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Polizei deckt Lüge auf Übergriff durch Flüchtlinge in Holzkirchen frei erfunden

Der Fall hatte überregional und in den sozialen Netzwerken für Aufsehen und Diskussionen gesorgt: Drei Flüchtlinge sollen in Holzkirchen versucht haben, eine 19-Jährige zu vergewaltigen. Jetzt ist klar: Die Geschichte war frei erfunden.

Stand: 07.08.2015

Polizeiauto im Einsatz | Bild: picture-alliance/dpa

Die Berichte über den Fall hatten unter anderem dazu geführt, dass Bürger eine Facebook-Seite ins Leben gerufen hatten, um angebliche Straftaten von Asylbewerbern zu dokumentieren, sogar eine Bürgerwehr sollte gegründet werden. Doch jetzt die Wende: Laut Polizei habe es schlicht keinen Übergriff gegeben, die Frau habe das auch eingeräumt. Jetzt wird gegen die 19-Jährige selbst ermittelt.

Zwei Wochen nach der mutmaßlichen Tat hatte sich durch eine Zeugenaussage herausgestellt, dass die 19-Jährige nicht von dem Trio sexuell missbraucht werden sollte. Die 18 Jahre alten Männer wurden nach Polizeiangaben aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Kripo ermittelt nun wegen Vortäuschens einer Straftat und Freiheitsberaubung gegen die Frau.

Frau gesteht falsche Anschuldigung

Nach den neuen Ermittlungen war die 19-Jährige in der Nacht zum 23. Juli mit einem der drei Afghanen am Bahnhof unterwegs. Der Mann hielt sie demnach an der Hand und begann in der Fußgängerunterführung lediglich damit, sie oberhalb der Kleidung zu streicheln. Als die Frau sich dagegen wehrte, habe er damit aufgehört, so die Polizei. Die beiden anderen Asylbewerber hatten mit dem Fall überhaupt nichts zu tun. Mit dem neuen Sachverhalt konfrontiert gestand die 19-Jährige, die versuchte Vergewaltigung erfunden zu haben.

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