfte dieser bis 10 Uhr auf die Wiesn, Einlass für die Besucher war aber schon ab 8 Uhr. Nun müssen sich die Gäste eine Stunde länger gedulden: Erst um 9 Uhr wird das Oktoberfest heuer öffnen. Da müssen die Lieferanten definitiv wieder weg sein.

Zugangskontrolle für gesamtes Lieferpersonal

Zudem müssen nicht nur die Fahrer spezielle Berechtigungen mit sich führen, sondern neuerdings alle Fahrzeuginsassen. Diese Berechtigungen müssen zuvor gegen Ausweisvorlage beantragt werden. Dann gibt's einen Sicherheitscheck. Damit sich niemand unerkannt auf die Wiesn schmuggeln kann.

Kinderwagen müssen an vier Tagen draußen bleiben

An Samstagen und am Tag der Einheit sind Kinderwagen aufgrund des erwarteten hohen Andrangs auf der Wiesn nicht gestattet. Taschen und Rucksäcke mit mehr als drei Liter Inhalt dürfen nach wie vor nicht auf das Festgelände mitgenommen werden. Nach der Erfahrung des vergangenen Jahres ist aber die Anzahl der Aufbewahrungsstellen verdoppelt worden.

Polizei setzt auf mehr Videokameras

Die Polizei hat ihr Sicherheitskonzept ebenfalls modifiziert. Laut Polizeivizepräsident Werner Feiler sind jetzt 37 Videokameras auf dem Festgelände im Einsatz, acht mehr als im Vorjahr. Zudem sei die technische Qualität der Kameras verbessert worden. Neu sind auch sogenannte Bodycams, also Kameras, die Polizisten am Körper tragen, um kritische Situationen zu dokumentieren. Vier Einsatzgruppen seien mit solchen Kameras ausgestattet.

Taschenkontrollen und zusätzliche Einsatzkräfte

Wie in den vergangenen Jahren müssen sich Besucher auf Taschenkontrollen auch in der Umgebung des Oktoberfestes einstellen. Insgesamt befinden sich 600 Polizistinnen und Polizisten im Wiesn-Einsatz. Die An- und Abreise der Besucher im Bereich der Bahnhöfe überwacht die Bundespolizei. Dazu setzt sie 180 zusätzliche Kräfte ein. Auch sie tragen zum Teil Bodycams. Der flexible Sicherheitszaun aus Maschendraht rund um die Theresienwiese bleibt bestehen.


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Berndt, Samstag, 16.September, 06:53 Uhr

5. Einlass um 9 Uhr

...halte ich für eine ganz schlechte Idee, vor allem am 1. Samstag!!! Da stehen dann 500 Leute am Hinter- und Vordereingang gedrängt , anstatt, daß sich das Betreten des Geländes schön verteilt bis die Zelte öffnen und somit auch die Kontrollen ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Wenn um 9 dann die Massen reinwollen gibt das Chaos! Nicht gut!!!!!

Renate E., Donnerstag, 14.September, 12:49 Uhr

4.

...und wenn die Zahlen trotzdem rückläufig sind, wird halt das Wetter als Grund angegeben...

Josef, Donnerstag, 14.September, 06:58 Uhr

3. Videoüberwachung

sollte auch beim Bierausschank installiert werden um bei Verstoß gegen schlechten Ausschank als Beweis herangezogen werden.

Freezer, Mittwoch, 13.September, 21:14 Uhr

2. Veränderte Zeiten, angepasste Massnahmen

Aber das geht für in der Zeit stehen gebliebene Mitbürger oft nicht ins Spatzenhirn.

Gut so, Polizei!

  • Antwort von Erich, Mittwoch, 13.September, 21:50 Uhr

    Hieß es nicht....Deutschland bleibt Deutschland? Dann hieß es, es kämen lauter Goldstücke! Jetzt muß alles doppelt und dreifach gesichert werden. Die Veränderung wurde durch Merkels Politik verursacht. Wünschenswert? Für mich nicht! Für die Toten und Verletzten dürfte das ähnlich sein. Sprechen Sie auch für die?

