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Brand in Münchner Asylbewerberunterkunft Zigarette oder Heizungsdefekt als Ursache im Verdacht

In einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber im Münchner Euro-Industriepark sind am Mittwoch 32 Wohncontainer völlig ausgebrannt. Nun wird nach der Ursache geforscht. Eine mutwillige Brandstiftung scheint laut Polizei ausgeschlossen. Von Oliver Bendixen und Julia Binder.

Von: Oliver Bendixen und Julia Binder

Stand: 28.01.2016

Flammen schlagen am 27. Januar 2016 aus einem Wohncontainer für Asylbewerber im Ankunftszentrum im Münchner Norden. | Bild: Kai Lorentz

Bisher ist es der Kriminalpolizei noch nicht gelungen, die Ursache des Brandes zu klären, der gestern am frühen Abend in einer Asylbewerberunterkunft im Münchner Euroindustriepark einen Schaden von rund 300.000 Euro angerichtet hatte. Dabei waren Wohn- und Sanitärcontainer der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Brand geraten. Die 61 dort untergebrachten Menschen konnten unverletzt ins Freie fliehen. Ein Sicherheitsmitarbeiter erlitt eine leichte Rauchvergiftung.

Ermittlungen laufen jetzt an

Nach bisherigen Ermittlungsstand war der Brand zuerst in einem der Wohncontainer ausgebrochen. Ungeklärt - so ein Polizeisprecher - sei allerdings, ob es sich der Auslöser unsachgemäßes Hantieren mit einer Zigarette war oder ob ein technischer Defekt an einer der dort installierten Elektroheizungen den Brand verursacht hat. Einer der Asylbewerber gab an, das elektrische Heizgerät habe plötzlich Funken gesprüht, worauf eine Matratze in einem mit drei Personen belegten Zimmer in Brand geraten sei. Hier dauern die Ermittlungen noch an.

Letzte Glutnester wurden heute noch gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dürften noch einige Zeit in Anspruch nehmen, hieß es dazu. Am Vormittag hatten Brandfahnder der Münchner Kriminalpolizei ihre Ermittlungen an Ort und Stelle zur Klärung der Brandursache fortgesetzt. Die Polizei geht nicht von einem Anschlag aus.


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