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Kurz und bündig Die Meldungen aus Oberbayern

Stand: 29.03.2017

Bruchlandung auf dem Ampfinger Flugplatz

Ampfing (Lkr. Mühldorf): Am Dienstagnachmittag hat sich auf dem Flugplatz Ampfing ein Flugunfall ereignet. Ein 54-jähriger Pilot aus München wollte landen. Beim dritten Versuch kam es zu einer Bruchlandung auf der Graslandebahn des Flugplatzes. Dabei brach ein Teil des Fahrwerks und bohrte sich in das Cockpit. Das Flugzeug drehte sich und kippte auf die rechte Tragfläche.

Glücklicherweise war es nur mit dem Piloten besetzt, der bei dem Flugunfall unverletzt blieb. Der am Flugzeug entstandene Sachschaden beläuft sich auf circa 10.000 Euro. Als Ursache für die Bruchlandung wird ein Flugfehler vermutet.

Klimapartnerschaft: München spendet für Peru

München: Peru leidet nach wie vor unter heftigen Überschwemmungen. Die Grünen im Münchner Rathaus wollen nun den Menschen einer Siedlung am Amazonas 20.000 Euro für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen. Denn München und das Volk der Ashaninka verbindet eine sogenannte Klimapartnerschaft.

Häuser, Wege die Dorfschule – Moränenabgänge haben 80% der Siedlung Rio Tambo zerstört, vier Menschen starben, 500 sind obdachlos geworden und haben alles verloren. Die Stadt München will nun mit Geld für Baumaterial, Kleidung und Saatgut helfen.

Schon seit mehr als 25 Jahren unterstützt die Stadt die Menschen in der Region – mit dem Schwerpunkt, den Regenwald zu schützen, der als grüne Lunge weltweit wichtig ist. Immer geht es bei der Partnerschaft darum, die Ashaninka und deren Ideen und Projekte zu stärken. Dafür versucht die Stadt München, ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Auch andere Kommunen pflegen solche Klimapartnerschaften – Schondorf zum Beispiel unterstützt ein Dorf in Kolumbien und hat dort mit Geld des Bundes-Entwicklungsministeriums ein kleines Fotovoltaikraftwerk gebaut. Die Gemeinde Unterhaching wiederum pflegt Kontakte nach Ghana – dort stehen Umgang und Entsorgung von Müll im Mittelpunkt.

Flughafen München präsentiert kontrovers diskutierte Zahlen

München: Die Flughafen München GmbH (FMG) gibt heute ihre Jahrespressekonferenz und präsentiert dabei ihre Bilanz für 2016:  42,3 Millionen Passagiere entsprechen einer Steigerung um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. 394.000 Starts und Landungen bedeuten ein Plus von vier Prozent.  

Für die Flughafenbetreiber steht fest: Die Zahlen belegen ein deutliches Wachstum und die Notwendigkeit einer dritten Startbahn. Für die Ausbaugegner sind sie vor allem eine Folge der Subventionen, mit denen Fluggesellschaften ins Erdinger Moos gelockt werden. Sie sprechen von „künstlichem Wachstum“, das Druck machen soll, um ein überflüssiges Großprojekt politisch durchzusetzen. Juristisch sind jedenfalls längst sämtliche Weichen gestellt, die Genehmigung für die dritte Startbahn ist rechtskräftig.

Gebaut werden kann trotzdem nur mit Zustimmung aller drei Gesellschafter - die Stadt München fühlt sich aber nach wie vor an den ablehnenden Bürgerentscheid von 2012 gebunden. Einen neuen Entscheid kann sich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nur vorstellen, wenn es über einen längeren Zeitraum deutlich mehr Starts und Landungen gibt.  Das hat er mehrfach betont. Konkrete Zahlen hat er dabei nicht genannt.     

