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Bayerischer Dialektpreis 2017 Heißmann & Rassau und Willy Michl ausgezeichnet

In der Münchner Residenz haben Heimatminister Markus Söder und Kultusminister Ludwig Spaenle am Montagabend zum ersten Mal den Bayerischen Dialektpreis vergeben. Ausgezeichnet wurden insgesamt zehn Preisträger aus allen bayerischen Regierungsbezirken.

Stand: 21.03.2017

Vor allem junge Leute sollen sich wieder mehr zum Dialekt bekennen, sagte Heimatminister Markus Söder bei der feierlichen Preisverleihung.

"Die Preisträger tragen dazu bei, die regionale Vielfalt der heimischen Dialekte zu pflegen und für die kommenden Generationen zu erhalten."

Heimatminister Markus Söder (CSU)

So wie zum Beispiel die Schülerinnen und Schüler der Realschule Vohenstrauß in der Oberpfalz. Im sogenannten Dialekt-Eckerl auf der Homepage der Schule haben sie inzwischen über 800 Audiobeiträge rund um den Oberpfälzer Dialekt und seine Besonderheiten erstellt.

Annemarie Leutzsch: Dialektpreis fürs Lebenswerk

Die 89-jährige Mundartdichterin Annemarie Leutzsch aus Oberfranken, bekannt als "Rettl aus dem Hummelgau", erhielt den Dialektpreis für ihr Lebenswerk. Für Niederbayern ausgezeichnet wurde die Liedermacherin Sara Brandhuber.

Für Oberbayern ging der Dialektpreis an die Drehbuchautorin und Filmemacherin Karin Michalke. Für Mittelfranken wurde der Schriftsteller Fitzgerald Kusz ausgezeichnet. Der Dialektpreis für Unterfranken ging an die Wissenschaftler des Unterfränkischen Dialektinstituts.

Zwei Preise gehen nach Schwaben

Für den Bezirk Schwaben gab es gleich zwei Preise: Für das Allgäu wurde Filmemacher und Autor Leo Hiemer ausgezeichnet, für Nord-/Mittelschwaben die Mundartkabarettisten Reiner und Dietmar Panitz alias "Die Mehlprimeln". Sonderpreise gab es zudem für den Isarindianer Willy Michl und die beiden fränkischen Kabarettisten Martin Rassau und Volker Heißmann ("Waltraud und Mariechen").

Die Preise waren jeweils mit 1.000 Euro dotiert. Alle Preisträger würden ihren Teil dazu beitragen, dass der Dialekt wieder einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft genießt, so Kultusminister Ludwig Spaenle. "Dialekt ist ein Stück Heimat und gelebte Kultur."


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