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Panne in München Alkoholverbot um Hauptbahnhof verschoben

Das von der Stadt München beschlossene Alkoholverbot rund um den Münchner Hauptbahnhof tritt vorerst nicht in Kraft. Es ist an einem Formfehler gescheitert und daran, dass die Rechtsabteilung zuvor versäumt hatte, die Verordnung samt Lageplan rechtzeitig vom Oberbürgermeister unterzeichnen zu lassen.

Von: Birgit Grundner

Stand: 12.01.2017

Symbolbild: Ein Mann hält hinter seinem Rücken eine Flasche Bier in der Hand | Bild: picture-alliance/dpa/Daniel Karmann

Sie hatte Dieter Reiter die Unterlagen erst am Tag nach Erscheinen des Amtsblattes zur Unterschrift vorgelegt, wie ein Sprecher der Stadt München jetzt mitteilte. Trotzdem: Selbst wenn dies schon früher geschehen wäre, wäre die Verordnung noch nicht gültig. Denn „die als Unterschrift fungierenden“ Textzeilen „Dieter Reiter / Oberbürgermeister“ waren im Amtsblatt nicht wie vorgeschrieben direkt unter dem Verordnungstext abgedruckt, sondern erst nach dem anschließenden Lageplan.

In gut einer Woche gilt das Alkoholverbot

Die Verordnung wird jetzt am 20. Januar erneut im Amtsblatt veröffentlicht und tritt dann am 21. Januar in Kraft. Dann gilt: Bier, Wein und Schnaps sind zwischen 22 Uhr und 6 Uhr früh rund um den Hauptbahnhof verboten. Im Inneren des Bahnhofsgebäude ist das jetzt schon so. Die neue Hausordnung der Bahn ist nämlich schon wie geplant in Kraft getreten, dafür war keine Unterschrift vom OB nötig.


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Ebert, Samstag, 14.Januar, 12:40 Uhr

9. Randbemerkungen

Das wird doch, liebe Leser, nicht einen einzigen Säufer davon abhalten, dass er seinen benötigten Pegel aufrechterhält.

Die Polizei, oder wer auch immer wird das in den ersten 3 Wochen kontrollieren, dann läuft ja so und so alles wieder seinen gewohnten Gang.

Säufer finden selbst in Säuferheilanstalten immer Möglichkeiten sich voll laufen zu lassen, wie viel leichter ist es am Bahnhof.

Gehört halt in diesen Kreisen zum geselligen Vergnügen; die edlere Gesellschaft besäuft sich halt hinter verschlossenen Türen in ihren Villen, Häusern oder Wohnungen.

Wo ist der Unterschied.?

Ebert

Lorenz, Samstag, 14.Januar, 12:24 Uhr

8. Dumm gelaufen

Bürokratismus in höchster Form.
Da sollten sich andere Länder mal ein Beispiel nehmen.

spitzbua, Freitag, 13.Januar, 11:42 Uhr

7. Gilt nicht auch bei der MVG Alkoholverbot?

Denn ich hab bei vielen, die schon mit einer Flasche Bier einsteigen nicht ein einziges mal eine Kontrolle des Problems gesehen? Anordnungen sind das eine - aber dann sollte man darauf auch reagieren. Und da fehlt es an alles Ecken! Kann mir gut vorstellen, das sich das Problem am und im Hauptbahnhof schnell verlagern wird - und bis dann die Behörden und unser Stadtrat wieder darauf reagieren vergehen Jahre.........

websaurier, Freitag, 13.Januar, 11:02 Uhr

6. Wieher, Wieher


""Denn „die als Unterschrift fungierenden“ Textzeilen „Dieter Reiter / Oberbürgermeister“ waren im Amtsblatt nicht wie vorgeschrieben direkt unter dem Verordnungstext abgedruckt, sondern erst nach dem anschließenden Lageplan.""....

Das ist Deutschland, wie wir es kennen !!!
Da ist eine Unterschriftszeile doch glatt an der falschen Stelle platziert; ein Unding! Also wirklich...

Truderinger, Donnerstag, 12.Januar, 11:55 Uhr

5. Wo trinke ich jetzt mein Bier?

Glücklicherweise, sind Schnapsflaschen nicht so groß und ich kann die schnell aus der Hosentasche ziehen, einen runtergurgeln und die Flasche gleich wieder im Hosensackerl verstecken. Ich weiß mir zu helfen! Da kann der Reiter noch so rumkrakelen.

  • Antwort von Betroffener, Donnerstag, 12.Januar, 13:07 Uhr

    Lieber Herr Truderinger, für Sie wird sich nicht allzu viel ändern. Es gilt ein Alkoholverbot ab 22 Uhr. Da ist das Problem mit denen, die bereits um 15 Uhr stockbesoffen da abhängen, noch nicht mal angedacht.

  • Antwort von Erni, Freitag, 13.Januar, 18:03 Uhr

    auf dieser Basis sind die Kommentare von Truderinger auch einzuordnen !!