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Alkohol und Drogen Betrunkene BMW-Arbeiter legen Produktion lahm

Weil sie völlig betrunken und bekifft waren, haben zwei Mitarbeiter des BMW-Werks in München für einen Stillstand der Produktion gesorgt. Der Schaden beläuft sich laut BMW auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Und er hat Konsequenzen.

Von: Anton Rauch

Stand: 20.03.2017

BMW-Werk München | Bild: BMW

Die beiden Männer hatten zusätzlich zu reichlich Alkohol einen Joint mit einer synthetischen Kräutermischung geraucht. Noch vor Ende ihrer Spätschicht kollabierten die beiden, ihre Kollegen riefen den Notarzt.

Schicht im Schacht

Vier Modelle baut BMW in München

Das Fließband musste gestoppt werden. Die Montage stand zwischen 22 und 23 Uhr für ingesamt etwa 35 Minuten still. In einer Produktionschicht arbeiten 3.000 Menschen, so ein Sprecher des BMW-Werkes München auf BR-Anfrage. Er bestätigte den Vorfall, der schon am 3. März passiert ist. Es sei das erste Mal gewesen, dass die Produktion aufgrund von Alkohol oder Drogen gestoppt werden musste.

Nacharbeit in der Produktion

In München werden verschiedene Modelle der 3-er und der 4-er Reihe von BMW produziert. Der Sprecher des Münchner Werks trat Presseberichten entgegen, wonach durch den Vorfall ein Schaden in Höhe von bis zu einer Million Euro entstanden sei. Davon könne keine Rede sein, denn das werde oder wurde bereits nachgearbeitet, kein einziges Auto würde durch den Stopp des Bandes "nicht ausgeliefert oder nicht verkauft," so der Sprecher. Die Kosten bezifferte er mit einem mittleren fünfstelligen Eurobetrag.

Technisch bedingte Bandstillstände kommen immer wieder vor. In diesem Fall sei es ein persönlich verschuldeter Bandstillstand gewesen, der aber auf das Werk insgesamt so gut wie keine Konsequenzen habe.

Alkohol und Drogen ein Thema bei BMW

Zu Alkohol und Drogen am Arbeitsplatz gibt es laut dem Sprecher klare Richtlinien bei BMW für die verschiedenen Betriebsbereiche. Darin wird beispielsweise klar, wo totales Alkoholverbot gilt.

Der Sprecher bestätigte, dass es über das Werk verteilt mehrere Getränkeautomaten gibt, bei denen nicht nur alkoholfreies Bier verkauft wird. Die Richtlinien zu Alkohol und Drogen wird BMW nach dem Vorfall überprüfen.

Keine Angaben zu den Drogenkonsumenten

Die Mitarbeiter müssen mit Strafen rechnen. Allerdings will BMW sich zu den Disziplinarmaßnahmen für die beiden Alkohol- und Drogenkonsumenten nicht äußern. Wie die "Bild" berichtet, wurde einem bereits gekündigt. Sein Kollege wurde demnach versetzt.


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Kommentare

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Enrico Pelocke, Dienstag, 21.März, 02:07 Uhr

14. zu viele Autos

Bei einer Autofabrik mag das gehen, aber bei Eisenbahnen und Schiebnenfahrzeugbauern darf das nicht passieren. Schade, daß die Produktionsunterbrechung so kurz war. Auf unseren Straßen sind viel zu viele Autos.

  • Antwort von Daisy Morris, Dienstag, 21.März, 12:27 Uhr

    Nein. Auf unseren Straßen sind zu viele Autos, die keine BMWs sind!

Neutron, Dienstag, 21.März, 00:11 Uhr

13. "Weil sie völlig betrunken und bekifft waren..."

Der Duden bezeichnet Kiffen als "rauchen von Haschisch oder Marihuana". Lese da nichts vom rauchen einer Kräutermischung.
Warum schreibt ihr nicht in eurer Einleitung, dass Sie Betrunken waren und unter dem Einfluss von Drogen standen, so wie ihr es in den übrigen Absätzen gemacht habt?
Lasst Cannabis(Kiffen) doch dort raus, wenn es nichts damit zu tun hat.
Besten Dank!

Andrea, Montag, 20.März, 22:31 Uhr

12. Frage: kann es sein dass die Nachtschichten bei BMW ein Problem sind??

Hm.....das ist ein merkwuerdiger Vorfall. Aber er gibt mir insofern zu denken, als dass die Nachtschichten eventuell ein Problem fuer die Mitarbeiter sein könnten.
Frage - und dass ist jetzt wirklich nur eine Frage: kann es sein, dass die Nachtschichten von der Zeit her zu lang sind und einige der Mitarbeiter sich nur so auf den
Beinen halten können?? Und wie sehen die Ruhezeiten zwischen den Schichten aus??

Aber es wäre natuerlich nicht sehr schön, wenn es Drogenkonsumenten innerhalb des Personals von BMW geben sollte. Aber so ohne eche Fakten zu solchen Problemen bei BMW verkneife ich mir lieber jede Beurteilung des Falles.

  • Antwort von Alter Verwalter, Montag, 20.März, 22:56 Uhr

    Wer schon länger im Arbeitsleben stand, der kennt sie noch, die biertrinkenden Bauarbeiter, die Behördenmitarbeiter, die Geburtstage mit Sekt begingen (klar - im Dienst), in der Produktion war es auch nicht anders. Das änderte sich so peú a peú, genauso, wie Rauchen am Arbeitsplatz. irgendwie auch eine Story zum ^^ .Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.

Juergen Schumann, Montag, 20.März, 22:10 Uhr

11. Bier am Arbeitsplatz

Ich habe viele Jahre als Koch im Ausland gearbeitet.Oft auch in heißen Laendern.Oft durfte man Bier mit Alkohol trinken.Trotzdem war ich nie be-oder angetrunken.Es war nur gegen den Durst.Da reichen meist auch ein oder 2 halbe Liter waehrend einer Schicht.Das hat auch viel mit Selbstdisziplin zu tun.

Erich Hilgor, Montag, 20.März, 21:59 Uhr

10. Die jetzt auch noch

Die jetzt auch noch besoffen. Erst Schuldenunion, dann BER in Berlin, VW in Wolfsburg, Merkels Regierung.