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Kurz und bündig Die Meldungen aus Oberbayern

Stand: 23.02.2017

Schleuser und Waffenschmuggler in Rosenheim zu Haftstrafe verurteilt

Rosenheim: Ein Schleuser und Waffenschmuggler muss für drei Jahre hinter Gitter. Das Amtsgericht Rosenheim verurteilte den 38-Jährigen wegen Einschleusens von Ausländern sowie wegen Verstößen gegen das Sprengstoff- und das Waffengesetz. Das Urteil vom 16. Februar ist noch nicht rechtskräftig, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte.

Der Mann war Ende September 2016 auf der Inntalautobahn bei Kiefersfelden festgenommen worden. In seinem Auto befanden sich Zündvorrichtungen, Metallrohre und 3,5 Kilogramm Schwarzpulvergemisch. Der Fund löste einen Großeinsatz der Polizei samt stundenlanger Sperrung der Autobahn aus. Die Ermittlungen ergaben aber keine Hinweise auf einen geplanten Anschlag. Im Wagen saßen drei Afrikaner, die der 38-Jährige nach Deutschland schleuste. Sie hatten nichts mit dem Transport des Sprengstoffs zu tun.

Anklage wegen Steuerhinterziehung bei Panzerdeal der Münchner Firma Krauss-Maffei

München: Der Aufsichtsratschef des Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW), Manfred Bode, und zwei ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete sind wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung angeklagt worden. Die Münchner Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch (22.02.17) einen entsprechenden Bericht von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR. KMW hatte vor dem Verkauf von Panzerhaubitzen an Griechenland 2001 rund 5,6 Millionen an die beiden nicht näher genannten Sozialdemokraten gezahlt, die offenbar gute Kontakte zum damaligen sozialistischen Verteidigungsminister in Athen hatten. Das hatte das Münchner Landgericht bereits vor einem Jahr im Urteil gegen einen früheren KMW-Mitarbeiter festgestellt.

Weil KMW die dubiose Zahlung als Betriebsausgabe von der Steuer absetzte, entgingen dem Fiskus 800.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft klagte den damaligen KMW-Vorstandschef Bode jetzt vor demselben Richter wegen Steuerhinterziehung an, die Ex-Abgeordneten wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung und wegen Geldwäsche. Nach Einschätzung der Ermittler waren die Millionen als Schmiergeld geplant. Bestechung wäre aber verjährt, der Geldfluss wurde nicht völlig aufgeklärt. Bodes Verteidiger Bernd Müssig sagte der Süddeutschen Zeitung, die Vorwürfe gegen seinen Mandanten beruhten auf fragwürdigen Anschuldigungen eines früheren KMW-Mitarbeiters. Der hatte gut eine halbe Million selbst eingesteckt und kam mit einer Bewährungsstrafe davon.

Reaktion auf Klinikaffäre: Ingolstädter OB Lösel zieht sich aus Beteiligungsfirma zurück

Ingolstadt: Im Zuge der Ingolstädter Klinikaffäre hat sich Oberbürgermeister Christian Lösel von seinen Anteilen an einer Beteiligungsgesellschaft getrennt. Diese Entscheidung hat Lösel gestern Nacht in der Stadtratssitzung bekannt gegeben. Damit reagiert der CSU-Politiker auf die anhaltende Diskussion um einen möglichen Konflikt zwischen dem Wohl der Stadt und seinen privaten Vermögens-Interessen. An dem Unternehmen ist neben dem amtierenden Oberbürgermeister Christian Lösel auch sein Vorgänger im Amt, Alt-OB Lehmann, beteiligt. Gegen Lehmann ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Bestechlickeit im Amt.

Brand in Fridolfing

Fridolfing (Lkr. Traunstein): Der Brand in einer Fridolfinger Firma ist gelöscht. Heute früh gegen sechs Uhr früh ging die Brandmeldeanlage an. Das Feuer war offenbar in einer defekten Maschine entstanden. Der Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Einige Personen sind vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, weil sie Rauch eingeatmet haben.

Brandstiftung in Pfaffenhofen - Hausbewohner schwebt in Lebensgefahr

Pfaffenhofen: Bei einem wohl absichtlich gelegten Brand in einem Einfamilienhaus in Pfaffenhofen ist ein 52-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Es entstand ein Schaden in Höhe von rund 100.000 Euro, wie die Polizei mitteilte. Als die Retter das in Flammen stehende Gebäude am Morgen absuchten, entdeckten sie den Bewohner und brachten ihn ins Freie. Der 52-Jährige kam mit dem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik. In seinem Haus entdeckten die Ermittler Hinweise auf einen vorsätzlich herbeigeführten Brand.

