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Mehr Drogen in Supermärkten gefunden Bananenkisten-Kokain für zehn Millionen Euro entdeckt

Das in zehn bayerischen Supermärkten gefundene Kokain hat einen Schwarzmarktwert von rund zehn Millionen Euro. Wie das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) in München berichtete, wurden insgesamt mehr als 180 Kilogramm der Droge in Bananenkisten entdeckt, unter anderen in Kiefersfelden, Traunstein und Landsberg am Lech.

Stand: 25.09.2017

Kokain ausgestellt beim Zoll | Bild: BR

Die Hintergründe des Drogenfundes, der in Bananenkisten entdeckt wurde, sind weiterhin völlig unklar.

Braune Päckchen zwischen Bananen

Am Freitagmorgen hatte zunächst ein Beschäftigter eines Marktes in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) die Polizei informiert, weil er beim Auspacken der Bananen darunter verdächtige braune Päckchen fand. Im Laufe des Tages wurde dann das Rauschgift in neun weiteren Märkten in drei Regierungsbezirken ebenfalls in Bananenkisten entdeckt.

Drogen in drei Supermärkten in Rosenheim

In Stadt und Landkreis Rosenheim waren insgesamt drei Supermärkte betroffen, in Stadt und Landkreis Passau in Niederbayern weitere drei Geschäfte. In Oberbayern wurden noch in Filialen in den Kreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Landsberg am Lech Drogen entdeckt. In Schwaben wurden in einem Markt im Landkreis Augsburg Drogen zwischen Bananen gefunden.

Drogenhunde beim Discounter

Alle Geschäfte gehören zu einer Handelskette. Deshalb ist es möglich, dass das Kokain über ein Hauptlager an die Filialen verteilt wurde. Polizisten hätten deswegen zahlreiche weitere Filialen und zwei Zentrallager auch mit Spürhunden überprüft. Es seien aber keine weiteren verdächtigen Kisten gefunden worden. Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern von LKA und Zollfahnder will den Weg der Bananen genau überprüfen und soll nun herausfinden, wer für den Drogenschmuggel verantwortlich ist.


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