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Verwaltungsgericht München Frau wehrt sich gegen Klosterauflösung in Altomünster

Bis heute wehrt sich eine Frau gegen die Auflösung des Klosters Altomünster. Der Fall geht heute vor dem Verwaltungsgericht München in die nächste Runde.

Von: Markus Kaiser

Stand: 15.02.2018

Schwester Apollonia (r.) und Claudia Schwarz im Dezember 2016 in der Kapelle von Kloster Altomünster | Bild: picture-alliance/dpa/David Rising

Das Kloster Altomünster im Landkreis Dachau wurde vor einem Jahr aufgelöst. Die letzte verbliebene Nonne hatte nach langer Zeit des Widerstands gegen die Klosterauflösung das Kloster unfreiwillig verlassen. Doch eine Frau ist geblieben, die sich bis heute gegen die Auflösung sträubt.

Frau will Kloster Altomünster nicht verlassen

Es sei der Wille Gottes, dass sie im Kloster bleibt, so sieht es Claudia Schwarz, die kurz vor der Klosterauflösung dem Orden der heiligen Birgitta von Schweden beitreten wollte. Seit einem Jahr wohnt sie alleine im Kloster Altomünster und zieht für eine Wiederbelebung des Ordenshauses auch vor Gericht.

Vor dem Verwaltungsgericht München klagt die gelernte Juristin heute gegen das Landratsamt Dachau, das ihr die Nutzung des Klosters aus Brandschutzgründen untersagt hatte. Das baufällige Kloster könne bei einem Brand zur Todesfalle werden, so ein Sprecher des Landratsamtes.

Räumungsverfahren droht

Sollte die Entscheidung des Gerichts heute ergeben, dass Claudia Schwarz weiterhin im Kloster wohnen darf, dann steht Ende des Monats bereits der nächste Prozess an: Ein Räumungsverfahren, das die neue Klostereigentümerin, die Erzdiözese München und Freising, angestoßen hat.


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