Frau im Ebersberger Forst verunglückt

Ebersberg: Eine Frau ist am Mittag (21.02.17) bei einem Verkehrsunfall im Ebersberger Forst schwer verletzt worden. Wie die Polizei berichtet, war die 62-Jährige mit ihrem Wagen aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, ihr Auto überschlug sich. Die Feuerwehr musste das Dach abtrennen, um die Verletzte zu retten. Lebensgefahr besteht nicht. Die Staatsstraße zwischen Ebersberg und Schwaberwegen war rund eine Stunde lang gesperrt.

Erst gestern Abend war im Landkreis Ebersberg wenige Kilometer entfernt von der heutigen Unfallstelle eine Frau tödlich verunglückt. Sie hatte einen Bus überholt und einen entgegenkommenden Kleinbus übersehen. Die 71-Jährige starb bei dem Zusammenstoß, drei Insassen im Kleinbus wurden leicht verletzt.

Ägypter will mit seinen Kindern untertauchen - Reise nach Kanada in München gestoppt

München: Die Bundespolizei am Münchner Flughafen hat eine sogenannte Kindesentziehung verhindert. Wie die Inspektion am Montag (20.02.17) berichtet, war am vergangenen Freitag ein 38-jähriger Mann aus der Schweiz mit seinen beiden Töchtern auf dem Weg nach Kanada in München zwischengelandet. Inzwischen hatten die Polizeibehörden im schweizerischen Aargau die umliegenden Flughäfen darüber informiert, dass der Ägypter ohne Wissen seiner Ehefrau mit den beiden Kindern untergetaucht war. Die Münchner Bundespolizisten erkannten den Mann bei der Ausreisekontrolle und nahmen ihn fest. Die beiden neun und zwölf Jahre alten Töchter des Ehepaars wurden inzwischen von der Mutter abgeholt. Der Vater sitzt in Auslieferungshaft.

Rauchmelder schlägt auf Handy Alarm: Brand in Landsberg gelöscht

Pürgen (Lkr. Landsberg am Lech): Ein Hausbesitzer ist gestern Abend über eine Überwachungs-App seines Mobiltelefons darüber informiert worden, dass es bei ihm zu Hause brennt. Ein mit dem Smartphone vernetzter Rauchmelder hatte auf dem Handy einen Alarm ausgelöst. Der Mann, der einige Kilometer von seinem Haus entfernt war, verständigte die Polizei, die sofort nach dem Rechten sah. Die Beamten entdeckten tatsächlich einen Brand und alarmierten die Feuerwehr. Die konnte den Brand, der in der Küche entstanden war, rasch bekämpfen. Am Haus entstand ein Schaden von 200.000 Euro. Die Brandursache ist noch unbekannt.

400 bezahlbare Wohnungen für Polizisten und Krankenschwestern in München geplant

München: Auf dem Gelände der ehemaligen McGraw-Kaserne in München entstehen bis zu 400 neue Wohnungen für Staatsbedienstete. Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann (CSU) teilte mit, dass mit den ersten 140 Wohnungen womöglich schon Ende diesen Jahres begonnen werden könne. Die Wohnungen sollen bis spätestens 2020 fertiggestellt sein. Für 260 weitere Wohnungen sollen laut Herrmann möglichst schnell die Grundlagen für den Bebauungsplan geschaffen werden. Gedacht sind die staatlich geförderten Wohnungen laut Finanzminister Markus Söder (CSU) vor allem für Staatsbedienstete in niedrigen Einkommensgruppen, etwa Polizisten und Krankenschwestern. Die Bauprojekte in der früheren Kaserne sind Teil des sogenannten Wohnungspakts Bayern, in den die Staatsregierung insgesamt rund 2,6 Milliarden Euro steckt.

Mitfahrversuch - Mann stoppt Güterzug bei Ebersberg

Markt Schaben (Lkr. Ebersberg): Er ist nachts bei Markt Schwaben im Landkreis Ebersberg über die Gleise gelaufen und hat einen Güterzug zum Halten gebracht - direkt vor dem 41jährigen konnte der der Lokführer seinen 150 Meter langen Güterzugs zum Stehen bringen - der Mann hat den Lokführer daraufhin um eine Mitfahrgelegenheit nach München gebeten - Mitgenommen hat ihn dann aber die Polizei, sie ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Mann von Kleinbus überrollt - tot

München: Ein 60 Jahre alter Mann ist in München beim Überqueren einer vierspurigen Straße von einem Kleinbus erfasst und tödlich verletzt worden. Laut Polizeiangaben wollte der Mann einen Bus auf der gegenüberliegenden Straßenseite erwischen. Ein 71 Jahre alter Kleinbusfahrer konnte dem Fußgänger nicht mehr ausweichen. Der 60-Jährige prallte gegen die Frontscheibe, fiel auf die Straße und wurde von dem Kleinbus überrollt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.


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