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Auszeichnung für "Atelier" im Bayerischen Hof Münchner Restaurant bekommt drei Michelin-Sterne

Mit dem "Atelier" im Hotel "Bayerischer Hof" hat München nun endlich ein Restaurant mit drei "Michelin"-Sternen bekommen. Küchenchef Jan Hartwig (35) ist im "Guide Michelin" 2018 mit der höchsten Anzahl Sternen ausgezeichnet worden.

Stand: 15.11.2017

ARCHIV - Der Küchenchef des Münchner Restaurants «Atelier», Jan Hartwig, aufgenommen am 12.11.2015 in Berlin während der Verleihung der Michelin-Sterne für Deutschland. Mit dem «Atelier» im Hotel «Bayerischer Hof» in München hat der Freistaat ein neues Restaurant mit drei «Michelin»-Sternen. Küchenchef Jan Hartwig (35) wird im «Guide Michelin» 2018 mit der höchsten Anzahl Sternen ausgezeichnet. (zu dpa «Bayern bekommt zweites Drei-Sterne-Restaurant» vom 14.11.2017) Foto: Soeren Stache/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Soeren Stache

Der erst 35 Jahre alte Jan Hartwig steigt damit in den Koch-Olymp auf, und in Bayern gibt es nun zwei Drei-Sterne-Häuser. Die Sterne wurden gestern in Potsdam vergeben.

"Ganz eigene Handschrift"

"Die Küche von Jan Hartwig hat in nur wenigen Jahren eine ganz eigene Handschrift entwickelt", lobte der internationale Direktor des "Guide Michelin", Michael Eilis, anlässlich der Vorstellung der neuen Ausgabe des Hotel- und Restaurantführers am Dienstag in Potsdam.

Deutschlandweit nur 11 Drei-Sterne-Restaurants

Das "Atelier" ist das einzige in Deutschland, das neu in die Liga der Drei-Sterne-Häuser aufgenommen wurde. Zusammen mit dem "Restaurant Überfahrt Christian Jürgens" in Rottach-Egern (Landkreis Miesbach) unter Leitung von Christian Jürgens hat Bayern nun zwei Drei-Sterne-Restaurants - beide in Oberbayern. Jürgens konnte seinen Titel verteidigen. In Deutschland gibt es nur elf Häuser in dieser Kategorie.

"Tiefgang und Charakter"

Der Direktor des "Guide Michelin" Deutschland/Schweiz, Ralf Flinkenflügel, bezeichnete den neuen Drei-Sterne-Koch Hartwig als "Shooting-Star" der Szene. Er habe erst vor zwei Jahren den zweiten Stern bekommen. "Er ist nun an einem Punkt angekommen, dass er nicht nur in Deutschland, sondern auch in der internationalen Küche zur absoluten Spitze gehört", sagte Flinkenflügel: "Eine Küche mit Tiefgang und Charakter."

Änderungen bei Ein-Sterne-Restaurants

Insgesamt ist die Zahl der bayerischen Sterne-Restaurants im Vergleich zum Vorjahr mit 48 Adressen stabil geblieben. Dennoch gab es Änderungen: Neu in die Ein-Sterne-Liste aufgenommen wurden die Restaurants "Leo's by Stephan Brandl" in Bad Kötzing (Landkreis Cham), "Schwarzreiter" in München und "Schuhbecks Fine Dining" in München. Der vor allem als TV-Koch bekannte Alfons Schuhbeck verlor aber den Stern für "Schuhbecks in den Südtiroler Stuben".

Drei weiteren Restaurants in Bayern wurde ihr Stern ebenfalls aberkannt: "Helbigs Gasthaus" in Johannesberg (Landkreis Aschaffenburg), "Maiwerts" in Rottach-Egern und "Schwingshackl ESSKULTUR" in Tegernsee (beide Landkreis Miesbach). Andere Häuser, etwa in Schwaben, konnten ihre Sterne oft behalten. Auch die Oberpfalz ist stolz auf ihre Sterne-Restaurants, etwa in Auerbach oder in Illschwang.

"Bibel der Feinschmecker"

In den Handel kommt der Hotel- und Restaurantführer am 17. November. Der "Guide Michelin" erscheint in Deutschland seit 1964. Er gilt als "Bibel der Feinschmecker". Es gibt weitere Führer, wie etwa den "Gault&Millau". Er bewertet nach Punkten von 0 bis 20 (nach dem französischen Schulnotensystem) und verleiht Kochmützen an die Spitzengastronomie.


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Kommentare

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Fabian B. Schwarzfischer, Mittwoch, 15.November, 08:38 Uhr

1. Präzision in den Artikeln

Es wäre wünschenswert, wenn beim Verfassen derartiger Artikel mit mehr Präzision gearbeitet werden würde - insbesondere im Hinblick auf die Oberpfalz fällt mir des Öfteren die mangelhafte Genauigkeit des BR auf. In diesem Artikel wird beispielsweise beim Restaurant "Leo's by Stephan Brandl" von Kötzing statt Bad Kötzting geschrieben.

  • Antwort von Hrdlicka, Mittwoch, 15.November, 09:37 Uhr

    @Fabian B. Schwarzfischer: da gebe ich Ihnen zu 100 % Recht und ergänze: dies ist leider nicht nur hier festzustellen, sondern auch in so Sendungen wie z.B. der "Rundschau", da kann man gelegentlich meinen , Praktikanten und Praktikantinnen werden an Ihrem ersten Tag vor die Kamera und in die Regie gelassen. Besonders häufige Fehler dort: Texteinblendungen mit völlig falschen Namen...also zu einer gänzlich anderen Person als die, die gerade spricht.
    Klar kann das "mal" passieren, aber nicht ständig.