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Nach Vergabe-Entscheidung Münchner S-Bahn verspricht Millionen-Investitionen

Seit Mitte dieser Woche ist bekannt: Die Deutsche Bahn kann auch nach 2018 die Münchner S-Bahn weiterbetreiben. Jetzt hat das Unternehmen Millionen-Investitionen angekündigt.

Von: Anton Rauch

Stand: 06.02.2016

Eine S-Bahn fährt in München in die Haltestelle Karlsplatz (Stachus) ein | Bild: picture-alliance/dpa/Sven Hoppe

Auch für einen S-Bahn-Vertrag ab 2020 habe das Unternehmen die besten Karten, hatte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch bekanntgegeben. Ein Vertrauensbeweis sei das für die Münchner S-Bahn, außerdem Planungssicherheit für die Bahn, sagte nun der Münchner S-Bahn-Chef Bernhard Weisser. Deshalb werde die Bahn bis 2020 einen dreistelligen Millionenbetrag in die Münchner S-Bahn investieren.

Optimierte Zug-Infos

Die bisherigen S-Bahn-Züge, die um das Jahr 2000 in Betrieb gingen, würden modernisiert: Sie sollen bessere Beleuchtung und neue Sitze erhalten. Die Information werde mit GPS für alle Züge so verbessert, dass künftig Echtzeitinfos über die tatsächliche Abfahrtszeit aus dem System für Lokführer und Fahrdienstleiter auch aufs private Handy kommt. Vor allem bei Störungen soll das besseren Service bringen.

Zusätzliche Züge am Freitagnachmittag möglich

Zusätzliche Züge am Freitagnachmittag sind laut Bahn kein Problem, der Freistaat müsse sie nur bestellen. Auch mehr Langzüge wolle die Bahn bieten. Momentan prüfe sie, ob man das Vorgängermodell ET 420 nachrüsten kann, um es auf der Stammstrecke fahren zu lassen. Dieses Nadelöhr bleibe das Problem - daher kann der S-Bahnchef nach wie vor keine störungsfreie S-Bahn versprechen. Er hofft auf die zweite Stammstrecke in der Zukunft.

  • Anton Rauch | Bild: BR, Theresa Hoegner Anton Rauch

    Reporter und Autor für den Hörfunk und Online, überwiegend für die Redaktionen Oberbayern, Bayern sowie Politik und Hintergrund und BR24


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