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Drogenversand mit der Post Frasdorfer Pärchen hat Profi-Marihuana-Plantage

Ein Pärchen aus Frasdorf (Lkr. Rosenheim) hat offenbar monatelang von Frasdorf aus Drogen mit der Post verschickt - und das europaweit. Die beiden hatten in ihrer Wohnung eine professionelle Aufzuchtanlage für Marihuanapflanzen.

Von: Dagmar Bohrer-Glas

Stand: 02.12.2016

Aufzuchtanlage für Marihuanapflanzen in einer Frasdorfer Wohnung | Bild: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Festgenommen wurden ein 27-jähriger Mann, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt, und seine 23-jährige Lebensgefährtin, deren Haftbefehl vom Richter mit Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei waren aufwendig und erfolgten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post.

Auf die Spur kamen die Ermittler den Frasdorfern, weil ein Päckchen an den vermeintlichen Absender - ein Rosenheimer Reisebüro - zurückging. Die Mitarbeiter verständigten sofort die Polizei. Nach Polizeiangaben tauchten immer wieder Drogensendungen auf, immer waren Reisebüros als Absender angegeben. Mithilfe des Postverteilerzentrums Kolbermoor konnten diejenigen Briefkästen ermittelt werden, von denen aus die Drogen auf den Postweg gebracht worden waren.

Aufzuchtanlage hinter geheimer Tür

Dieser Schrank tarnte die Tür zur Aufzuchtanlage

Am Dienstag wurde der 27-Jährige festgenommen, als er gerade wieder vier Drogensendungen von der Rosenheimer Innenstadt aus verschicken wollte. In seiner Wohnung in Frasdorf fanden die Beamten kiloweise Drogen: 1,2 Kilo Amphetaminpaste, 680 Ecstasypillen, 1,7 Kilo Pilze und eine Aufzuchtanlage für Marihuanapflanzen - in einem Zimmer, dessen Eingang mit einen großen Schrank verstellt war.

Die "Ernte" der Polizei erbrachte 4,2 Kilogramm Pflanzen und Dolden. Die Polizei geht davon aus, dass das Pärchen bislang mindestens 38 Päckchen versandt hat. Die Ermittlungen gehen weiter.


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