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Aktuelle Fahndung Polizei sucht mit DNA-Test nach Rosenheimer Vergewaltiger

Eine junge Frau wurde in Rosenheim Opfer eines brutalen Vergewaltigers. Jetzt sucht die Polizei den Täter mittels DNA-Reihen-Test. 800 Männer sollen eine Speichelprobe abgeben.

Von: Dagmar Bohrer-Glas

Stand: 13.10.2017

Symbolbild: Polizeiauto mit Blaulicht | Bild: picture-alliance/dpa/Frank Leonhardt

Nach einer Vergewaltigung Ende Juli findet an diesem Wochenende in Rosenheim eine DNA-Reihenuntersuchung statt. Rund 800 Männer wurden angeschrieben und gebeten, an diesem Samstag und Sonntag im Bildungszentrum der Handwerkskammer Rosenheim eine Speichelprobe abzugeben.

Männer waren in Tatort-Nähe

Die Teilnahme ist freiwillig, so das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Es hofft darauf, den möglichen Tatverdächtigen überführen bzw. Unschuldige entlasten zu können. Die rund 800 Eingeladenen haben sich vor, während und nach der fraglichen Tatzeit in der Nähe des Tatortes aufgehalten. Das haben neben Zeugenaussagen auch Handyauswertungen ergeben, so Polizeisprecher Jürgen Thalmaier.

Gelingt der Plan, dann wäre das nicht das erste Mal, dass die DNA der Polizei in Oberbayern hilft, ein Verbrechen aufzuklären.

Großer Aufwand

Für das Polizeipräsidium sei der DNA-Massentest ein hoher logistischer und personeller Aufwand, das Bildungswerk habe freundlicherweise seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Nach der Vergewaltigung einer 21-Jährigen am 23. Juli am Mangfalldamm an der Rosenheimer Kunstmühlstraße konnte eine DNA-Spur gesichert werden. Die junge Frau konnte nach der Tat keine genaue Täterbeschreibung abgeben.

Eine weitere Vergewaltigung einer 34-Jährigen im September am Simssee scheint mittlerweile aufgeklärt. Mutmaßlicher Täter war hier ein Mann aus Nigeria.


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