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Einbruchserie in Bergbahnen Fünfköpfige Bande in Innsbruck verurteilt

Nach zahlreichen Einbrüchen in Bergbahnen zum Beispiel in der Jennerbahn in Schönau am Königssee oder der Kampenwandbahn im Landkreis Rosenheim im vergangenen Jahr sind die Täter in Innsbruck zu Haftstrafen, teils auf Bewährung, verurteilt worden.

Von: Christine Haberlander und Lena Deutsch

Stand: 11.08.2017

Die Kampenwandbahn wird 60 | Bild: BR / Nathalie Stüben

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass zwei Mitglieder der Einbrecherbande nicht nur in österreichische Bergbahnen eingebrochen sind, sondern auch an 25 Einbrüchen in Bergbahnen im bayerischen Alpenraum zwischen Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen beteiligt waren.

500.000 Euro Schaden allein in Oberbayern

Der Sachschaden, den die Täter durch die Einbrüche vor allem in die Talstationen angerichtet haben und die Beute betrugen allein in Oberbayern rund 500.000 Euro. Ein 40-Jähriger muss vier Jahre in Haft, ein 37-Jähriger drei Jahre. Gegen drei weitere Beteiligte wurden ebenfalls Haftstrafen ausgesprochen, die nach Anrechnung der Untersuchungshaft zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Grenzübergreifende Polizeiarbeit

Die deutsche Polizei hatte mit österreichischen Kollegen zusammen ermittelt und eigens die Ermittlungsgruppe "Bergbahn" in Bad Reichenhall eingerichtet. Kurz vor Weihnachten 2016 gelang es schließlich Beamten des Landeskriminalamtes Tirol, die albanische Diebesbande, drei Männer und zwei Frauen zwischen 21 und 39 Jahren, nach Einbrüchen in Zauchensee festzunehmen. Die Täter waren mit einem weißen Wohnmobil und einem Pkw mit italienischer Zulassung unterwegs gewesen.


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Anton, Samstag, 12.August, 13:02 Uhr

1. Urteile

Bei der Schwere der Vergehen, teilweise nur Bewährungsstrafen auszusprechen, ist für den Normalbürger nicht nachvollziehbar. Wie so oft. Wie soll man sich da noch sicher fühlen können.Ich kann auch oft die Anwälte nicht begreifen, die wider besseres Wissen, und das ist meine Meinung, Tätern zu solchen weichgespülten Urteilen verhelfen.

  • Antwort von Wolf, Samstag, 12.August, 13:44 Uhr

    Was ist an 3 und4 Jahren Knast weichgespült? Wollen sie eine Standrechtliche Erschießung wegen eines Einbruchs? Und selbstverständlich arbeitet ein Anwalt FÜR seinen Mandanten,nicht gegen ihn. So funktioniert eine demokratische Justiz,Gott sei dank. Ich bin Normalbürger und das Urteil ist völlig Nachvollziehbar.......wenn man denn will....

  • Antwort von Dieter, Samstag, 12.August, 20:20 Uhr

    @Anton
    Sie müssen die „Milden Urteile“ auch unter dem Aspekt der Kostenersparnis für unseren Staat akzeptieren lernen. Gefängnisinsassen kosten richtig Geld. M.f.G

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  • Antwort von Dieter, Samstag, 12.August, 23:40 Uhr

    @BR. Redaktion
    Eine "Demokratie", in der das Volk nix zu melden hat und von seinen angeblichen Vertretern nur verachtet wird, ist reine (Lobby) Fassade. Wo man als Rassist beschimpft wird, als Köter Rasse, als Schande für Deutschland, nur weil man die sog. Flüchtlingspolitik und ihre Folgen ablehnt, da pfeift die Demokratie aus dem letzten Loch. Wo Rundfunkgebühren-Verweigerer im Knast landen, während schwer Kriminelle mit Migrationshintergrund frei herumlaufen, da ist Demokratie nur noch ein schönes Wort für Sonntagsreden und Aufsätze entrückter Akademiker.

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