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Dialektpreis für Drehbuchautorin Karin Michalke liebt ihre Heimat

Sie steht lieber im Hintergrund, hat Drehbücher von drei Rosenmüller-Filmen verfasst - und ein erfolgreiches Buch über das Leben auf der Alm geschrieben. Karin Michalke wurde am Abend (20.03.) in der Münchner Residenz mit dem oberbayerischen Dialektpreis ausgezeichnet.

Stand: 20.03.2017

Karin Michalke | Bild: BR/Raphaela Film

Aufgewachsen ist Karin Michalke in Tandern im Landkreis Dachau  - in einem Dorf mit 900  Einwohnern. Erlebnisse ihrer Jugend spiegeln sich in der Film- Trilogie "Beste Zeit" - " Beste Gegend" - "Beste Chance", die Regisseur Markus H. Rosenmüller verfilmt hat. Viele Drehorte liegen im Heimatlandkreis Dachau.

"Und dann war das Buch fertig ..."

Karin Michalke wollte eigentlich Regisseurin werden und hat 1998 an der Filmhochschule in München ein Studium angefangen. Mit dem Regieführen aber war sie nicht glücklich -  und kam so zum Drehbuchschreiben.

"Alle machen irgendwelche Filme mit Kunstanspruch und so. Jetzt zeige ich es ihnen, habe ich mir gedacht. Jetzt schreibe ich so wie es war oder so wie es gewesen ist. Und dann war das Buch fertig. Und ich hab meinen Abschluss gehabt", erzählt die Drehbuchautorin.

Karin Michalke arbeitet immer wieder als Sennerin in den bayerischen Bergen.

"Mein Professor damals hat immer schon gesagt, dass ich schreiben soll. Und wenn man sich dann in den Kopf setzt, dass man Filme machen muss, obwohl einen das komplett überfordert, das dauert halt Jahre, bis man das erkennt. Dann denkt man sich, warum habe ich das nicht gleich gemacht."

Karin Michalke, Drehbuchautorin und Schriftstellerin

Die bodenständige Drehbuchautorin und Schriftstellerin hat noch eine zweite Leidenschaft  – das Leben auf der Alm. Karin Michalke verbringt seit zehn Jahren immer wieder mehrere Wochen im Jahr als Sennerin in den bayerischen Bergen. Die oberbayerische Autorin lebt am Schliersee. Ihre Erlebnisse hat sie in dem Buch "Auch unter Kühen gibt es Zicken" aufgeschrieben.

Hintergrund:

Der Preis wird am Abend in der Münchner Residenz vom Kultusministerium für alle Regierungsbezirke verliehen. Mit dabei sind auch Kultusminister Spaenle und Heimatminister Söder.

Weitere Preisträger:

Die weiteren Auszeichnungen erhalten: der Münchner Liedermacher Willy Michl, der Filmregisseur Leo Hiemer (Allgäu), die Mundartkabarettisten Gebrüder Panitz (Nord-/Mittelschwaben), die Kabarettisten Volker Heißmann und Martin Rassau (Mittelfranken), die Liedermacherin Sara Brandhuber (Niederbayern), das Schülerprojekt "Dialekt Eckerl" der staatlichen Realschule Vohenstrauß (Oberpfalz), die Mundartdichterin Annemarie Leutzsch (Oberfranken), der Schriftsteller Fitzgerald Kusz (Mittelfranken) und das Unterfränkische Dialektintitut.


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AFDlerin, Dienstag, 21.März, 11:38 Uhr

9. Heimat????

Wo? Am Stacchus? In Landshut? In Rosenheim? In Traunreut? In Kraiburg? Oder in Traunstein? Tschuldigung, da muss ich laut lachen.

  • Antwort von Dolce Vita, Dienstag, 21.März, 12:02 Uhr

    Mit den Worten der Zauberin: Heute schon geätzt ?!

    AFDlerin, Menschen wie sie tun mir nur noch leid.
    Wer nur noch Negatives in seiner Umwelt wahrnimmt, der hat mit sich selbst ein Problem.
    Mit der Wirklichkeit hat das alles nichts mehr zu tun.
    Das dann unter einem Artikel, der mit einer Auszeichnung zu tun hat.

