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Traunsteiner Georgiritt Zum Jubiläum Segen vom Kardinal

Der Chiemgau in Feierlaune. Mit dem traditionellen Georgiritt hat Traunstein am Ostermontag eine der größten Pferdewallfahrten Bayerns erlebt. 10.000 Zuschauer säumten die Straßen und Plätze. Zum 125-jährigen Jubiläum kam Kardinal Reinhard Marx.

Von: Christine Haberlander

Stand: 28.03.2016

Besucher, Schwertertanz und geschmückte Pferde beim Georgiritt am 28. März 2016 in Traunstein | Bild: BR/Georg Barth

An die 400 festlich geschmückte Rösser, Kutschen mit Blaskapellen und das rund 60 Mann umfassende "Fußvolk" aus Schwerttänzern und Landsknechten zogen bei frühlingshaftem Wetter durch Traunstein. Vom Stadtplatz durch die Innenstadt zum Ettendorfer Wallfahrtskircherl.

Winter austreiben

Kardinal Reinhard Marx segnete die Teilnehmer.

Die 2016er-Wallfahrt war ein besonderes Jubiläum: Der St.-Georgsverein, der den Georgiritt ausrichtet, wird 125 Jahre alt. Aus diesem Anlass segnete der Münchner Kardinal Reinhard Marx die Teilnehmer an der Wallfahrtskirche in Ettendorf. Damit sollen die Tiere, die Feldarbeit und der heimische Stall vor Krankheiten und größeren Unglücken verschont bleiben.

Traditionell säumten Tausende Besucher die Wegstrecke. Vor und nach dem Georgiritt (09.00 Uhr und gegen 14.00 Uhr) fand auf dem Stadtplatz der Schwertertanz statt. Er reicht bis ins Jahr 1530 zurück und symbolisiert den Sieg des Frühlings über den Winter.

Zur Geschichte

Eine Attraktion für sich: der Schwertertanz auf dem Stadtplatz.

Der erste Nachweis des Ritts geht auf eine Kirchenrechnung aus dem Jahr 1762 zurück. Weil Ende des 19. Jahrhunderts immer weniger Pferde am Georgiritt teilnahmen, gründete sich 1891 der St.-Georgsverein, der bis heute den Ritt organisiert.

Der Traunsteiner Georgiritt musste nur wenige Male ausfallen: in Kriegszeiten, 1955 (weil der Weg ums Ettendorfer Kircherl nicht passierbar war) sowie in den Jahren 1952, 1966 und 2001 - wegen der damals herrschenden Maul- und Klausenseuche.

Tipps für Zuschauer

Die Besucher werden gebeten, Parkplätze und Parkhäuser zu benutzen - einfach dem Parkleitsystem folgen. Entspannter ist die Anreise mit Bus und Bahn. Bis 15 Uhr sind der Stadtplatz und die Strecke zeitweise für den Verkehr gesperrt.

Bildergalerie: Wer war der Heilige Georg?

 


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Altgläubiger, Mittwoch, 30.März, 14:59 Uhr

2. Bewahre die Bräuche und sorge ordentlich für deine Schäfchen, Bischof Marx...

Da hat der Marx mal wieder was für die eigenen Schäfchen getan. Der ist doch seit Monaten vorwiegend mit der Flüchtlingspropaganda beschäftigt. So hat er hoffentlich wieder etwas Bezug herstellen können zu seinen eigentlichen Aufgaben. Denn wenn der so weiter macht mit seiner Muslimen-Hätschelei, treten immer mehr Kirchenmitglieder aus!

wolfgang huber, Montag, 28.März, 12:56 Uhr

1. Sich die Ehre geben,..gibt sich die Ehre...

..muss es heissen, liebe Redaktion, er ehrt die Veranstaltung mit seiner Teilnahme bzw. Anwesenheit und verteilt keine Ehrungen oder “Ehren“.

Sehr geehrter Herr Huber,

da haben Sie natürlich völlig recht. Wir haben den Fehler ausgebessert.

Danke
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  • Antwort von Aguirre, Montag, 28.März, 16:50 Uhr

    Was würde Jesus dazu sagen? Er würde nur mitleidvoll lächeln.

  • Antwort von Erik L., Dienstag, 29.März, 16:06 Uhr

    Aguirre - sinnfreier Beitrag! Aber wie kann man auch Anderes erwarten? Ich erfreue mich jedenfalls an dem Erhalt unserer Bräuche und tausende Mitbürger ebenso...