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Kurz und bündig Die Meldungen aus Oberbayern

Stand: 22.07.2016

Fest zu 500 Jahre Reinheitsgebot am Odeonsplatz abgesagt

München: Das für heute Abend am Münchner Odeonsplatz geplante Bierfest zu 500 Jahren Einheitsgebot wurde abgesagt. Der Kollege Jochen Eichner, der dort mit der Bayern1-Band auftreten sollte, erklärte, offiziell habe man das Fest aufgrund einer Unwetterwarnung abgesagt, offenbar, damit keine Panik ausbricht. Der Platz ist menschenleer, einige Besucher haben wohl Zuflucht im Innenhof des Innenministeriums gesucht. Gerüchte, es habe Schüsse am Odeonsplatz gegeben, konnte er nicht bestätigen. Es sei alles ruhig.

Sturmschäden mit Hubschraubern weggeräumt

Berchtesgaden: Im Nationalpark Berchtesgaden sind heute Vormittag die Sturmschäden der vergangenen Wochen aufgeräumt worden. Vom Sturm umgeworfene Bäume wurden per Hubschrauber ausgeflogen. Die einzige Möglichkeit, das Holz auf den steilen Flächen wegzuschaffen. Bis der Wanderweg im Klausbachtal saniert ist, wird es allerdings noch Zeit dauern - Wanderer können aber über die Straße ausweichen.

Nach sexuellem Übergriff in Übersee am Chiemsee: Täter in U-Haft

Übersee: Die Polizei hat den Radfahrer, der letzten Samstag in Übersee am Chiemsee eine Fußgängerin sexuell belästigt hat, gefunden. Der Ermittlungsrichter hat Haftbefehl erlassen, der Mann sitzt in U-Haft. Es handelt sich um einen 25 jährigen Afghanen, der als Asylbewerber in der Region wohnt. Der Mann hatte die 30-Jährige festgehalten und gegen ihren Willen geküsst. Als er sich auszog, gelang es der Frau, ihn niederzustoßen und zu flüchten.

Doch keine Kontoführungsgebühren für Geringverdiener

München: Die Stadtsparkasse München erhöht die Kontoführungsgebühren für Geringverdiener und Besitzer des München-Passes nun doch nicht. Es bleibt beim alten Preis. Die CSU im Münchner Stadtrat hatte sich dafür eingesetzt. Zum 1. Juli hat die Stadtsparkasse die Kontoführungsgebühren drastisch erhöht. Das günstigste Girokonto kostet jetzt 2, 95 Euro. Einzahlungen, Buchungen oder Daueraufträge kosten allerdings extra.

Tödlicher Schuß auf Drogenhändler: Klage zurückgewiesen

Burghausen: Der Fall hatte vor zwei Jahren für Aufsehen gesorgt: Die Polizei hatte damals in Burghausen einen Mann erschossen. Zwei Beamte hatten den 33-Jährigen in einem Wohnviertel wegen mehrerer Rauschgiftdelikte festnehmen wollen. Als er flüchten wollte, gab einer der Polizisten den tödlichen Schuss ab. Das Verfahren gegen den Polizisten war bereits im Februar eingestellt worden. Jetzt hat die Generalstaatsanwaltschaft die Beschwerde der Hinterbliebenen zurückgewiesen.

Junge Frau verletzt sich bei Absturz am Grünstein-Klettersteig schwer am Knie

Schönau am Königssee/Berchtesgadener Land: Ein junge Frau ist heute Vormittag am Grünstein-Klettersteig am Königssee (BGL) abgestürzt. Ein BRK-Sprecher erklärte, die 18-jährige sei in ihr Klettersteigset gestürzt und habe sich schwer am Knie verletzt. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers und Bergwachtretter flogen die junge Frau aus der Bergflanke und brachte sie in ein Krankenhaus. Ohne die richtige Sicherung mit ihrem Klettersteigset wäre die junge Frau jetzt wohl tot, so der BRK-Sprecher. Erst vor rund zwei Wochen ist am Grünstein ein 51 Jahre alter Mann tödlich verunglückt. Er hatte sich nach einem zunächst harmlosen Sturz aus der Seilsicherung ausgehängt und war dann rund 70 Meter tief abgestürzt. Der Mann starb im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

Hochentzündliche Flüssigkeit bei Wacker in Burghausen ausgetreten

Burghausen: Eine Verpuffung hat am Donnerstagmorgen im Werk von Wacker Chemie in Burghausen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Drei Mitarbeiter wurden leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Sie konnten ihre Arbeit nach einer ärztlichen Behandlung aber wieder aufnehmen. Eine Gefahr für die Bevölkerung rund um das Werk bestand nicht, sagte Unternehmenssprecher Klaus Millrath dem BR-Korrespondentenbüro Chiemgau. Vorsorglich sei auch Alarm im unmittelbaren Umfeld des Betriebsgeländes ausgelöst worden. Warum es zu dem Unglück kam und wie hoch der Schaden ist, konnte Wacker zunächst nicht mitteilen. Bei dem Unfall ist die chemische Verbindung Trichlorsilan ausgetreten, ein Ausgangsprodukt für die Herstellung von hochreinem Silicium und Silikonpolymeren, so der Unternehmenssprecher. Trichlorsilan ist eine farblose, hochentzündliche Flüssigkeit, die einen stechenden Geruch verströmt.

