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Tötungsdelikt in Dorfen Somalier gesteht Messerstiche in Asylbewerberunterkunft

In einer Asylbewerberunterkunft in Dorfen (Lkr. Erding) hat in der Nacht ein 38 Jahre alter Asylbewerber einen Mitbewohner erstochen. Der aus Somalia stammende Mann hat inzwischen gestanden. Die beiden Männer, die sich ein Zimmer in der Containerunterkunft teilten, waren in Streit geraten.

Von: Oliver Bendixen

Stand: 22.02.2016

Streifenwagen mit Blaulicht (Archiv) | Bild: picture-alliance/dpa/Patrick Seeger

In einer Asylbewerberunterkunft im oberbayerischen Dorfen hat in der Nacht auf Sonntag ein 38 Jahre alter Asylbewerber einen Mitbewohner erstochen. Der aus Somalia stammende Mann war mit dem 20-jährigen Senegalesen offensichtlich in Streit geraten. Im Verlauf der Auseinandersetzung attackierte der 38-Jährige seinen Kontrahenten mit einem Klappmesser und versetzte ihm mehrere Stichverletzungen am Oberkörper. Das Opfer starb noch am Tatort.

Der Tatverdächtige ließ sich vor der Unterkunft widerstandslos festnehmen und hat bei einer Vernehmung durch die Kriminalpolizei Erding inzwischen gestanden. Jetzt sollen die übrigen Bewohner der Unterkunft mit Hilfe von Dolmetschern vernommen werden. Der festgenommene Somalier wird am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Übergriff auch in Prien am Chiemsee

Wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt die Polizei auch gegen einen Bewohner einer Asylbewerberunterkunft in Prien am Chiemsee. Dieser hatte ebenfalls in der Nacht auf Sonntag einem Mitbewohner mehrfach einen Stein auf den Kopf geschlagen. Das Opfer musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Täter konnte in der Unterkunft festgenommen werden. Es liegen noch keine Personalien der beiden Beteiligten vor.

Massenschlägerei in Poing

In einer Asylbewerberunterkunft im oberbayerischen Poing ist es in der vergangenen Nacht zu einer Massenschlägerei gekommen. Anlass war die Tatsache, dass ein Iraker aus noch ungeklärten Gründen den Alarmknopf einer Feuermeldeanlage gedrückt hatte. Daraufhin versuchten etwa 25 Afghanen, den Mann zu attackieren, der bei der Auseinandersetzung eine Kopfplatzwunde erlitt. Zu Ende war die Auseinandersetzung, als schließlich ein Großaufgebot der Polizei eintraf und den Mann aus der ihn umringenden Menge seiner Kontrahenten befreite.

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