Polizei stoppt lebensgefährliche Fahrt von Flüchtlingen auf Güterzug

Rosenheim: Die lebensgefährliche Fahrt von fünf Afrikanern auf einem Güterzug hat in Rosenheim zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Der Lokführer eines entgegenkommenden Zuges hatte auf der Strecke von Kufstein nach München gesehen, dass sich auf dem Waggon eines Güterzuges mehrere Menschen befanden. Nach Angaben der Bundespolizei vom Dienstag hielten sich die Männer beim Auflieger eines Sattelzuges auf, der mit dem Zug transportiert wurde. Die Polizei ließ daraufhin den Zugverkehr am Rosenheimer Bahnhof am Montagabend komplett einstellen. Der Zug mit den Flüchtlingen wurde angehalten. Beamte fanden auf dem Waggon vier Afrikaner, ein fünfter hatte sich in einem Regionalzug versteckt. Die Migranten aus Guinea und Ghana wurden zur Rosenheimer Bundespolizeiinspektion gebracht. Nach zwei Stunden hob die Bahn die Sperrung des Zugverkehrs auf.

Revision nach Urteil gegen rechtsextreme "Oldschool Society"

München: Nach dem Urteil gegen die Führungsriege der rechtsextremen "Oldschool Society" hat neben zwei Angeklagten auch die Bundesanwaltschaft Revision eingelegt. Das sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts München (OLG) auf Anfrage.

Das OLG hatte die Angeklagten Mitte März wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung sowie Mitgliedschaft in dieser Gruppierung zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts wollten die drei Männer und eine Frau Anschläge auf Asylbewerberunterkünfte verüben. Dabei hätten sie auch den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen. Die Anwälte der beiden als Rädelsführer verurteilten Männer, Andreas H. aus Augsburg und Markus W. aus Sachsen, hatten direkt nach dem Urteil Rechtsmittel angekündigt. Der Vertreter der Bundesanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Jörn Hauschild, hatte sich hingegen zunächst zurückhaltend geäußert.

Prozess um vier Raubüberfälle in München

München: Ein Hotel und drei Spielcasinos in München soll ein 39-Jähriger ohne festen Wohnsitz im vergangenen August überfallen haben. Schweren Raub wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, am Dienstag beginnt der Prozess. Der Mann – ein gebürtiger Ingolstädter - soll in allen Fällen Angestellte mit Pfefferspray bedroht haben, um an das Geld in der Kasse zu kommen. Gut 2.000 Euro soll er erbeutet haben. In einem Fall ging er laut Staatsanwaltschaft leer aus, weil die Kassiererin in dem Spielcasino um Hilfe schrie und den Räuber damit vertrieb.

Wegen Brand bei Zulieferer: Audi lässt Schichten ausfallen

Ingolstadt/Witten: Ein Brand bei einem Zulieferer hat weitreichende Folgen für das Audi-Werk in Ingolstadt: Gleich drei Schichten fallen bis einschließlich Donnerstag aus. Weil der Zulieferer wichtige Bauteile zweier Audi-Modelle herstellt, mussten die Schichten im Ingolstädter Werk abgesagt werden, sagte eine Sprecherin von Audi dem Bayerischen Rundfunk. Betroffen seien etwa 8.500 Audi-Arbeiter.

Engpass die ganze Woche über

Bis einschließlich Donnerstag stehe die Produktion der Modelle A4 und A5 still, so die Audi-Sprecherin. Über den finanziellen Schaden des Schichtausfalls wollte die Sprecherin nichts sagen. Nur so viel: Pro Tag ginge es um 1.400 Autos. Man habe aber bereits eine Lösung für den Lieferengpass gefunden: Die Bauteile, sogenannte Stirndämmungen im Motorenbereich, würden an einem anderen Standort produziert. Es dauere allerdings, bis die übliche Stückzahl wieder gefertigt werden könne.

In der Lagerhalle des Zulieferers HP Pelzer in Witten in Nordrhein-Westfalen brannte es in der Nacht auf Mittwoch lichterloh. Sechs Mitarbeiter mussten mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Brandursache ist bislang noch nicht bekannt.

Tödlicher Verkehrsunfall bei Überholmanöver

Bichl (Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen): Schwerer Unfall in der Nacht bei Bichl nahe Benediktbeuern.

Auf der Bundesstraße hatte eine 48-Jährige aus dem Tölzer Land in einer unübersichtlichen Kurve mit ihrem Porsche riskant überholt und war dabei mit drei entgegenkommenden Autos zusammen.
Sie selbst kam ums Leben - auch ihr Beifahrer, ein 21-Jähriger aus Weilheim. In den anderen Autos wurden drei Menschen schwer verletzt.