PeterZä , Dienstag, 21.März, 05:56 Uhr

8. Enttäuscht

Ich bin erschüttert.
Heimatliche?
Geht's noch?
Solche ausgrenzenden Themen erwartet man von der rechtsradikalen identitären Bewegung.
Das der br soetwas gut findet erschüttert mich.

  • Antwort von Dialektfreund, Dienstag, 21.März, 10:29 Uhr

    @ PeterZä
    Ihren Kommentaren nach zu urteilen, verstehe ich ihre " Erschütterung" !

Spötter, Montag, 20.März, 17:22 Uhr

7. Ich will einen schwulen Bundespräsident, der lesbisch ist

und es mit Hunden kann. Ehrlich. Außerdem will ich Friesen, die Bayerisch sprechen, mit dem Kinderwagen zum Joggen gehen, um attraktiv zu sein, gleichzeitig aber beim Bund der bayerischen Königstreuen sind. Sie sollen natürlich einen grönländischen Migrationshintergrund haben. Und am Ende ist das, was man Identität nennt, die Witznummer von bindungslosen Leuten, die keine haben. Die katholische Kirche macht es schon vor, die Selbstaufgabe.

  • Antwort von Bayer, Montag, 20.März, 18:35 Uhr

    Was hat das jetzt mit dem oberbayerischen Dialektpreis zu tun ?
    Können sie das Geheimnis lüften ?

  • Antwort von Spötter, Montag, 20.März, 18:52 Uhr

    @Bayer Das hat damit zu tun, dass das Bayerische als Dialekt bereits seit Langem verunreinigt ist.

  • Antwort von Bayer, Montag, 20.März, 19:13 Uhr

    @ Spötter
    Na, da kennen sie mich nicht !

  • Antwort von Wolf, Montag, 20.März, 19:45 Uhr

    Verunreinigt? Das bedarf der Erklärung. Dann mal los....wir sind gespannt. By the way,kennen sie überhaupt die Filme um die es geht? Da geht es um eine Kindheit und Jugend auf dem Land,sehr speziell,sehr bayrisch,im positiven Sinn.

  • Antwort von Dachauer, Montag, 20.März, 21:15 Uhr

    @ Wolf
    Auf die Erklärung vom Spötter bin ich auch gespannt !

  • Antwort von Spötter, Dienstag, 21.März, 11:36 Uhr

    Na z.B. ist das "enk" oder das "bal" fast ganz ausgestorben. Auch sagt niemand mehr "Cheamsee" oder "Prean", es ei denn er ist wirklich von hier. Auch das "es" versteht kaum noch jemand mehr. An die Stelle tritt ein Tourismusbayerisch, das auch phonetisch nicht mehr korrekt ist. Z.B. heißt es nicht Vater mit hellem a, sondern eher voda, mit dunklem a.

Japaner, Montag, 20.März, 17:18 Uhr

6. Man wird deshalb nicht einheimisch

nur weil man im selben Ort wie die Einheimischen lebt. Genauso wenig ist man Bayer, wenn man in München lebt. Mir als Japaner ist das völlig selbstverständlich. Die Deutschen haben ein schwer gestörtes Verhältnis zur eigenen Identität.

Zauberin, Montag, 20.März, 15:28 Uhr

5. wie immer, nur schlimmer

völlig sinnfreie und keinesfalls themenbezogene Kommentare.

Hauptsache, heute schon geätzt.

Irgendwie kann man Lebensangst, Flüchtlinge und Überfremdungsphantasien mittlerweile wohl mit jedem Thema in Verbindung bringen.

Da sollte vielleicht doch mal wieder ein Ruck ... zur Zufriedenheit passieren, die wir mit unserer Heimat hier durchaus haben können.

  • Antwort von Hannah, Montag, 20.März, 16:30 Uhr

    @ Zauberin
    Volle Zustimmung von einer Zufriedenen, Danke.
    Meinen Glückwunsch an die Preisträger.