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Geklauter Maibaum der Münchner Brauereien Bier und Brotzeit für Burschenvereine

Nachdem rund 70 junge Männer von den Burschenvereinen Neufinsing, Unterföhring und Ismaning den Maibaum der Münchner Brauereien gestohlen hatten, haben nun die Auslöseverhandlungen stattgefunden - mit einem klaren Ergebnis.

Stand: 12.04.2017

Die Auslöse für den Maibaum beträgt Bier und Brotzeit. Über die genaue Höhe der Auslöse wollte Paulaner-Brauerei-Chef Andreas Steinfatt nichts sagen. Darauf hätten sich die Parteien geeinigt. Die Einigung wurde per Handschlag besiegelt. Alle beteiligten Personen waren zu den Verhandlungen im Brauerhaus in Tracht erschienen. Steinfatt verhandelte im Namen der Münchner Brauereien. Das Bier und die Brotzeit wird von allen sechs Münchner Brauereien gestellt.

Zähe Verhandlungen - Bier und Brotzeit für alle

Die Verhandlungen zwischen den Münchner Brauereien und den Burschenvereinen aus Neufinsing (Landkreis Erding) sowie Ismaning und Unterföhring (beide Landkreis München) zogen sich in die Länge. Doch am Ende gaben sich beide Seiten zufrieden. Somit kann der Baum am 1. Mai auf dem Viktualienmarkt aufgestellt werden. Der vorherige Baum stammt aus dem Jahr 2012 und muss aus Altersgründen weichen. Seit 1962 wird der Maibaum für den Viktualienmarkt von den Münchner Brauereien gestiftet.

Aufwendige Diebstahl-Aktion mit wochenlanger Vorbereitung

Geplant hatten die Burschenvereine aus den Landkreisen Erding und München die Aktion schon seit November. Sie sammelten Informationen über das Internet und stellten Beobachtungen an, bis sie endlich herausfanden, wo der begehrte 34 Meter lange Baum lag.

In der Nacht zum Montag haben den Baum dann 70 junge Männer in einer abgelegenen Halle in der Nähe von Aying in ihren Besitz gebracht, was gar nicht so einfach war, erzählt der Vorstand des Neufinsinger Burschenvereins Stephan Huber. Denn der Baum war zwar unbewacht, aber gesichert durch ein 1,8 Tonnen schweres Gewicht.

Geräuschlose Aktion dank Muskelkraft

Es wurde extra ein Hilfsgestell geschweißt, um das Gewicht wegzuheben. Und dann musste der vier Tonnen schwere Baum auch noch über eine steile Rampe geräuschlos abtransportiert werden. Das heißt ohne Motor-, nur mit Muskelkraft. Anschließend wurde der Baum noch etwa 40 Kilometer vom Süden von München in den Norden gefahren.


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Isabell, Mittwoch, 12.April, 21:00 Uhr

3.

Ein sehr hübscher Brauch, der Einfallsreichtum und Kreativität fordert. Glückwunsch zum erfolgreichen Raub.

Lasst's Euch schmecken ;-)

Heiko, Mittwoch, 12.April, 15:13 Uhr

2. Herrlich

Da geht mir das Herz auf wenn ich so etwas lese!
Ein wunderschöner Brauch!

kleinlaut, Mittwoch, 12.April, 08:26 Uhr

1. Schön ...

... wenn bayerische Bräuche hoch gehalten werden. Den Burschenschaften viel Spaß beim Feiern!