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Münchner Bürgerwehren Behörden warnen vor Panikmache

Nach den Vorfällen in Köln wollen sich in München Bürgerwehren etablieren, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Die Behörden sehen das kritisch und warnen vor Panikmache.

Von: Henning Pfeifer

Stand: 20.01.2016

Symbolbild: Nachtspaziergang einer Bürgerwehr | Bild: picture-alliance/dpa/Martin Schutt

Durch friedliche Spaziergänge für mehr Sicherheit sorgen - das hat sich die Initiative mit dem Namen "Bürgerwehr München" auf ihre Fahne geschrieben.

Eine andere Gruppe nennt sich "Münchner helfen Münchnern". Deren Mitglieder wollen vor allem Frauen, die sich unsicher fühlen in der Stadt, zur Seite stehen. Dabei gehört die Landeshauptstadt nach wie vor zu den sichersten Großstädten Europas.

Behörden warnen vor Neonazis

Die Polizei und die Stadt München sehen solche Wehren kritisch. Unter den Mitgliedern seien Neonazis, die die angstvolle Stimmung in der Bevölkerung für ihre Zwecke ausnutzen würden, und auch das Innenministerium sieht die Bürgerwehren skeptisch.

"... Das heißt, dass diese Bürgerwehr-Idee offensichtlich auch von Rechtsextremisten auch für deren Zwecke missbraucht wird. Ich halte insgesamt nichts davon, wenn wir hier neue Organisationen gründen, die dann womöglich auch wieder problematische Entwicklungen nehmen. Die Menschen sollen unserer Polizei vertrauen. ..."

Innenminister Joachim Herrmann im BR

Die Münchner Bürgerwehren sind nicht die ersten derartigen Initiativen. Im Landkreis Miesbach gibt es seit vergangenen Sommer die "Bürger für Bürger". Diese Gruppierung will nicht in die rechte Ecke geschoben werden, doch einzelne Kommentare auf ihrer Facebookseite erzeugen diesen Eindruck.

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