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"Tanz der Marktweiber" Traditionelles Treiben auf dem Viktualienmarkt

Normalerweise stehen die Marktfrauen des Münchner Viktualienmarkts hinter ihren "Standln" und verkaufen Lebensmittel und Blumen. Doch einmal im Jahr, am Faschingsdienstag, haben sie ihren großen Auftritt: beim "Tanz der Marktweiber".

Von: Christine Kerler und Sandra Demmelhuber

Stand: 09.02.2016

Tausende Münchner und Touristen waren auch heuer wieder mit dabei. Die Polizei sprach von insgesamt 20.000 Feiernden in der Innenstadt. Die Standlfrauen schwangen in extravaganten Kostümen mit bunten Röcken und großen Hüten ab 11.00 Uhr auf der Bühne des Viktualienmarkts das Tanzbein. Neben traditionellen Tänzen hatten sie auch kuriose und moderne Einlagen einstudiert - etwa zu Ohrwürmern von Harry Belafonte und Andreas Gabalier. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) eröffnete das bunte Treiben.

Feiern mit Tradition

Den Tanz der Marktfrauen gibt es schon seit mehr als 100 Jahren. Doch erst seit Ende der 80er-Jahre tanzen die Marktfrauen auf einer richtigen Bühne. Nach dem Auftritt der Damen verteilt sich die Feier über den ganzen Markt. An Ständen gibt es Alkoholisches und Musik. Danach feiern die Narren das Ende des Faschings bis in die Nacht in den verschiedenen Kneipen, Bars und Clubs.

400 Polizisten im Einsatz

Wie in den Jahren zuvor gibt es einen Sperrgürtel rund um den Markt - damit die Polizei den Platz bei zu großem Besucherandrang abriegeln kann. Nach der Terrorwarnung an Silvester und den Vorfällen in Köln ist die Stadt in engem Austausch mit den Sicherheitsbehörden. Hinweise auf eine konkrete Gefährdung gibt es derzeit nicht. Dennoch sind in der Innenstadt rund 400 Polizisten unterwegs, der Marienplatz wird mit Videokameras überwacht.


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