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Deutscher Olympischer Sportbund Klage gegen "Bauernhof-Olympiade" geht in nächste Instanz

Schubkarrenwettrennen, Heugabelzielwerfen, Wettsägen: Eine Münchner Event-Agentur bietet die "Bauernhof-Olympiade" an. Der Deutsche Olympische Sportbund klagt heute vor dem Oberlandesgericht München in zweiter Instanz gegen den Anbieter.

Von: Christina Lutz

Stand: 07.12.2017

Symbolbild: Olympische Flagge | Bild: dpa/Michael Kappeler

Das Landgericht München hatte die Klage des Deutschen Olympischen Sportbundes gegen die Agentur in erster Instanz abgewiesen. Laut Agentur-Chef Nico Lindner schreiben die Richter in ihrer Begründung: Es bestehe keinerlei Verwechslungsgefahr zwischen der Bauernhof-Olympiade und dem sportlichen Wettkampf auf höchstem Niveau der Olympischen Spiele. Alleine der Begriff Bauernhof weise darauf hin, dass keine sportlichen Höchstleistungen erbracht würden.

Ist "Bauernhof-Olympiade" illegal?

Der Deutsche Olympische Sportbund will, dass die Agentur die Webseite der Bauernhof-Olympiade löscht und den Begriff Olympiade nicht mehr zu Werbezwecken nutzt. Mehrere Tausend Euro soll die Agentur für jeden Verstoß bezahlen. Der DOSB bezieht sich auf das Olympiaschutzgesetz. Das verbietet die Nutzung der olympischen Zeichen und Begriffe, wenn dadurch die Wertschätzung der Olympischen Spiele oder der Olympischen Bewegung in unlauterer Weise ausgenutzt oder beeinträchtigt wird.

Was das Urteil für zahllose andere Quasi-Olympiaden bedeutet, ist unklar. Wie zum Beispiel für die Mathematik-Olympiade, die Olympiade der Rettungskräfte, die Olympiade festivalgenervter Heavy-Metal-Fans oder die Köche-Olympiade.


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Leon, Donnerstag, 07.Dezember, 11:48 Uhr

7. Korrupter Haufen

Da macht sich mal wieder der schmierige Haufen der Korrupten Gedanken, wie sie Gelder eintreiben können.

Bernhard, Donnerstag, 07.Dezember, 11:00 Uhr

6. Das Geld muss doch irgendwie ausgegeben werden.

Ich würde dies sicher nicht für Anwälte ausgeben, wegen einem Wort. Da selbst dem Dümmsten klar ist, dass Olympia nicht gleich Olympia ist.
Da müsste man bei jeder Seifenkiste aufpassen, dass nicht Mercedes draufsteht.
Bei solchen Veranstaltern wundert es mich nicht, dass immer mehr gegen Olympiaveranstaltungen sind.

Georg Riedlberger, Donnerstag, 07.Dezember, 09:45 Uhr

5. " Bauernhof Olympiade "

Besser Bauernhof-Olympiade als Doping-Olympiade bzw. Kommerz-Olympiade . ( Mehr Funktionäre als Sportler ).

AS, Donnerstag, 07.Dezember, 08:56 Uhr

4. Entenrennen

auf der Pegnitz künftig auch verboten?
Vielleicht kann sich die Eventagentur ja wie bei der WM-Vergabe einfach schmieren lassen, vielleicht mal bei Beckenbauer nachfragen.

highwayfloh, Donnerstag, 07.Dezember, 08:27 Uhr

3. Ehre wem Ehre gebürt

Die ganzen Organisationen rund um die olympischen Spiele und deren Vertreter sollten aufgrund der ganzen Skandale um Vergabebestechung, Doping und vieles mehr, den Ball lieber sehr flach halten, Wie war das gleich wieder mit der Wertschätzung und der Herabwürdigung der olympischen Bewegung und dass diese NICHT in unlauterer Weise ausgenutzt oder beeinträchtigt werden darf?