2

Aktion "Plastikpiraten" Schüler untersuchen die Traun auf Mikroplastik

Eine Schülergruppe der Maria-Ward-Mädchenschule untersucht heute die Traun auf Mikro- und Makroplastik. Die Schülerinnen nehmen an der deutschlandweiten Aktion "Plastikpiraten - das Meer beginnt hier" teil.

Von: Christine Haberlander

Stand: 19.06.2017

Mikroplastik-Teilchen, gesammelt am 17.03.2015 am Ufer der Warnow, Rostock. Aufgenommen mit Cent-Stück am 09.02.2016 im Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW) in Warnemünde | Bild: picture alliance / ZB

An sonnigen Tagen liegen viele Menschen am Ufer der Traun, und es wird oft gefeiert - leider lassen immer wieder Besucher Vieles am Ufer liegen, was eigentlich in den Mülleimer gehört - nur eine Ursache von so genannter Mikro- und Makroplastik. Um genau diese Spuren aus Plastik in der Natur geht es den "Plastikpiraten": Mit dem Projekt sollen die Jugendliche für Plastik in Gewässern und an den Flußufern sensibilisiert werden. Die Aktion "Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!" ist im Mai in die zweite Runde gestartet und dauert noch bis zum 30. Juni. Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren erheben dabei bundesweit Daten zu Kunststoffvorkommen an und in deutschen Fließgewässern. Wie viel und welcher Plastikmüll lässt sich dort finden? Wo sammelt sich besonders viel Müll? Und welche Rolle spielen Fließgeschwindigkeit und Wassertiefe dabei?

Plastikmüll, Scherben und Kippen säumen Flußufer

Illustration: Der Umweltkommissar ist beim Fischen und die Fische haben Plastikteilchen im Magen | Bild: BR/Alexander Stahl zum Artikel Öko-Logisch oder Unlogisch Warum ist Mikroplastik so problematisch?

Plastik ist leicht, flexibel, bruchfest, kostet nicht viel und hält lange. Sehr lange sogar! Und das ist ein Problem, dessen gesundheitliche Folgen und Ausmaße sich heute noch gar nicht genau absehen lassen. [mehr]

Mit wissenschaftlichen Methoden wird gefiltert, gewogen, gezählt und das Ergebnis auf einer digitalen Deutschlandkarte dokumentiert. Mit den gewonnenen Daten arbeitet anschließend die Kieler Forschungswerkstatt weiter. Dort wird zum Beispiel festgestellt, welche Flussabschnitte besonders stark mit Plastik verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich dann Schutzmaßnahmen ableiten, die Flüssen, Meeren und letztlich allen Menschen zugute kommen. Bereits im vergangenen Herbst haben bundesweit über 180 Gruppen teilgenommen, wegen der positiven Resonanz geht die Aktion nun weiter. Bisher wurde festgestellt, dass an den Flussufern meistens Plastik gefunden wird, gefolgt von Glas und Zigarettenstummeln.


2

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Harald, Dienstag, 20.Juni, 09:12 Uhr

1. lobenswerter Einsatz

Ich finde es gut, wenn sich Schüler wie in diesem Beispiel für die Umwelt interessieren und auch einsetzen. Kinder, macht weiter so!

Ob das langfristig was nützt, bleibt abzuwarten. Das Partyvolk wird sich wohl wenig dafür interessieren, was es mit dem Müll verursacht. Dabei wäre eine leere Flasche/Dose auf dem Rückweg doch wesentlich leichter zu transportieren als vorher auf dem Hinweg mit Inhalt. Aber dafür braucht man sowas wie Anstand oder "soziale Kompetenz". Und da fehlts bei vielen bereits in der Kinderstube.