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Trauer um Elisabeth Obalski-Hüfner "Betthupferl"-Autorin mit 88 Jahren gestorben

Generationen von Kindern in Bayern schliefen bei ihren Geschichten ein. Und das war in ihrem Fall ein Kompliment. Jetzt ist die Mundartdichterin Elisabeth Obalski-Hüfner im Alter von 88 Jahren in Ebenhausen bei München gestorben. Für den BR verfasste sie über 100 "Betthupferl"-Folgen.

Von: Gerhard Brack

Stand: 13.05.2017

Elisabeth Obalski-Hüfner | Bild: Claus Obalski

Obalski-Hüfner war seit Ende der 50er-Jahre als Schriftstellerin tätig und machte sich als Mundartautorin einen Namen. Ihr Gedichtband "Zuagh duads" verkaufte sich über 10.000-mal.

In ihrem autobiografisch geprägten Roman "Kalte Jahre" rechnete sie 1982 schonungslos mit der Nachkriegszeit ab. Dafür wurde sie 1995 von Bundespräsident Roman Herzog mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, der sie damit zugleich auch für ihr soziales Engagement und zahllose unentgeltliche Lesungen in Seniorenheimen oder Krebskliniken ehrte.

"Bayerischste der Mundartdichterinnen"

Kurt Wilhelm, unter anderem Autor der Bühnenadaption von "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben", lud sie wiederholte Male zu seinen Turmschreibern nach München ein. Für den Mundartdichter Franz Ringseis stellte sie "die bayerischste der Mundartdichterinnen" dar, "wenn man darunter das 'Bayerische Herz' versteht, das Wärme ausstrahlt und Humor aufscheinen lässt, in dem aber auch der Wunsch zum Bessermachen spürbar ist".

Bis zu ihrem 85. Geburtstag begeisterte sie mit Lesungen aus ihren Büchern das Publikum weit über die Grenzen ihrer Heimatgemeinde hinaus. Bis zuletzt geistig frisch, starb sie nach Angaben ihrer Familie am Freitag überraschend nach längerer Krankheit.


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Renate E., Samstag, 13.Mai, 16:10 Uhr

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