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Schmerzensgeld akzeptiert Vergleich wegen bissiger Katze von Großmehring

Der gerichtliche Streit zweier Nachbarinnen um den Biss einer Katze in Ingolstadt endete mit einem Vergleich. Die Katzenbesitzerin zahlt der Klägerin die Hälfte des geforderten Schmerzensgeldes und der Behandlungskosten - zusammen knapp 2700 Euro.

Stand: 10.07.2017

Symbolbild: eine Hauskatze | Bild: colourbox.com

In der Verhandlung vor dem Landgericht Ingolstadt bestritt sie zwar, dass ihr Tier aggressiv sei. Um der guten Nachbarschaft willen wolle sie aber dem Vergleich zustimmen.

"Aggressive" Katze vom Frauchen verhüllt im Korb vor dem Landgericht Ingolstadt

Ursprünglich war geplant, dass die Katze zu einer Art Gegenüberstellung in den Sitzungssaal geholt wird. Dies wäre eine absolute Ausnahme gewesen, denn bei Gericht herrscht Tierverbot. Da die Parteien sich einigten, verzichtete Richterin Heike Linz-Höhne darauf. Die Katze saß, begleitet vom Freund der Beklagten, vor dem Sitzungssaal in einem Korb, der mit einem Tuch bedeckt war.

Die Klägerin hatte behauptet, dass die Nachbarskatze ihr am 9. Januar beim abendlichen Spaziergang ans rechte Bein gesprungen sei und sich dort festgebissen habe. Die Wunde habe sich entzündet, eine Narbe bleibe für immer.

Hat die Klägerin die Katze provoziert?

Die Frau fordert daher vor dem Landgericht Ingolstadt 2.000 Euro Schmerzensgeld. Ihre beklagte Nachbarin bestreitet, dass ihre Katze die Frau angegriffen hat. Wenn überhaupt, dann habe die Klägerin selbst die Katze zum Angriff provoziert.


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R.B., Dienstag, 11.Juli, 16:19 Uhr

5. Die Nachbarskatze

Die arme gebissene Frau. Ein Tipp vom Katzenpapa; um des Nachts sicherzustellen, dass man nicht von der "bösen" Nachbarskatze gebissen wird, sollte man auf jeden Fall Weihwasser und viel Knoblauch dabei haben ;-)

RalfK, Dienstag, 11.Juli, 14:34 Uhr

4. Katze greift Nachbarin an

Ich glaune daran, dass die Nachbarin die Katze dermaßen gereizt und provoziert hat, das die Katze beißt. Ich habe selber 2 Katzen und wenn ich meinen Kater auch zu viel reize,- weil ich es nicht raffe-, bekomme ich halt seine krallen. Das macht jeder Mensch genauso. Lao in die Tonne mit der Frau !!!

ich, Montag, 10.Juli, 17:13 Uhr

3. Kampfkatze?

Kaum zu glauben - Katzen sind üblicherweise nicht auf Angriff programmiert,
jedenfalls nicht gegenüber Lebewesen, die nicht unter den Begriff "Beute" fallen.
Hoffentlich kann die Katze dem Gericht überzeugend vermitteln, wie sie die Sache sieht!
*schnurr*
;-)

Tierfreund, Montag, 10.Juli, 12:44 Uhr

2.

Wenn es ein Hund gewesen wäre, würde nicht so ein Aufriss gemacht werden.

Tier ist Tier und Biss ist Biss !

  • Antwort von TjCo, Montag, 10.Juli, 15:09 Uhr

    Und Kot ist Kot.
    und wildern ist wildern.
    Der rechtliche Umgang mit Katzen ist vielen schon sehr lange ein Dorn im Auge.

  • Antwort von Mustermann, Dienstag, 11.Juli, 10:39 Uhr

    @ TjCo -
    Wildern ist Wildern. Richtig, aber vergessen Sie dabei nicht, wie groß die Schuld jedes Einzelnen zur Ausrottung der Lebewesen in unserer Natur ist: Verkehr, Landwirtschaft, 'leere' priv. Gärten, Müll, etc. etc. etc.
    Sie kennen ja den Spruch: Wer selbst im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen!

Cat Walker, Montag, 10.Juli, 10:35 Uhr

1. Cat and Johnny Walker

Wetten die Katze kommt ganz ruhig mit Johnny Walker im Blut zum Gerichtstermin? Optional geht natürlich auch ein Beruhigungsfutter und die Katze präsentiert sich ganz lieb vor dem Gericht.

Die Begriffskombination "Mensch und Verantwortung" entfernen sich mehr und mehr. Wo immer man hinsieht.