688

Kurz und bündig Die Meldungen aus Oberbayern

Stand: 20.01.2017

Promis aus Film und Fernsehen feiern beim Deutschen Filmball

München: Elyas M'Barek, Heiner Lauterbach, Heike Makatsch, Carolin Kebekus, Moritz Bleibtreu: Die Liste der Stars, die sich zum Deutschen Filmball am Samstag angekündigt haben, ist lang. Im Nobelhotel Bayerischer Hof soll auch bei der 44. Ausgabe des Balls wieder bis in die Morgenstunden getanzt und gefeiert werden. Die Veranstalter von der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft setzen dabei auf die altbekannten Höhepunkte: Am Roulettetisch können die Stars und Sternchen zugunsten der Filmkünstlernothilfe ihr Glück versuchen und auch das traditionelle Weißwurstessen um Mitternacht steht auf dem Programm.

Treffen der Königstreuen in Gammelsdorf

Gammelsdorf (Lkr. Freising): Königstreue aus ganz Bayern kommen am Samstag wieder nach Gammelsdorf. Am frühen Nachmittag ziehen sie zu dem Denkmal, das seit gut 160 Jahren an die Schlacht von Gammelsdorf erinnert. Das „Winterpatriotentreffen“ findet jedes Jahr an diesem legendären Ort statt: 1313 hatte der Wittelsbacher Ludwig der Bayer dort im Kampf um die Vormachtstellung im „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen“ die Österreicher um seinen Vetter Herzog Friedrich geschlagen und sich damit zugleich die Herrschaft über Niederbayern erkämpft. Es war die letzte große Ritterschlacht in Deutschland.

Der Verband der Königstreuen hat es sich laut Satzung zum Ziel gesetzt, bayerisches Brauchtum sowie bayerische Sprache und Historie zu pflegen. Außerdem geht es ihm um die „Erforschung der Bedeutung Bayerns zur Zeit der bayerischen Könige“.

Rosenheimerin bedroht? Großeinsatz der Polizei

Rosenheim: Im Rosenheimer Stadtteil Aisingerwies hat eine Frau am Freitag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Frau hatte gemeldet, dass sie vor ihrer Wohnungstür von einem Mann bedroht wurde. Weil die Polizei davon ausgegangen war, dass der Täter sich möglicherweise im Haus befindet, umstellten die Einsatzkräfte das Mehrparteienhaus und durchsuchten es. Es wurde aber kein verdächtiger Mann aufgespürt. Derzeit werden noch Zeugen befragt, die meisten Einsatzkräfte sind aber abgerückt. In welcher Form der Täter die Frau bedroht haben soll, ist noch unklar.

Traglufthallen-Unternehmen will Freistaat verklagen

Neufahrn (Lkr. Freising): Ein Traglufthallen-Unternehmen, das in mehreren Landkreisen Unterkünfte für Asylbewerber aufgebaut hatte, will den Freistaat Bayern verklagen. Konkret geht es um eine Halle in Neufahrn bei Freising, die seit fast einem Jahr steht, aber letztlich niemals bezogen wurde. Die Firma pocht beim Freistaat, hier vertreten durch den Landkreis Freising, auf Erfüllung des Mietvertrags und Zahlung eines Mietzinses. Dabei dürfte es um eine siebenstellige Summe gehen.

Zahlungen seien bisher nicht gerechtfertigt gewesen, hält der Landkreis dagegen. Er war mit der Arbeit des Unternehmens nicht zufrieden. Bei der Halle vertraglich vereinbarte Leistungen seien bis zum heutigen Tag nicht erfüllt worden, so die Kreisbehörde.  

Wasserleiche in Ingolstadt - kein Hinweis auf Fremdverschulden

Ingolstadt: Der tote Mann, der am Donnerstag bei der Staustufe in Ingolstadt geborgen wurde, ist von Experten genauer untersucht worden: Laut Polizei gibt es augenscheinlich keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Das ist aber nur ein erster Befund - die Ermittlungen laufen.

Ein Mitarbeiter des Kraftwerks an der Donau hatte am Vormittag eine Person im Wasser treiben sehen und die Polizei alarmiert. Der Mann war aber bereits tot. Seine Identität konnte noch nicht geklärt werden, die Polizei bittet deshalb um Hinweise aus der Bevölkerung: Der Mann ist circa 60 Jahre alt, 1,80 Meter groß und athletisch. Er trug eine schwarze Jacke, Jeans und schwarze Schuhe mit Klettverschluss.

