9

Droge aus Afrika Münchner Flughafenzoll entdeckt 45 Kilo Khat

Zöllner am Flughafen München haben bei einer Gepäckkontrolle 45 Kilogramm der Droge Khat in einem Koffer gefunden. Die Frau versuchte die Beamten anzugreifen, und das Rauschgift zu behalten. Darauf wurde sie festgenommen.

Von: Anton Rauch

Stand: 08.12.2017

Koffer mit Khat | Bild: Zoll

Die 32-jährige Frau, der das Gepäck gehöre, habe während der Kontrolle versucht, die Beamten anzugreifen, teilt das Hauptzollamt München mit. Sie wurde festgenommen und einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Khatlieferung Nairobi - München

Die Ukrainerin war von Kenias Hauptstadt Nairobi nach München unterwegs. Das Zollfahndungsamt München hat die Ermittlungen übernommen. Der Khatstrauch ist ein Spindelgewächs, dessen Blätter beim Kauen die Stoffe Cathinon und Cathin freisetzen. Die Substanzen sind eng mit Amphetamin verwandt.

Bis vor wenigen Jahren war Khat in Großbritannien und den Niederlanden nicht verboten. Die Kaudroge ist deutlich billiger als Marihuana.

Khat - beliebte Kaudroge in Afrika - verboten in Deutschland

Hier ein Koffer mit Khat, das am Flughafen Zürich sichergestellt wurde.

Konsumiert wird Khat, indem die jungen Blätter über mehrere Stunden gekaut werden, wobei immer wieder neue Blätter hinzugefügt werden. 
Der Saft wird geschluckt, die Rückstände ausgespuckt. Es werden nur die frischen Blätter konsumiert, weil Cathinon in alten oder trockenen Pflanzenteilen rasch zerfällt. Die Einfuhr, der Besitz und der Handel von Khat sind in Deutschland verboten, denn es kann psychisch abhängig machen und Gesundheitsschäden verursachen.

(Quelle: Flughafenzoll München)


9

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

QuoVadis, Freitag, 08.Dezember, 08:37 Uhr

1. Bitte adaptieren!

Es wird schön langsam Zeit, dass sich Deutschland umstellt. Wir können uns auf Dauer den Gepflogenheiten und Sitten alnderer Kulturen nicht verwehren. Schließlich sind wir ein weltoffenes Land. Nur so gehen wir einer rosigen Zukunft entgegen, in der unsere Kinder eine Zukunft haben und sich auf ein besseres Leben freuen dürfen.

  • Antwort von Leonia, Freitag, 08.Dezember, 09:34 Uhr

    Vom Ergebnis her ist es ziemlich egal, ob sich einer täglich Alk hinter die Binde gießt oder Khat kaut, das eine wie das andere ist nicht gut für die Gesundheit und gefährdet andere, wenn einer berauscht Auto fährt o.ä.
    Angesichts des Alkoholkonsums und dessen Folgen an Körperverletzungen (und mit Todesfolge) braucht sich hier keiner überheblich und scheinbar ironisch über andere Kulturen zu erheben. Unsere Leitkultur basiert (vor allem hier in Bayern) zu einem nicht unerheblichen Teil auf Drogenkonsum in Form von Alkohol, vulgo Bier.

  • Antwort von Wolfgang, Freitag, 08.Dezember, 09:57 Uhr

    @ Leonia

    Ja, auch Alkohol und Tabak machen blöd, klein und hässlich, das ist aber kein Grund weitere Drogen(Un)kulturen hier gesellschaftlich einzuführen. Die jetztigen Probleme mit Drogen belasten schon die Gesellschaft.

  • Antwort von IH, Freitag, 08.Dezember, 12:17 Uhr

    Wolfgang, volle Zustimmung! Genauso das ewige Gejammer, dass man doch Cannabis für alle legalisieren soll, mit dem Argument, Alkohol und Tabak sinds ja auch - man muss die Palette, mit der Menschen sich zudröhnen, nicht unbedingt erweitern.

    Selbstverständlich soll Cannabis, denjenigen, denen es eine Verbesserung ihrer Lebensqualität bringt (Chemo-Patienten, Schmerzpatienten), nach sorgfältiger ärztlicher Prüfung, preiswert oder gerne auch auf Kosten der KK zur Verfügung stehen, meinetwegen - streng kontrolliert - auch im Eigenanbau (die Versuchung, das Zeug zu verticken und so einen einfachen Nebenverdienst zu haben, ist m.E. für viele Leute dann zu groß - da muss kontrolliert werden.)

    Aber alle anderen, gesunden Leute sollen sich ihre "Hoch-Zeiten" bitte selbst erarbeiten (stabile Lebensverhältnisse, Erfolg im Beruf), die halten dann auch deutlich länger als wie man auf so nem Khat-Ding rumkaut oder an einem Joint nuckelt.

  • Antwort von Uwe, Freitag, 08.Dezember, 12:44 Uhr

    Selten so einen Schmarrn gelesen, Quo vadis! Keinerlei Aussage, hat nichts mit dem Thema zu tun. Einfach nur polemischer Schmarrn zu einem Thema, von dem Sie offensichtlich überhaupt keine Ahnung haben.
    Natürlich haben wir schon eine "Kulturdroge" - Alkohol. So ziemlich das Giftigste, was es so gibt. Macht süchtig und Leber, Kreislauf und Hirn kaputt. Kostet uns jedes Jahr Milliarden. Würde im Prinzip gar nicht schaden, mal auf etwas harmloseres umzusteigen - auch wenn es nicht aus "unserer" ach so grandiosen Kultur stammt. Aber Khat ist nicht mit Alk zu vergleichen. Am ähnlichsten kommt das Zeug an Retalin, das wir bedenkenlos unseren Kindern verabreichen. Nur dass Khat harmloser und biologisch ist.

  • Antwort von IH, Freitag, 08.Dezember, 14:23 Uhr

    Uwe, wir brauchen auf keinen anderen Schmarrn umsteigen - wir könnten den Schmarrn mit dem sinnfreien Zudröhnen einfach lassen. Dann könnte die Mehrheit, die sich zu maßregeln weiß, in Ruhe ihren Schoppen trinken, ohne sich Gefasel von Moralaposteln wie Ihnen anhören zu müssen.

    Und im Vergleich zum Rest ist unsere Kultur in weiten Teilen grandios, auch wir im Moment scheinbar alles tun, um sie in die Tonne zu reden. Wenn ich überlege, was für grandiose Persönlichkeiten, brilliante Künstler und geniale Wissenschaftler die westliche Welt hervorgebracht hat, könnte ich vor Wut platzen, wenn Leute, grade Deutsche, die wie die Made im Speck leben, null Wertschätzung dafür haben. Aber ja - Meinungsfreiheit ist ebenso Teil dieser Kultur. Wie sich manche Leute ihre Meinungen bilden, muss man deswegen trotzdem noch lange nicht verstehen.