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Kandahar-Weltcup gerettet Grundstück für Zuschauer-Tribüne gefunden

Trotz juristischer Niederlage für das Weltcup-Organisationskomitee wird in Garmisch-Partenkirchen ein Grundstück für die Zuschauer-Tribüne im Zielbereich zur Verfügung gestellt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde schon unterschrieben.

Von: Von Birgit Grundner

Stand: 21.09.2016

ARCHIV: Tribünenplätze an der Kandahar Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen | Bild: picture-alliance/dpa/Peter Kneffel

Das Übereinkommen mit dem Grundstücksbesitzer gilt fünf Jahre. Am bisherigen Standort durfte die Tribüne nicht mehr so wie bisher aufgestellt werden.

Zielbereich muss neu geplant werden

So sah sie aus - die alte Tribüne bei der Kandahar-Abfahrt

Organisationskomitee-Geschäftsführer Peter Fischer erklärte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, mit dem neuen Grundstück werde der Zielbereich "total umgeplant". Neben einem Teil der Tribüne sollen nun auch die Zuschauer-Stehplätze, Sponsorenstände und die Videoleinwand verlegt werden. Schon für Donnerstag hat Fischer die Funktionäre des Internationalen Skiverbands FIS zu einer Ortsbegehung eingeladen.

Landwirt siegte vor Gericht

Im Streit um die Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen hatte der klagende Landwirt vor rund einem Monat einen Sieg vor Gericht errungen. Das Münchner Landgericht hatte entschieden, dass das Weltcup-Organisationskomitee auf seiner Wiese im Zielbereich 2017 keine Zuschauertribüne mehr aufbauen darf.

Keine Kompromissbereitschaft

Schon seit Jahren wehrte sich der Landwirt dagegen, dass bei dem Ski Weltcup-Rennen auf der Kandahar-Abfahrt eine Tribüne im Ziel auf seiner Wiese steht. Die Wiese sei nach den Rennen nicht mehr zu gebrauchen, so die Begründung des Landwirts.

Die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen hatte dem Landwirt laut Organisationskomitee eine viel wertvollere Tauschfläche angeboten. Dies habe der Landwirt allerdings abgelehnt. Für das Organisationskomitee und die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen war das ein herber Schlag. Denn damit war unklar, wie es mit dem alpinen Weltcup auf der Kandahar weitergeht.


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