Landratsamt Miesbach: Nacht-Skitourengehen nicht naturverträglich

Miesbach: Die untere Naturschutzbehörde im Kreis Miesbach hat sich gegen nächtliche Skitouren ausgesprochen. "Das Skitourengehen in der Nacht mit Stirnlampen gehört grundsätzlich nicht zu den naturverträglichen Aktivitäten in der freien Natur", meint Josef Faas, Fachreferent für Naturschutz im Miesbacher Landratsamt. Anlass ist ein neues Angebot, mit dem Skitourengeher abends per Bus von München zum Hirschberg bei Kreuth fahren können.

Die Naturschutzbehörde verweist auf die Wildtiere, die im Winter mit ihrer Energie haushalten müssten: "Störungen können hier langfristig tödlich sein. So ist der rapide Rückgang des Birkhuhn-Bestandes im Landkreis mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Zunahme winterlicher Störungen zurückzuführen". Insgesamt sieht Faas im Skitourengehen in der Nacht mit Stirnlampe eine neue und sehr problematisch Entwicklung.

Mäuse in Burger-King-Filiale in München? Lebensmittelkontrolle ohne Befund

München: Nach der Mäuse-Sichtung in der Burger-King-Filiale am Bahnhof in München-Giesing haben die Lebensmittelkontrolleure ihre Überprüfung ohne Beanstandung abgeschlossen. Ein Sprecher des zuständigen Kreisverwaltungsreferates teilte dem BR mit, dass bei der Kontrolle weder Schädlinge noch Spuren von Schädlingen gefunden worden seien.

Das Unternehmen habe bereits sowohl eine Reinigungsfirma als auch Schädlingsbekämpfer beauftragt, die die Filiale regelmäßig kontrollierten. Derzeit seien Mäusefallen in den Räumen aufgestellt. Laut KVR behielten die Lebensmittelkontrolleure den Betrieb im Blick. Für Freitag sei ein Gespräch mit dem Franchise-Nehmer geplant.

Entsprechende Fotos eines Gastes hatte die tz München veröffentlicht. Der Gast war am Dienstagvormittag in der Filiale, als er auf der Zwischendecke über der Theke Mäuse entdeckte. Das KVR wies darauf hin, dass Betriebe in der Nähe von U-Bahnhöfen besonders gefährdet seien von Mäusen befallen zu werden. "Die Tiere halten sich gerne in den warmen U-Bahnhöfen auf. Wenn sie dort keine Nahrung finden, suchen sie an die Oberfläche. Wenn sie satt sind, kehren sie aber in die U-Bahnhöfe zurück."  

Frau nach Großbrand auf Bauernhof vermisst

Polling (Lkr. Mühldorf): In der Nacht auf Donnerstag hat in Grünbach bei Polling ein Vierseithof gebrannt. Eine Bewohnerin wird vermisst. Das Feuer brach gegen 0.30 Uhr aus. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Vormittag hin. Das Wohnhaus brannte nieder. Die rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten verhindern, dass die Flammen auf die angrenzenden Gebäude übergreifen.

Ein Mann, der ebenfalls auf dem Hof wohnt, ist gerettet. Der 84-Jährige wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Doch von der 82-jährigen Frau, seiner Schwester, fehlt bislang jede Spur. Es besteht der Verdacht, dass sie es nicht mehr aus dem Wohnhaus geschafft hat. Die Brandursache ist unklar. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 250.000 Euro.

24-Jähriger stürzt bei Flucht vor Polizei vom Dach

Reischach (Lkr. Altötting): Auf der Flucht vor der Polizei ist ein 24 Jahre alter Mann vom Dach seines Wohnhauses gestürzt. Er zog sich dabei nach Angaben der Polizei "schwerste Verletzungen" zu. Die Beamten hatten am Mittwoch die Wohnung des Mannes durchsucht, weil er Drogen an Minderjährige verkauft haben soll. Der 24-Jährige versuchte, vor der Polizei zu fliehen und rannte aus seiner Erdgeschosswohnung ins Dachgeschoss. Von dort sprang er aus dem Fenster auf das Dach des Hauses und stürzte dabei fünf Meter in die Tiefe. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Ob es sich bei dem Sturz um einen Unfall oder einen Suizidversuch handelt, war nach Polizeiangaben zunächst unklar. In der Wohnung des Mannes fanden die Beamten schließlich rund ein Kilogramm Marihuana.

Zweite Stammstrecke: Informationspavillon am Münchner Marienhof

München: Rund zwei Monate vor Beginn der Baumaßnahmen zur 2. Stammstrecke, errichtet die Deutsche Bahn am Marienhof einen Informationspavillon. Der barrierefrei zugängliche Pavillon soll bis zur Beendigung der Baumaßnahmen, voraussichtlich 2026, hinterm Rathaus stehen. Der Spatenstich für die für die 2. Stammstrecke ist für den 5. April vorgesehen.