  • Antwort von Truderinger, Mittwoch, 13.September, 22:14 Uhr

    Erich, ich bin tief berührt! Wenn du jetzt noch ähnlich mit den Opfern rechten Terrors (OEZ) mitfühlen würdest, würde ich es gar nicht mal mehr für ideologische Heuchelei halten!

  • Antwort von Freezer, Mittwoch, 13.September, 23:00 Uhr

    Ja ja, die gute alte Zeit.

    Veränderungen gibt und gab es immer. Und manche Menschen hätten gerne Stillstand. Den gibt es unvermeidbar nie. Die Leute müssen flexibler werden. Das nennt man auch Evolution.
    Tote und Verletzte sind scheinheilige Argumente, denn mal ehrlich, wie sehr hat sich unsere westliche Welt für die vielen Toten und Verletzten nach dem starken Monsun kürzlich in Indien, Pakistan und Bagladesh interessiert? Der Fokus lag auf Florida und dort war noch kein Menschenleben gefährdet.
    Also verstecken wir uns gerne hinter Argumenten, die nur uns persönlich betreffen? Das wäre genauso purer Egoismus und weshalb sollten wir hier dann bemitleidet werden?

    Weil uns auch mal ein paar Irre mit Terroranschlägen getroffen haben? - Das bringt mich nicht aus der Fassung, denn die Ursachen liegen im persönlich pathogenen Bereich.

  • Antwort von Michael D., Donnerstag, 14.September, 12:58 Uhr

    Dass es Opfer linken Terror gab und gibt, wird Ihrerseits gern vergessen, Truderinger. Außerdem müssten zusätzlich die Opfer salafistischen Terrors aufgelistet werden, denn die werden von solchen Bloggern, wie Ihnen, ebenfalls ignoriert. Es geht aber hier beim Thema um Sicherheit an sich. Und da wäre ich als Besucher nicht traurig darüber, mal die Tasche hinzuzeigen, denn in diesen Zeiten ist eine verstärkte Polizeipräsenz generell begrüßenswert.

Erich, Mittwoch, 13.September, 17:50 Uhr

1. Ja ja, Deutschland bleibt Deutschland!

Demnächst auch Scharfschützen auf Dächern, zum Schutz von Kindergartenfesten.

  • Antwort von Wolf, Mittwoch, 13.September, 18:11 Uhr

    Das Wiesenattentat damals war von Rechtsradikalen...die meisten NSU-Opfer waren in Bayern...insofern bleibt Deutschland tatsächlich deutsch......

  • Antwort von Truderinger, Mittwoch, 13.September, 21:30 Uhr

    Wolf, das OEZ nicht zu vergessen!

  • Antwort von Mani, Mittwoch, 13.September, 22:05 Uhr

    Der Täter David S. wurde am 20. April 1998 in München geboren; seine Eltern waren Ende der 1990er Jahre als Asylbewerber aus dem Iran nach Deutschland gekommen.Er besaß die deutsche und die iranische Staatsbürgerschaft...

    Da gibt es hier im Forum jemanden mit krankhaftem N*A*Z*I - Syndrom...

  • Antwort von Truderinger, Mittwoch, 13.September, 22:47 Uhr

    Mhm, ja ne, Mani, ist klar! Er äußerte Sympathien für den IS und sein Waffenhändler war ein syrischer Flüchtling! Ich bin immer wieder begeistert, mit welch Inbrunst manche Leute an diesem himmelschreienden Schwachsinn festhalten! Wer, wenn nicht ein brettharter N A Z I kann so verbohrt sein?

  • Antwort von PeterZä, Donnerstag, 14.September, 05:54 Uhr

    Ach, Truderinger wieder...
    Ja, wenn man etwas nur langegenug wiederholt , werden genug Leute es für wahr halten.

    Sie haben vergessen zu erwähnen dass er AfD Sympathisant war!

    Scheint im Iran sowieso ne sehr grosse Neonaziszene zu geben, die scheinen sogar Israel nicht zu mögen.