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Aktion vor Münchner Kreisverwaltungsreferat Feuerwehr und Polizei entfernen angekettete Demonstranten

Die Polizei hat am Abend die Protestaktion vor dem Kreisverwaltungsreferat der bayerischen Landeshauptstadt beendet. Dort hatten sich am Nachmittag zwei Frauen und ein Mann mit Ketten und Fahrradschlössern an einen Bügel des Eingangstores angehängt.

Stand: 26.02.2016

Demonstranten vor dem KVR in München | Bild: Teresa Reiß / BR

Mit der Aktion, die von 30 Sympathisanten vor dem Gebäude unterstützt wurde, wollten die Protestierenden gegen die Unterbringung von Abschiebehäftlingen in der Justizvollzugsanstalt Mühldorf und die dortigen Zustände protestieren.

Bis zum Abend versuchte der Münchner Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle, die drei angeketteten Personen dazu zu bewegen, ihr Vorhaben aufzugeben. Als dies um 19:30 Uhr immer noch nicht der Fall war, holte die Münchner Polizei die Berufsfeuerwehr zur Hilfe.

Unterstützung für Hungerstreik

Symbolbild: Hungerstreik | Bild: pa/dpa/Stephanie Pilick zum Artikel Abschiebehäftlinge in JVA Mühldorf Anstaltsleiter kann Hungerstreik nicht nachvollziehen

In der Abschiebeanstalt der JVA Mühldorf sind fünf abgelehnte Asylbewerber seit Sonntag in Hungerstreik. Der Anstaltsleiter hat dafür kein Verständnis. Die "eher pauschalen" Vorwürfe der unzureichenden medizinischen Versorgung und Verpflegung seien haltlos, sagte er dem BR. Von Christine Haberlander [mehr]

Diese schraubte einen Handlauf am Eingangsbereich ab, worauf die drei Personen mühelos entfernt werden konnten. Sie wurden inzwischen zur Personalienfeststellung auf die nächste Polizeidienststelle gebracht. Unter anderem müssen sie mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch rechnen und für die Kosten des Feuerwehreinsatzes aufkommen.

Die Aktivisten hatten sich mit Fahrradschlössern um den Hals an den Türgriffen festgesperrt und - Zitat: "den Schlüssel verloren". In Mühldorf sind mehrere Häftlinge seit Beginn dieser Woche im Hungerstreik, um gegen die Unterbringung in der JVA und gegen ihre geplante Abschiebung in ihre Heimatländer zu protestieren.


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