Pilot von Leichtflugzeug landet sicher trotz abgebrochenen Bugfahrwerks

Königsdorf (Lkr. Bad Tölz–Wolfratshausen): Glück im Unglück hatten zwei Insassen eines Leichtflugzeugs: Bei der Landung auf dem Flugplatz in Königsdorf setzte die motorbetriebene Maschine laut Polizei vermutlich zu hart auf und verlor deswegen das komplette Bugfahrwerk. Der 55-jährige Pilot startete geistesgegenwärtig durch und konnte so Schlimmeres verhindern. Die Maschine wurde zur Notlandung nach Oberpfaffenhofen umgeleitet. Von der Integrierten Leitstelle waren zwischenzeitlich zahlreiche Helfer alarmiert worden: Die Feuerwehren Königsdorf, Osterhofen, Schönrain, Geretsried, der Kreisbrandrat mit Mitarbeitern sowie Notarzt, zwei Rettungswägen, ein Einsatzleiter Rettungsdienst und die Polizei, um bei einer Notlandung schnell Hilfe leisten zu können. Glücklicherweise wurden die Einsatzkräfte nicht benötigt, da der erfahrene Pilot das Flugzeug trotz des fehlenden Bugfahrwerks ohne größere Probleme notlanden konnte. Verletzt wurde niemand, an dem Flugzeug entstand ein Sachschaden von etwa 10.000 Euro.

Einbrecherin in Lenggries auf frischer Tat festgenommen

Lenggries (Lkr. Wolfratshausen-Bad Tölz): In der Nacht auf Sonntag (26.03.17) wurde eine Einbrecherin in Lenggries auf frischer Tat erwischt und festgenommen. Der Festnahme vorausgegangen war die Mitteilung eines 68-jährigen Lenggriesers, dass während seiner Abwesenheit in den Abendstunden jemand gewaltsam in das Wohn- und Geschäftsgebäude eingebrochen war und hier aus der Wohnung des Geschädigten Bargeld im fünfstelligen Bereich sowie diverse Schlüssel für den gesamten Gebäudekomplex entwendet hat. Daraufhin eingeleitete Überwachungsmaßnahmen der Polizei führten gegen 1.00 Uhr zur Ergreifung einer 44-jährigen Frau aus Lenggries. Mit den zuvor entwendeten Schlüsseln kehrte die Dame an den Tatort zurück um ihren Beutezug fortzusetzen. In den Geschäftsräumen konnte die Einbrecherin von Beamten der zivilen Einsatzgruppe der Polizei festgenommen werden. Eine Durchsuchung ihrer Wohnung führte zum Auffinden des zuvor entwendeten Bargeldes. Die Täterin ist geständig und wird dem Haftrichter vorgeführt.

Blutiger Streit zweier Asylbewerber in Bruckmühler Unterkunft

Bruckmühl (Lkr. Rosenheim): In der Nacht zum Sonntag (26.03.17) ist es in einer Bruckmühler Asylbewerberunterkunft zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen, bei der auch ein Messer im Spiel war. Beide Beteiligte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Ermittlungen laufen. Gegen 3.20 Uhr dürfte sich die Auseinandersetzung zugetragen haben, die wenig später per Notruf gemeldet wurde. Neben Beamten der Polizeiinspektion Bad Aibling rückten mehrere Streifen der umliegenden Dienststellen sowie Rettungsdienst und Notarzt an, da in der Mitteilung bereits die Rede von viel Blut und einem Messer war. Als die Einsatzkräfte die Asylbewerberunterkunft erreichten, trafen sie bereits auf der Straße auf einen der beiden verletzten Beteiligten. Im Gebäude stießen die Beamten auf den zweiten Beteiligten, der Verletzungen am Kopf aufwies. Beide Kontrahenten kamen ins Krankenhaus und wurden medizinisch versorgt. Nach der abgeschlossen medizinischen Behandlungen befinden sich die beiden Männer nun in Polizeigewahrsam in Bad Aibling.

