1

Tarifkonflikt Zähe Tarifverhandlungen in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie

Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie sind die Parteien noch weit auseinander. Das machten am Freitag beide Seiten in Ingolstadt deutlich. Erst in der Nacht hatten sich 4.200 Arbeitnehmer bei Audi an einem Warnstreik beteiligt.

Von: Susanne Pfaller und Matthias Lauer

Stand: 12.01.2018

In der vergangenen Nacht hatten rund 4.200 Audi-Arbeitnehmer zwei Stunden lang die Arbeit niedergelegt.

Die Tarifparteien in der Metall- und Elektroindustrie haben sich noch lange nicht geeinigt, erklärten beide Seiten in Ingolstadt. Eigentlich aber sind die Unternehmer zufrieden mit der Konjunktur und blicken optimistisch nach vorne.

Metall- und Elektro-Unternehmer erwarten hohe Rendite

Nach einer Umfrage in der Branche hofft bayernweit knapp die Hälfte der Metall- und Elektro-Unternehmer im laufenden Jahr auf eine Nettoumsatzrendite von vier Prozent oder mehr. In nördlichen Oberbayern erwarten dies sogar 57 Prozent der Firmenchefs.

Forderungen der Gewerkschaft sind Arbeitgebern zu hoch

Dennoch halten die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände im Tarifkonflikt ihr Angebot von zwei Prozent Lohnplus für angemessen. Sie verweisen auf diverse internationale Markt-Unsicherheiten wie den Brexit oder die Entwicklung in den USA sowie auf die hohen Lohnkosten in Deutschland. Die 6 Prozent der IG Metall erscheinen dem Verband nicht machbar. Auf noch vehementere Ablehnung stößt die Forderung der IG Metall, den Arbeitnehmern das Recht zu geben, ihre Arbeitszeit von  35 auf 28 Wochenstunden zu verkürzen und dafür auch noch einen Entgeltzuschuss zu gewähren. Am Montag wird in Nürnberg weiter verhandelt. Beide Tarif-Seiten rechnen mit zähen Gesprächen.


1

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein: