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Abschiebehäftlinge in JVA Mühldorf Anstaltsleiter kann Hungerstreik nicht nachvollziehen

In der Abschiebeanstalt der JVA Mühldorf sind fünf abgelehnte Asylbewerber seit Sonntag in Hungerstreik. Der Anstaltsleiter hat dafür kein Verständnis. Die "eher pauschalen" Vorwürfe der unzureichenden medizinischen Versorgung und Verpflegung seien haltlos, sagte er dem BR.

Von: Christine Haberlander

Stand: 23.02.2016

Symbolbild: Hungerstreik | Bild: pa/dpa/Stephanie Pilick

Zwei der Männer stammen aus Afghanistan, einer aus der Türkei, einer aus Pakistan und ein weiterer aus Algerien.

Laut Anstaltsleiter Andreas Stoiber kommt regelmäßig eine Ärztin in die JVA Mühldorf, bei Bedarf auch zu Nachtzeiten. Das Essen werde aus der Küche der JVA Landshut angeliefert. Auch das Personal bekomme die gleichen Mahlzeiten. Die Portionen seien ausreichend, würden sogar gewogen, kontrolliert und könnten bewertet werden, sagte Stoiber dem Bayerischen Rundfunk.

Wollen die Asylbewerber ihre Abschiebung verhindern?

Andreas Stoiber, der die Justizvollzugsanstalten Landhut, Erding und Mühldorf leitet, glaubt, dass die fünf Männer mit ihrem Hungerstreik Aufmerksamkeit erregen möchten, um ihrer Abschiebung zu entgehen. Zur Zeit warten rund 40 Abschiebehäftlinge in der JVA Mühldorf auf ihre Ausreise aus Deutschland. Die durchschnittliche Verweildauer in der JVA beträgt 14 bis 20 Tage.


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