25-jähriger Slowene im Wettersteingebirge tödlich abgestürzt

Garmisch-Partenkirchen: Ein 25-jähriger Bergsteiger, der mit zwei Kameraden im Wettersteingebirge unterwegs war, ist am Donnerstagnachmittag (23.03.17) rund 200 Meter tief abgestürzt und getötet worden. Der Unfall geschah am sogenannten "Blassengrat". Der Bergsteiger verlor auf dem scharfen Grat den Halt und stürzte durch teilweise senkrechtes, felsdurchsetztes Gelände ab. Bei dem Sturz erlitt der junge Mann so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Die bergerfahrene und gut ausgerüstete Gruppe, alle drei sind Angehörige des slowenischen Alpenvereins und slowenische Staatsangehörige, befand sich im Wettersteingebirge, um dort hochalpine und anspruchsvolle Touren zu gehen. Die Leiche wurde durch einen Polizeihubschrauber der Alpinen Einsatzgruppe mit Unterstützung der Bergwachtbereitschaft Garmisch-Partenkirchen entdeckt und schließlich geborgen. An der Suche waren auch Teile der alpinen Polizeihunde- Staffel Weilheim beteiligt. 

Auto rammt Kinderwagen und landet in Friseursalon

Traunstein: Eine Rentnerin hat mit ihrem Auto einen Kinderwagen mit einem sechs Monate alten Baby gerammt und gegen das Schaufenster eines Friseursalons gedrückt. Das Baby wurde nach Angaben der Polizei Traunstein ersten Einschätzungen zufolge nur leicht verletzt. Die 76-jährige Unfallverursacherin erlitt einen Schock. Sie hatte beim Einparken den Rückwärts- mit dem Vorwärtsgang verwechselt. Daraufhin touchierte sie zunächst einen parkenden PKW. Anschließend beging sie offenbar einen weiteren Fahrfehler und geriet auf den gegenüberliegenden Gehweg. Ihr Wagen kam erst im Schaufenster des Friseursalons zum Stehen. Die Mutter des Babys blieb unverletzt. Die Schadenshöhe beläuft sich auf etwa 25.000 Euro.

Endgültiges Aus für Geburtshilfestation in Bad Tölz

Bad Tölz: Jetzt ist es entschieden: Die Geburtshilfestation in Bad Tölz schließt Ende März, sie wird von der Politik nicht finanziell unterstützt. Mit nur zwei Gegenstimmen hat der Kreistag Bad Tölz-Wolfratshausen heute den Beschluss gefasst, kein Geld an die private Asklepios-Stadtklinik zu zahlen. Rund 1,8 Millionen Euro wären jedes Jahr nötig, um die kleine Entbindungsstation am Leben zu erhalten. Der Kreistag werde jetzt sein Augenmerk darauf richten, wenigstens die zweite Geburtshilfestation im Landkreis, in Wolfratshausen, zu stärken. Landrat Josef Niedermaier wurde per Beschluss beauftragt, Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern zu führen. Beispielsweise mit den Kliniken in Starnberg oder Garmisch.

Wie es konkret weitergeht, kann der Landrat nicht sagen. Es gebe aber bereits einige Ideen. Die Asklepios-Klinik habe sich beispielsweise dazu bereit erklärt, ihre bestehenden Kreißsäle an private Betreiber oder andere Kliniken zu vermieten. Für die Hebammen in Bad Tölz ist die Entscheidung ein schwerer Schlag. Nach vielen Wochen voller Unsicherheit, trotz zahlreicher Demonstrationen und Proteste, wissen sie jetzt überhaupt nicht, wie es mit ihnen weitergeht. Die neun Hebammen haben zwar bestehende Verträge mit der Asklepios-Klinik. Fest steht jetzt aber, dass die definitiv letzte Geburt am 28.3. in Bad Tölz stattfinden wird.

Entscheidung über Preisdeckelung beim Wiesnbier doch erst im Mai

Über das Reformpaket für das Münchner Oktoberfest mit gedeckeltem Bierpreis, Umsatzpacht und zusätzlichem Tag wird der Stadtrat nun doch im Mai entscheiden. Eine Beschlussvorlage von Wiesn-Bürgermeister Josef Schmid (CSU) für die Stadtratssitzung nächste Woche, in der die Umsätze der Wirte für die Umsatzpacht geschätzt werden, wurde von OB Dieter Reiter (SPD) umgehend wieder einkassiert.

