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Gewitterfront überm Chiemsee Segelyacht kentert bei Gollenshausen

Großeinsatz für Rettungsdienste und Wasserschutzpolizei am Chiemsee während des Gewitters am späten Samstagnachmittag: Mehrere Segel- und Elektroboote waren in Seenot geraten. Eine Yacht kenterte.

Stand: 26.06.2016

Segelboote während Gewitter am 25. Juni 2016 auf dem Chiemsee in Seenot | Bild: Wasserschutzpolizei Prien am Chiemsee

Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei waren die Rettungsdienste mit zehn Booten im Einsatz, um die Besatzungen von havarierten Segel- und Elektrobooten in Sicherheit zu bringen.

Böe erfasst Segelboot

Auch dieser Segelbootbesatzung musste die Wasserwacht helfen.

Im Bereich Gollenshausen am Nordwestufer wurde eine Segelyacht mit zwei Männern kurzzeitig vermisst. Das Boot war gekentert (großes Foto oben). Die 52 und 54 Jahre alten Skipper waren nirgendwo im Wasser zu sehen. Die beiden hatten an einer Regatta teilgenommen und wollten nach Hause. Obwohl sie laut Wasserschutzpolizei ihre Segel rechtzeitig eingeholt hatten und mit Motor fuhren, erfasste eine heftige Böe ihr Boot und warf es bei hohem Wellengang um.

Die beiden Männer wurden von der Besatzung eines anderen Segelbootes gerettet und unverletzt an Land gebracht. Der Wasserwacht gelang es, das gekenterte Boot wieder aufzustellen. Die Retter pumpten die Yacht leer schleppten sie ohne größere Schäden, so die Wasserpolizei, in den Heimathafen.

Viele Einsätze wegen umgestürzter Bäume

Im Zusammenhang mit den Gewittern, die sich zwischen 17 und 20 Uhr über dem südlichen Teil Oberbayerns entluden, meldete das zuständige Polizeipräsidium in Rosenheim rund 50 Einsätze - vor allem wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste auf den Straßen. Aber: "Keinerlei Verletzte oder größere Schäden wurden bekannt", schreibt der zuständige Beamte.


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