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Einweihung "Fischaufstiegshilfe" Wo Fische über Treppen wandern

Die aufwendigste Fischaufstiegsanlage, die es an der Donau in Deutschland gibt, wird heute in Bertoldsheim offiziell eingeweiht. Die Aufstiegshilfe soll vor allem eines sein: eine wichtige Verbesserung für die Fischwelt.

Von: Tobias Betz

Stand: 18.05.2017

Wanderner Fisch  - auch in der Donau | Bild: picture-alliance/dpa

Die Rhein-Main-Donau AG (RMD) und der Kraftwerksbetreiber Uniper sind Planer und Bauherr der knapp drei Millionen Euro teuren Anlage.

Mit ihr werden weitere 22 Donaukilometer durchgängig für Barben und Äschen, schreibt die RMD. Gerade die Donaufische stehen schon auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. 77 Prozent der heimischen Fischarten sind vom Aussterben bedroht. Die EU will diesen Trend stoppen.

Sauber und ökologisch

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der EU stammt aus dem Jahr 2000 und weist alle Mitgliedsstaaten an, nicht nur Grundwasser, sondern auch Bäche, Flüsse und Seen zu schützen. Das gilt sowohl für Sauberkeit als auch für Ökologie. Die Kriterien für letztere sind eine möglichst intakte Flora und Fauna.

Dabei spielt die sogenannte Durchgängigkeit - also dass die Fische in den Flüssen jederzeit hin- und herwandern können, ohne von einem Stauwehr davon abgehalten zu werden - eine zentrale Rolle. Und weil die Ziele der WRRL bis spätestens 2027 erreicht sein müssen, wird derzeit mit Millionenaufwand eine Fischaufstiegshilfe nach der anderen gebaut.

Flussabwärts Opfer der Turbine

Allein in Bayern plant Uniper 43 Fischaufstiegsanlagen an Bayerns großen Flüssen bis zum Jahr 2027. Kritik kommt vom Naturschutzverband LBV. Der Fischaufstieg sei prinzipiell richtig, jedoch funktioniere der nur in eine Richtung, nämlich flussaufwärts. Fische, die flussabwärts wanderten, seien da der Turbine des Wasserkraftwerks ausgeliefert. Außerdem fordert der LBV ein ständiges Monitoring, um feststellen zu können, ob die Anlage überhaupt genutzt wird. Das will der Betreiber Uniper etwa im Herbst einrichten.


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Sepp Steinlechner, Donnerstag, 18.Mai, 15:16 Uhr

1. Beitrag Fischaufstiegshilfe

Unterwww.br.de hat der Verfasser Fischaustiegshilfe geschrieben, also nicht FischauFFFFstiegshilfe. Frage: warum lesen soviele Journalisten/innen ihre Beiträge nach dem Verfassen nicht noch einmal durch? dann könnten sie doch ihre Rechtschreibfehler entdecken und korrigieren. So aber bleibt der Eindruck bei den Lesern zurück, dass den Journalisten Schreibfehler "wurscht" sind.

  • Antwort von BR24 Team, Donnerstag, 18.Mai, 16:04 Uhr

    Lieber Herr Steinlechner,

    Schreibfehler sind uns nicht wurscht, aber manchmal geschehen sie. Dann freuen wir uns über Ihre Hilfe. Die Dachzeile ist jetzt korrigiert. Haben Sie vielen Dank für den Hinweis.

    Beste Grüße

    Ihr BR24 Team