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Sind E-Autos die Lösung? München hadert mit dem Luftreinhalteplan

Die Landeshauptstadt München kann die Grenzwerte für Stickstoffdioxid noch immer nicht einhalten. Der Stadtrat muss sich deshalb nochmal mit dem Luftreinhalteplan beschäftigen. Ein Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge soll es aber erstmal nicht geben.

Von: Michael Bartmann

Stand: 14.12.2016

Ein Elektroauto steht an der Münchner Freiheit in München an einer Zapfsäule für Strom. | Bild: dpa/Peter Kneffel

Stephanie Jacobs, die Umweltreferentin, hat von einer "Verkehrswende" in München gesprochen, die sie jetzt in Angriff nehmen will. Die Stadt will endlich bei der Elektromobilität voran kommen und möchte bei ihrem eigenen Fuhrpark anfangen. Bis 2020 soll der umgerüstet werden und diesem Beispiel sollen dann weitere folgen. Auch die Wirtschaft soll laut Jacobs bei der angestrebten "Verkehrswende"und dem Ausbau der Elektromobilität mit ins Boot geholt werden.

Elektromobilität soll es bringen

Ein Punkt, der die Elektroautos bisher immer ausbremst hat, waren vor allem die fehlenden Ladesäulen in der Stadt. Da soll aber jetzt was passieren: Sechs Millionen Euro will die Stadt im kommenden Jahr in die Ladeinfrastruktur für Elektroautos im Stadtgebiet stecken, rund doppelt so viel wie bisher.

Bund soll Weg für blaue Plakette frei machen

Von einer City-Maut hält das Umweltreferat dagegen nichts. Die würde für die Luftreinhaltung keinen Sinn machen, weil sie nicht unterscheidet, mit welchem Auto jemand in die Innenstadt fährt. Dadurch würde der sparsame Kleinwagen genauso belastet, wie der spritschluckende SUV.

Eine blaue Plakette für schadstoffarme Fahrzeuge hält die Stadt allerdings schon für sinnvoll und fordert auch vom Bund, das nicht länger hinauszuzögern. Mit der blauen Plakette hätte die Stadt dann auch eine bessere rechtliche Grundlage für mögliche Fahrverbote, ähnlich wie es sie für die Umweltzone innerhalb des Mittleren Rings ja bereits gibt.

"Wir sind für eine blaue Plakette. Nur so können wir die problematischen Fahrzeuge kennzeichnen und haben dann die Rechtsgrundlage, nach und nach weitere Schritte zu diskutieren."

Stefanie Jacobs, Umweltreferentin Stadt München

Solange es diese Rechtsgrundlage nicht gibt, sieht die Stadt keine Möglichkeit für Fahrverbote. Die Einführung der blauen Plakette scheitert bisher am Bund. Alexander Dobrindt (CSU), der Bundesverkehrsminister, hatte sich zuletzt gegen diese Maßnahme ausgesprochen. Heißt konkret: Die Diesel-Stinker dürfen vorerst ungehindert weiterfahren.

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Post setzt auf Elektro


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klausi, Mittwoch, 14.Dezember, 15:30 Uhr

4. Lebensqualität,

fängt bei der Qualität der Luft an.

Und die ist in München schlecht ,sehr schlecht absolut mies.

Das die Politik so lange braucht um uns Bürger in München vor den Folgen des zunehmenden Auto und LKW Verkehrs zu schützen,ist dem Lobbyismus der allmächtigen Autoindustrie zu verdanken.

Wie sagte einst die CSU, wer betrügt der fliegt.

Also schmeißt endlich die Umweltsünder raus aus der Stadt.

flo, Mittwoch, 14.Dezember, 13:37 Uhr

3. Die Dieselfahrzeuge, insbesondere die LKW's müssten gesperrt werden

für die Ein- und Durchfahrten in der Stadt.

  • Antwort von byuri, Mittwoch, 14.Dezember, 15:34 Uhr

    Durchfahrten sind ja bereits untersagt, aber der Lieferverkehr, Taxis und Handwerker müssen doch in die Stadt. Und nicht jeder wird das Geld haben sich ein neues Fahrzeug zu kaufen.

thorie, Mittwoch, 14.Dezember, 12:28 Uhr

2. für die luft in städten

hat dobrindt doch schon gesorgt!
schadstoffsünder wurden doch schon genügend geschützt!!!
warum nur die alten diesel?
die angaben dazu waren noch ehrlich!
die sauberen vws , audis, sind doch das problem!!!
aber die sind doch c-geschützt!

  • Antwort von Torri, Donnerstag, 15.Dezember, 01:44 Uhr

    Sie können ja immer noch keine Groß- und Kleinschreibung? Kurs bei der VH?

Michi, Mittwoch, 14.Dezember, 11:19 Uhr

1. Luftreinhaltung in München

Was soll die Fragestellung in der Umfrage in Zusammenhang mit diesem Artikel?
Der Artikel beschäftigt sich nicht mit Fahrverboten für einzelne Straßen, die Umfrage frägt genau danach!

Entschuldbar sind aber die Schreib-/Grammatikfehler - auch wenn das aus meiner Sicht bei einem ÖR Sender genauer redigiert sein sollte!

Aber inhaltlich nicht Zusammengehörendes so zusammenzubauen - da frage ich mich was das für ein Qualitätsstandard in der Redaktion sein sollen? Aber das fragt man sich ja sowieso, wenn jemand allen Ernstes meint, ein so komplexes Thema in Twitter-ähnlicher Tiefe und Länge als Hauptartikel auf die Seite zu stellen!