Aus der SPD-Fraktion hieß es, man müsse sich die Zahlen erst einmal genau anschauen und sei mit der Art und Weise Schmids nicht einverstanden. "Es kann nicht sein, dass wir erst ewig keine Zahlen bekommen und dann kurz vor knapp alles ganz schnell beschließen sollen", so ein Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion zum BR. Schmid seinerseits reagierte "irritiert". OB Reiter habe selbst eine schnelle Entscheidung gefordert, sagte Schmids Sprecher.

Auch Wirte-Sprecher Toni Roiderer nannte Schmids Zahlen in der Beschlussvorlage völlig haltlos. "Diese Zahlen sind von der Realität mindestens so weit entfernt, wie Garmisch vom Zugspitzgipfel“, so Roiderer. Schmid rechne mit völlig falschen Annahmen. Die Münchner Abendzeitung hatte die Berechnungen von Schmids Wirtschaftsreferat veröffentlicht.

Demnach hat das Wirtschaftsreferat einfach die Sitzplätze der Zelte zusammengerechnet und geht davon aus, dass jeder Platz am Tag 2,5 Mal belegt wird und jeder Gast durchschnittlich 42 Euro ausgibt. Nimmt man alle Wiesn-Zelte zusammen würde das einen Umsatz von rund 170 Millionen Euro netto ergeben. Roiderer nannte das eine "Milchmädchenrechnung." Vormittags und mittags seien die Wiesn-Zelte zum Beispiel unter der Woche nicht annähernd komplett gefüllt, so der Wirte-Sprecher.

91-Jährige tot in verrauchter Wohnung bei Eichstätt aufgefunden

Gaimersheim (Lkr. Eichstätt): Heute Vormittag hat ein Pflegedienst die Polizei gerufen, da er eine 91-jährige pflegebedürftige Frau nicht erreichen konnte. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde die Wohnungstüre gewaltsam geöffnet. Ein Betreten der stark verrauchten Räume war zunächst nur mit Atemschutz möglich. In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte die 91-jährige Wohnungsinhaberin tot im Badezimmer auf.

Nach erster Einschätzung der Kripo Ingolstadt kommt ein technischer Defekt an einem Staubsauger als Brandauslöser in Betracht. Zur Feststellung der genauen Todesursache wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt eine Obduktion angeordnet. Durch den Schwelbrand entstand ein Sachschaden von rund 30.000 Euro.

Handel mit Haschisch in Holzkirchner Flüchtlingsheim?

Holzkirchen (Lkr. Miesbach): Die Polizei hat einen Asylbewerber festgenommen, der in einem Flüchtlingsheim in Holzkirchen mit Drogen gehandelt haben soll. Der 20-Jährige habe über längere Zeit kiloweise Haschisch in Umlauf gebracht, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Er hatte auch damit gedroht, die Gemeinschaftsunterkunft anzuzünden. Die Polizei ermittelt auch gegen vier mutmaßliche Mittäter im Alter von 19 bis 27 Jahren. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und ein Bewohner hatten der Polizei entsprechende Hinweise gegeben.

Reichenhaller Gebirgsjäger: Nun auch Verstöße gegen Tierschutzgesetz?

Bad Reichenhall: Bei den Gebirgsjägern in Bad Reichhall sollen Mäuse mit Luftgewehren getötet worden sein. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des Verteidigungsausschusses des Bundestages. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft Traunstein nun auch wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Die Strafverfolger ermitteln bei den Gebirgsjägern bereits wegen sexueller Belästigung und Volksverhetzung gegen mehrere Soldaten.

Empfang für Laura Dahlmeier in Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen. Fünfmal Gold und einmal Silber bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Hochfilzen und den Gesamtweltcup hat Laura Dahlmeier in diesem Winter gewonnen, Jetzt steht fest, wie die Biathletin zum Abschluss der Saison in ihrem Heimatort gefeiert wird. Ihr Verein, der Skiclub Partenkirchen, veranstaltet eine Woche vor Ostern am Samstag, 8. April Uhr einen großen Empfang für Laura Dahlmeier.


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