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Investor stellt Pläne vor Münchner Posthalle soll zum Konzertsaal werden

Nach dem Olympiagelände ist jetzt die Posthalle an der Friedenheimer Brücke im Gespräch für den neuen Münchner Konzertsaal. Ein Investor will das Gelände kaufen und zum Musikzentrum umbauen - ein Projekt mit dem vielversprechenden Namen "Die Resonanz".

Stand: 07.07.2015

Zur Zeit ihrer Erbauung galt sie als technisches Wunder und noch ein halbes Jahrhundert später beeindruckt die alte Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke durch ihre auffällige Architektur - eine schwungvolle Bogenkonstruktion, heute denkmalgeschützt. Viel zu schade eigentlich, um darin Post zu sortieren. Diese Halle galt lange als weitgespannteste der Welt, die aus Fertigteilen errichtet wurde.

Wenn es nach dem Willen einiger Münchner Investoren geht, wird das altehrwürdige Gebäude neben den Gleisen des Hauptbahnhofs auch bald eher Kultur als einen Kosmos schnöder Kartonagen und Kuverts beherbergen: Eine Karriere als Konzertsaal steht auf der Agenda mit dem Titel "Die Resonanz".

Das Konzept

Ein Musikzentrum mit großem Konzertsaal (1.900 Plätze) und kleineren Sälen sind unter dem denkmalgeschützten Hallenbogen geplant. Bis Ende 2020 soll der Umbau abgeschlossen sein. Dann soll auch mit der Sanierung des Gasteigs begonnen werden. Damit gäbe es eine Ausweichmöglichkeit in der einstigen Posthalle während der Umbauzeit. Vorgesehen ist, dass der Investor die Konzertsäle baut und eine von ihm geführte Gesellschaft das Zentrum betreibt.

Noch ein Vorteil, den die Initiatoren hervorheben: Es müsste nicht neu gebaut werden, vielmehr könne genutzt werden, was bereits existiert. Zudem böte die Halle den beiden Spitzen-Orchestern Münchner Philharmoniker und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine Heimat - ohne immer wieder ausweichen und so Einbußen in Kauf nehmen zu müssen.

Laut Investor hat die Post AG bereits zugesagt, das gesamte Grundstück für das Projekt zu verkaufen und führt schon Gespräche mit Anbietern alternativer Grundstücke, um das Briefverteiler-Zentrum zeitnah verlegen zu können. Rund um die Konzertsäle sehen die Pläne ein urbanes Areal in Form einer "Musikstadt" vor - eine Musikhochschule, Hotels und Kongresszentren, dazu Gastronomie, das stellen sich die Investoren vor. Verkehrstechnisch wäre der Standort am Münchner Hauptbahnhof sowieso optimal angebunden.

Der Investor: Die Bayerische Projekt Beteiligung GmbH

Initiator und Investor des Projektes ist die Bayerische Projekt Beteiligung GmbH (BPB), an der zu jeweils 50 Prozent die "Mathias Niemeier Property Makers"und die "Michael Dankerl Bau GmbH" beteiligt sind. Als fachliche Berater und Initiatoren sind die Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin Andrea Gebhard, der Architekt Joachim Jürke, der Rechtsanwalt Josef Nachmann und der Immobilienexperte Konstantin Wettig eingebunden.

Hier liegt die Posthalle


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