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In die Höhe gehen München liebäugelt mit Hochhäusern

Die Landeshauptstand braucht dringend Flächen für bezahlbaren Wohnraum. Warum nicht in die Höhe bauen? In München ist die Hochhausdiskussion erneut entfacht.

Von: Angela Braun und Matthias Lauer

Stand: 12.01.2018

Hochhaus "Ramses" in Neuaubing/Westkreuz (München) | Bild: picture-alliance/dpa / Sven Hoppe

In München fehlt es hinten und vorne an Wohnraum. Vor allem bezahlbar soll er sein.
Warum also nicht in die Höhe bauen?

Mehr Hochhäuser für München

Die neue Stadtbaurätin Elisabeth Merk will die Diskussion zum Thema Hochhäuser neu eröffnen. Deshalb schlägt sie dem Stadtrat eine Studie zum Thema Hochhäuser vor. Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter kann sich mehr Hochhäuser für München vorstellen – wenn auch nur dort, wo sie hinpassen. Nach seinen Vorstellungen könnten neue Bauten durchaus über 100 Meter hinauswachsen.

Münchner wollten keine neuen Hochhäuser

Mit einem Bürgerentscheid von 2004 hatten die Münchnerinnen und Münchner beschlossen, dass keine Häuser höher als 100 Meter gebaut werden dürfen. Der Entscheid war nur ein Jahr rechtlich bindend, hat aber die Diskussion wirksam gebremst. Reiters Ziel ist es, vor allem bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Für neue Planungen wünscht er sich von Architekten außergewöhnliche Entwürfe auch für Hochhäuser. Auch die neue Ausstellung "München weiterdenken", die am Donnerstagabend in der Rathaus-Galerie eröffnet wurde, beschäftigt sich mit dem Bau neuer Hochhäuser in München.


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VP, Samstag, 13.Januar, 11:25 Uhr

8. Hochhäuser in München

Warum nicht? Es müssen ja keine Hochhäuser innerhalb des Altstadtrings gebaut werden. Man kann auch elegante und schöne Hochhäuser bauen. Bisher wurden ja leider nur diese niedrigen, hässlichen cremefarbenen Schachteln gebaut die eher an ein Gewerbegebiet der 70er Jahre erinnern. Als gutes Beispiel möchte ich Wien nennen. Dort ist es gelungen eine wunderschöne Altstadt zu erhalten aber auch moderne und hohe Gebäude zu errichten. Münchens Architektur der letzten 20 Jahre ist sehr langweilig und kleinkariert.

Wolfgang, Samstag, 13.Januar, 08:43 Uhr

7. Warum Hochhäuser, Flächen- und Bebauungspläne im Bestand ändern.

In Feldmoching, Moosach und anderswo gibt es viele Bereiche mit mehr oder weniger Schrottimmobilien, Häuschen von 1920 oder 1951.

Baut dort einige neue "Haidhausen" in dem Baustil, viele Investoren, gemischte Nutzung, Blockrandbebauung für ruhige Innenhöfe.

Als Haidhausen gebaut wurde, in der Gründer- und Jugendstilzeit nach 1880, war dort auch Bebauung mit Real Schrottimmobilien.

Großflächig dort Baurrecht erteilen, für Gebäude mit deutlicher Firsthöhe oberhald der Traufhöhe für Satteldächer mit Kaltdach.

Ein großes Angebot mit Baurecht in Bestandsflächen ermöglicht z.B. Erbengmeinschaften ihr Grundstück in Genossenschaften einzubringen.

Chiemgau - Michi, Samstag, 13.Januar, 01:09 Uhr

6. Interessant wie sich . . .

der Trend für Plattenbausiedlungen im Westen durgesetzt hat . Über eine Einladung zur Einweihung der Plattenbauten würde sich Angela bestimmt freuen.

  • Antwort von Leonia, Samstag, 13.Januar, 10:15 Uhr

    Ihnen scheint entgangen zu sein, dass die vielen Hochhäuser, die Anfang der siebziger Jahre in und um München gebaut wurden, allesamt auch Plattenbauten sind. Sie sind nur im Gegensatz zur Schuhschachtelarchitektur der "realsozialistischen" Plattenbauten mit offeneren und tageslichttechnisch helleren Grundrissen gebaut worden und daher heute fast wieder vorbildhaft, wenn man sich die oft verwinkelten "interessanten" Grundrisse von Neubauten anschaut. Aber gebaut wurden sie aus vorgefertigten Plattenmodulen, ebenso wie heute wieder bei relativ schnell hochgezogenen Studentenwohnheimen und Boardinghäusern.
    Gegen Plattenbauten spricht eigentlich bautechnisch gesehen gar nichts, bei entsprechender Pflege und gut ausgeführter Isolierung ist der gut ausgetrocknete Beton wesentlich weniger schimmelanfällig als viele Vorkriegs- und unmittelbare Nachkriegsbauten.

Cosi , Freitag, 12.Januar, 22:38 Uhr

5. Hochhäuser!

Geht's denn noch!Macht eure Stadt nur greislich.Bis jetzt ist sie noch schön.
Warum muss München so widerlich ausschauen wie z.B.Frankfurt?
Nein Danke.

Von Oberbayern Genervter, Freitag, 12.Januar, 19:25 Uhr

4. München ist schon irre!

Sie wollen keine Hochhäuser, saugen aber alles an Industrie und damit Arbeitern ab, was landesweit nur geht.
Ach - Pendlerverkehr wollen sie auch nicht, wegen der Luft.
Toll sind dagegen so kleine Bruchbudenhütten wie diese illegal abgerissene. Die muss jetzt rein aus Prinzip für ein Heidengeld aus Platzspargründen wieder aufgebaut werden.
Mauer rum - Freiluftklapse!