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Hochstaufen-Kaserne Bad Reichenhall Bundeswehr bestätigt Mobbing-Vorwürfe

In der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall gibt es offenbar einen Fall von Mobbing und sexueller Belästigung. Ein Sprecher bestätigte dem BR entsprechende Vorwürfe eines Gebirgsjägers. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt.

Von: Christine Haberlander

Stand: 16.03.2017

Gebirgsjäger in Bad Reichenhall | Bild: picture-alliance/dpa

Der Pressesprecher der zuständigen 10. Panzerdivision der Bundeswehr in Veitshöchheim hat den Vorwurf eines Soldaten bestätigt, in der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall gemobbt und sexuell belästigt worden zu sein. Der Vorfall werde sehr ernst genommen heißt es von Seiten der Bundeswehr. Ob sich das Mobbing und die sexuelle Belästigung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen oder unter Kameraden abgespielt haben soll, wollte der Sprecher wegen des laufenden Verfahrens nicht sagen.

Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Auch die Traunsteiner Staatsanwaltschaft hat am Vormittag bestätigt, dass sie ermittelt. Wie lange diese Ermittlungen dauern werden, steht noch nicht fest. Deshalb könne auch noch keine rechtliche Würdigung des Sachverhalts vorgenommen werden. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, bestätigte über einen Sprecher die Vorwürfe des Soldaten ebenfalls. So lang die Staatsanwaltschaft ermittelt, wird sich der Wehrbeauftragte aber nicht äußern. Auf die Frage, ob es Hinweise auf mehrere Fälle gebe, sagte der Sprecher, auch dazu äußere man sich nicht.

Der betroffene Soldat ist nicht mehr bei den Gebirgsjägern in der Hochstaufen-Kaserne, allerdings noch Angehöriger der Bundeswehr.


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