Junger Asylbewerber in Blutlache liegend aufgefunden

München: Ein 15-Jähriger aus Somalia ist im Stadtteil Au schwer verletzt aufgefunden worden. Wie die Polizei jetzt berichtet, lag der Jugendliche am Sonntagmorgen in der Nähe einer Jugendpension in einer Blutlache am Boden. Ein unbekanntes Paar hatte den Asylbewerber bemerkt und zu der Jugendpension gebracht. Der 15-Jährige erlitt laut Polizei schwere innere Verletzungen, insbesondere am Kopf. Die Ärzte mussten ihn in ein künstliches Koma versetzen, sein Zustand war lebensbedrohlich. Mittlerweile geht es ihm etwas besser.

Wie der Somalier die Verletzungen erhielt, ist noch völlig unklar. Er könnte auch selbst gestützt sein, so die Polizei. Offenbar hatte er berauschende Mittel zu sich genommen. Die Polizei sucht Zeugen.

Skisaison-Start am Wendelstein

Bayrischzell (Lkr. Miesbach): Auf dem Wendelstein hat am Mittwoch der Skibetrieb begonnen – wie immer etwas später, als die anderen oberbayerischen Skigebiete. Am Wendelstein braucht es viel Naturschnee, es wird nicht künstlich beschneit.

Geöffnet haben nun die fünf Kilometer lange Westabfahrt zur Seilbahnstation in Osterhofen bei Bayrischzell und der Bocksteinlift. Die Ostabfahrt und der Lacherlift sollen am Freitag öffnen. Dann fährt auch die Zahnradbahn wieder. Sie stand am Mittwoch still – wegen Schneeräumarbeiten.

Mit HI-Virus angesteckt - Frau will Schmerzensgeld

München: Eine Frau fordert vor dem Oberlandesgericht 110.000 Euro Schmerzensgeld von dem Mann, der sie mit HIV angesteckt haben soll. Der Zivilprozess hat am Mittwoch begonnen. Das Landgericht hatte der Klägerin in vorheriger Instanz das Geld zugesprochen, der Beklagte wehrt sich gegen das Urteil.

Das Gericht war davon überzeugt, dass die Frau sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" beim Sex mit dem Mann mit dem Virus angesteckt hat, das die Immunschwächekrankheit Aids auslösen kann. Vor Gericht soll ein Sachverständiger zur Frage nach dem Ansteckungszeitpunkt gehört werden.

Fußgänger stirbt auf A9 bei Schwabing

München: Ein Fußgänger ist am Mittwochmorgen auf der A9 tödlich verunglückt. Der Mann wurde nach Polizeiangaben zwischen den Anschlussstellen Schwabing und Frankfurter Ring in Richtung Nürnberg von einem Kleintransporter erfasst und getötet. Die Hintergründe sind unklar. Die Autobahn musste vorübergehend zwischen den beiden Anschlussstellen in Richtung Nürnberg gesperrt werden. Der Fahrer des Kleinlasters wurde nach dem Unfall psychologisch betreut.

Nach Brand in Wohnheim - Frau fährt schwer verletzt U-Bahn

München: Bei einem Brand in einem Haus für Wohnsitzlose ist am Dienstagvormittag eine Frau schwer verletzt worden. Die 54-Jährige war noch aus dem brennenden Haus gelaufen und trotz ihrer schweren Verbrennungen mit der U-Bahn bis zum Hauptbahnhof gefahren. Dort brach sie zusammen und kam ins Krankenhaus. Die Frau schwebt in Lebensgefahr und wurde ins künstliche Koma versetzt. Ausgelöst hat das Feuer im Stadtteil Sendling offenbar ein Gas-Heizstrahler. Die Unterkunft wurde massiv beschädigt.

Garmisch-Partenkirchen springt für Wengen ein

Garmisch-Partenkirchen: Die wegen zu viel Neuschnees abgesagte Lauberhornabfahrt von Wengen wird am 27. Januar in Garmisch-Partenkirchen nachgeholt. Dies teilte der Skiweltverband FIS am Dienstag mit. Ursprünglich hätte das Rennen im Berner Oberland am vergangenen Samstag stattfinden sollen. In Garmisch-Partenkirchen sind am 28. und 29. Januar noch eine Abfahrt und ein Riesenslalom geplant. Die Abfahrt am 27. Januar beginnt um 13.05 Uhr.

Fernseher implodiert: 500 000 Euro Sachschaden bei Wohnungsbrand

Fürstenfeldbruck: Etwa eine halbe Million Euro Sachschaden sind am Montagabend bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus entstanden. Acht Bewohner des Hauses, darunter ein Kind, erlitten Rauchvergiftungen. Lebensgefahr habe jedoch nicht bestanden. Ausgelöst wurde der Brand nach ersten Erkenntnissen durch einen implodierten Fernseher in der Wohnung einer 86-jährigen Frau.


688