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Gefährliche Körperverletzung Vier Maßkrug-Schlägereien auf der Wiesn

Seit Mittwochabend sind auf der Wiesn ingesamt vier Besucher bei Maßkrug-Schägereien verletzt worden. Insgesamt gab es ebensoviele Maßkrugs-Schlägereien auf dem Oktoberfest

Von: Lena Deutsch

Stand: 29.09.2017

Wiesnbesucher mit Maßkrug | Bild: Bayerischer Rundfunk

Wie die Polizei berichtet, geschah der erste Vorfall am Mittwochabend gegen 21.00 Uhr: Im Schützenfestzelt stritten sich zwei 28 Jahre alte Juristen mit einem 19-Jährigen. Im Zuge des Streites schlug der Azubi einen der Juristen. Der Ordnungsdienst warf die drei Männer daraufhin aus dem Zelt. Doch die Auseinandersetzung ging draußen weiter - einer der beiden 28-Jährigen schlug hierbei dem 19-Jährigen mit einem Maßkrug gegen den Kopf. Der junge Mann wurde mit einer Kopfplatzwunde in ein Krankenhaus gebracht.

Maßkrug in die Menge geschmissen

Knapp eine Stunde später wurde (wieder im Schützenfestzelt) ein 25-Jähriger von einem Maßkrug getroffen. Er wurde mit Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei geht davon aus, dass irgendein Unbekannter den vollen Maßkrug einfach in die Menge geworfen hat. Deshalb bittet sie um Hinweise.

US-Professor festgenommen

Am Donnerstagabend gegen 22.00 Uhr bekam ein 37-Jähriger im Marstall Festzelt einen Maßkrug gegen den Kopf geworfen. Ein 50-Jähriger Engländer konnte schließlich festgenommen werden. Er arbeitet als Professor in den USA. Der Mann wurde gegen eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro wieder freigelassen.

Unbekannter guckt junger Frau unter Rock und schlägt auf Freund ein

Etwa eine halbe Stunde später kam es zu einer weiteren Maßkrug-Schlägerei: Ein bislang unbekannter Mann griff in der Anlieferstraße Mitte einer 24-jährigen Münchnerin unter den Rock. Als ihr Freund ihn dann zur Rede stellte, wurde er von dem Unbekannten vier Mal mit einem Maßkrug gegen den Kopf geschlagen. Der 29-Jähriger erlitt eine Kopfplatzwunde und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Täter konnte flüchten.

In allen Fällen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.


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