Tödlicher Absturz an der Alpspitze

Garmisch-Partenkirchen: Ein 37-jähriger Mann aus Garmich-Partenkirchen ist am Mittwochnachmittag an der Alpspitze tödlich verunglückt. Er war auf dem Klettersteig "Ferrata" unterwegs, als ihn laut Zeugenaussage ein Stein traf. Der Mann, der ohne Helm und ohne Sicherung gestiegen war, stürzte rund 150 Meter in die Tiefe und blieb in einer schwer zugänglichen Rinne liegen. Ein mit dem Hubschrauber herbeigeflogener Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

"Last-Minute"-Lehrstellen in Freising

Freising: Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, können am Donnerstag zur "Last-Minute-Lehrstellenvermittlung" in der Freisinger Agentur für Arbeit kommen: Zwischen 8.30 und zwölf Uhr können sie sich über offene Stellen informieren und mit Berufsberatern sprechen – ohne Voranmeldung und Termin. Interessenten sollten aber ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mitbringen. "Zum Bewerben ist es noch nicht zu spät", versichert Agentur-Chefin Karin Weber. Gesucht würden beispielsweise junge Leute, die sich zu Einzelhandelskaufleuten, Fachkräften der Lagerlogistik, Speditions- und Logistikkaufleuten, Verkäuferinnen oder Köchen ausbilden lassen wollen. Auch im Handwerk und im Hotelfach seien noch Lehrstellen frei, so Weber.

Ja-Wort im Holztechnischen Museum in Rosenheim

Rosenheim: Standesamtliche Hochzeiten sind in Rosenheim ab sofort auch im Holztechnischen Museum möglich. Die historische Himmelsleiter, über die man das Museum erreicht, gibt dem Weg zur Trauung einen besonderen Charme, wirbt die Stadtverwaltung. Allerdings gibt es nur zwei Termine in diesem Jahr: den 21. Oktober und den 2. Dezember - jeweils vormittags. Anmeldungen nimmt das Rosenheimer Standesamt entgegen.

Waffenarsenal in Wohnung eines Münchners gefunden

München: In der Wohnung eines Münchners hat die Polizei am Dienstag ein ganzes Arsenal an Waffen sichergestellt. Wie die Polizei heute mitteilte, war sie auf den Mann aufmerksam geworden, weil er in sozialen Medien mehrfach gegen Juden und Ausländer gehetzt hatte. Daraufhin durchsuchten die Beamten die Wohnung des 58-Jährigen in Obergiesing, um Beweismittel - wie etwa Computer oder Smartphone - zu beschlagnahmen. Dabei fanden sie zahlreiche Messer, Samurai-Schwerter, Dolche, Elektroschockgeräte, Schlagringe und -stöcke sowie eine Armbrust, Pfeil und Bogen sowie diverse Pistolen und Gewehre. Außerdem war neben der Eingangstür eine selbstgefertigte Schusswaffe samt Munition griffbereit versteckt. Gegen den Mann wird nun wegen Volksverhetzung, Beleidigung und zahlreichen Verstößen nach dem Waffengesetz ermittelt.

Sextäter überfällt in Übersee eine Frau – Polizei bittet um Hinweise

Übersee/Lkr. Traunstein: Ein noch unbekannter Sextäter hat am vergangenen Samstagmorgen in Übersee am Chiemsee eine Frau überfallen. Die 30-jährige konnte sich wehren und flüchten. Nun bittet die Polizei um Zeugenhinweise. Die 30 Jahre alte Frau war am frühen Samstagmorgen zu Fuß unterwegs, als ihr in Übersee in der Nähe der Bahnunterführung ein Radfahrer entgegenkam. Der Mann hielt die Frau fest und küsste sie. Außerdem zog er sich aus. Schließlich konnte die 30-jährige den Mann niederstoßen und flüchten. Der Täter soll zwischen 1,65 und 1,70 m groß und schlank sein. Laut Polizei vermutet die Frau, dass der Täter südasiatscher Herkunft ist.

Pascal Rösler startet zu Stand-Up-Paddel-Tour

München: Der Münchner Pascal Rösler ist am Mittwoch (20.07.16) zu seiner Stand-Up-Paddel-Tour Richtung Wien aufgebrochen. Start war auf der Isar beim Englischen Garten - die erste Etappe soll ihn heute bis Moosburg bringen. In zehn Tagen will er insgesamt 500 Kilometer schaffen - das Ganze für den guten Zweck. Pro Kilometer hofft Rösler auf Spenden - in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Naturschutzfonds. Das Geld soll Isar und Donau zugute kommen.

Bundespolizei Rosenheim registriert täglich zwischen 40 und 70 Migranten

Rosenheim: Die Bundespolizei Rosenheim registriert täglich im deutsch-österreichischen Grenzraum von Freilassing bis Lindau zwischen 40 und 70 Migranten. Im Juni wurden insgesamt 1.700 Flüchtlinge registriert, im Juli werden es um die 1.500 sein, schätzt die Pressesprecherin. Auch wenn die Zahlen nicht vergleichbar mit dem Herbst 2015 seien, hätten die Beamten nach wie vor "gut zu tun". Ohne die Unterstützung von Zoll und Bundesbereitschaftspolizei wäre es nicht zu schaffen. Die Migranten kämen derzeit mit allen Verkehrsmitteln - mit Fernbussen, Linienbussen, Auto und Zug. Am Grenzübergang Freilassing würden meist Syrer und Afghanen einreisen, auf der Brennerroute meist Menschen aus Afrika, fasst die Pressesprecherin zusammen. Der Fokus der Rosenheimer Ermittler richte sich nach wie vor auf die Schleusungskriminalität. Im Durchschnitt nehme man jeden zweiten Tag einen mutmaßlichen Schleuser fest.

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